24. August 2011
Schädlinge und Krankheiten können das perfekte Bild einer schön gewachsenen Rasenfläche schnell zerstören. So mancher Gartenbesitzer kann ein Lied davon singen, wenn der Rasen eine Pilzkrankheit hat. Es gibt viele verschiedene Pilzkrankheiten, die eine Rasenfläche befallen können.
Der Gartenliebhaber kann gegen die Ausbreitung von Pilzkrankheiten kaum vorbeugen. Es gibt auch nur wenige Arten, die eine wirkliche Gegenmaßnahme erfordern. Die Pilzsporen sind in der Luft und im Boden und werden durch Regen, Mensch, Tier oder Arbeitsgeräte verbreitet. Davor ist kein Hobbygärtner gefeit. Die bekanntesten Pilzkrankheiten sind: Blattfleckenkrankheit, Dollarfleckenkrankheit, Echter Mehltau, Hexenringe, Rostkrankheit, Rotspitzigkeit, Schneeschimmel, Schwarzbeinigkeit und die Wurzelhalsfäule. Dabei können die Blätter und auch die unterirdischen Pflanzenteile befallen werden. Manche Pilzkrankheiten treten bevorzugt zu bestimmten Jahreszeiten auf. Andere brauchen bestimmte Witterungsverhältnisse, um zu gedeihen.
Es gibt allerdings Umstände, die einen Pilzbefall begünstigen können. So zum Beispiel, wenn die Rasenfläche im Schatten liegt, wenn ein dicker Rasenfilz besteht, wenn die Gräser sehr dicht stehen, wenn sie lange sehr feucht sind, wenn der Rasen oft zu tief geschnitten wird, wenn dichtes Laub auf den Rasen liegt oder wenn der Rasen mit Wasser und Stickstoff überversorgt wird. Auch sollte man das Gras nicht so hoch wachsen lassen.
Es gibt allerdings vorbeugende Maßnahmen, die man treffen kann. So sollte man schon bei der Auswahl auf hochwertiges Saatgut achten, das gegen häufig auftretende Pilzkrankheiten resistent ist. Der Standort sollte so gewählt werden, dass eine Schattenlage vermieden wird. Der Boden muss vor der Aussaat optimal vorbereitet sein und man sollte eine gute Durchlüftung gewährleisten. Weiterhin sollte man regelmäßig mähen, dabei den Rasen aber nicht zu kurz schneiden, das Gras aber auch nicht zu hoch stehen lassen. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung sowie eine ausgeglichene Wasserversorgung, sind ebenfalls wichtig. Bei manchen Pilzkrankheiten verzichtet man im Herbst auf eine Stickstoffdüngung.
Ist das Übel eingetreten und der Rasen ist mit einer Pilzkrankheit befallen, helfen Vertikutieren und Aerifizieren. Außerdem müssen die Bodenbedingungen verbessert werden. Je mehr der Rasen aktiv genutzt wird, desto anfälliger ist er für Pilzkrankheiten. Deshalb findet man sie vorwiegend beim Sportrasen. Für befallene Rasenflächen erhält man im Handel Fungizide, die gespritzt werden können - wobei man auch hier auf ein ökologisches Verhalten achten sollte. Es gibt auch organische Fungizide. Gegen die meisten Pilzkrankheiten kann man auch ohne Pilzbekämpfungsmittel etwas tun.
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