25. Juli 2008
Von K. Schumann
Viele als Unkraut bezeichnete Pflanzen wie beispielsweise Giersch, Brennnessel oder Löwenzahn sind in der Pflanzenheilkunde sehr beliebt. Doch im eigenen Garten sind sie meist unerwünscht, denn sie verdrängen die angebauten Pflanzen. Doch Unkraut lässt sich oft auch ohne die chemische Keule aus dem Garten vertreiben.

Die Brennnessel ist im Garten besonders häufig anzutreffen
Chemische Unkrautvernichter (so genannte Herbizide) sollten wirklich nur im äußersten Notfall eingesetzt werden. Unkrautvertilgungsmittel gelangen relativ schnell ins Grundwasser und können dieses verunreinigen. Zusätzlich sind einige Herbizide auch giftig für Insekten, wie z.B. Bienen.
Bei den Unkräutern sind zwei Arten zu unterscheiden. Zum einen die Samenunkräuter, die sich hauptsächlich durch ihre Samen vermehren. Die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe sind die Brennnessel oder der Ehrenpreis. Zum anderen gibt es Unkräuter, welche sich durch ihre Ausläufer vermehren. Dies sind die so genannten Wurzelunkräuter. Hierzu zählen unter anderem der Ackerschachtelhalm, der Löwenzahn oder der kriechende Hahnenfuß.
Ein Ausreißen der Pflanzen bringt meistens keinen Erfolg, da keimfähige Pflanzenreste im Boden verbleiben. Besser ist da das Jäten mit einem geeigneten Messer, so dass die gesamte Pflanze entfernt wird. Wurzelunkräuter müssen jedoch ausgegraben werden, da ihre Wurzeln meist sehr weit verzweigt sind. Am besten gelingt dies bei trockenem Boden.
Eine andere Möglichkeit ist das Mulchen bzw. die Gründüngung. Viele Unkräuter sind Lichtkeimer, d.h. die Samen benötigen Licht um austreiben zu können. Deckt man nun den Boden rund um seine angebauten Pflanzen mit Gründünger (z.B. abgemähten Rasen) ab, können die Samen nicht keimen.
Ein weiteres preiswertes und umweltschonendes Mittel ist Essig. Essig erhöht den pH-Wert des Bodens und sorgt so dafür, dass Unkraut nicht mehr wachsen kann. Doch Vorsicht: Auch andere Pflanzen können Schaden nehmen.
Die wohl einfachste Variante mit Unkraut umzugehen, ist sich mit den Pflanzen zu arrangieren. Viele der lästigen ("Un")-Kräuter lassen sich prima in der Küche verwenden. So kann man beispielsweise aus Giersch ein leckeres Pesto oder aus der Brennnessel eine schmackhafte Suppe zaubern.
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