21. September 2011
Das scheint hauptsächlich etwas für richtige Männer zu sein. Einen Rasenmäher kann man nicht nur dazu verwenden, den Rasen auf Vordermann zu bringen. Ein Ereignis der ganz besonderen Art ist das Rasenmäherrennen.
Dafür werden die so genannten Aufsitzmäher umgerüstet und zu wahren Rennmaschinen aufgetuned. Solche Veranstaltungen sind keine Seltenheit, sondern sie haben mittlerweile eine Tradition. Oft findet so ein Rennen in einem volksfestähnlichen Rahmen statt und nicht selten sind mehrere Tausend Besucher anwesend. Die Mähtraktoren erreichen dabei oft eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Dabei dürfen die Gegner nicht gerammt und auch nicht behindert werden. Der Untergrund der Rennstrecke ist meist Acker- oder Weideland. Oft wird die Rennstrecke durch Strohballen markiert oder sie ist abgesteckt. Die Rennstrecke an sich ist relativ kurz und so dauert ein Rennen nur knapp eine viertel bis halbe Stunde. Es gibt aber auch lange Rennen von zwei Stunden, in denen möglichst viele Runden gedreht werden müssen. In jedem Fall ist so ein Rasenmäherrennen immer ein Spektakel.
Bei diesen Rasenmäherrennen handelt es sich um einen Amateursport, trotzdem gehen die Bemühungen dahin, einheitliche Regeln zu schaffen und die Sicherheit der Fahrer zu gewährleisten. Schutzhelme, Schutzkleidung, Handschuhe etc. sind mittlerweile Pflicht. Auch darf bei dem Aufsitzmäher kein Mähwerk mehr eingebaut sein. Die Zuschauer werden durch Strohballen, Fangzäune oder Autoreifen vor aus der Bahn kommenden Mähern geschützt. Auch sind jetzt bei jedem Rennen Rettungssanitäter vor Ort.
Solche Rennen werden national und international durchgeführt. Wenn auch nicht als geschützter Begriff, gibt es trotzdem sogar Weltmeisterschaften. Dieser Amateursport erfreut sich größter Beliebtheit und jedes Rennen erfährt einen regen Zuspruch. Dabei geht es den meisten Besuchern wohl eher um die Gaudi und weniger um das sportliche Ereignis. Eines der bekanntesten Rennen fand in Thönse statt und hatte über 30.000 Besucher. Es gibt verschiedene Klassen, die sich in Antriebsart und Motorisierung unterscheiden.
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