6. Oktober 2009
Pavillons in fest stehender Form und als solide Bauwerke gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Vom dekorativen Gartenpavillion, der zur Ruhe und zum Entspannen einlädt, bis hin zum hochwertigen Anbau an ein Wohn- oder Nutzgebäude ist alles möglich. Erfahren Sie hier mehr über die verschiedenen Arten von Pavillions.
Bereits in der Architektur selbst wird der Pavillion als frei stehendes Gebäude oder als integrierter Bestandteil eines größeren Baus bezeichnet. Der Hauptunterschied beider Varianten besteht darin, dass frei stehende Garten- oder Landschaftspavillions meist an den Seiten offen und nicht geschützt sind. Sind sie geschlossen, so besitzen sie auf jeden Fall Schwingtüren oder Rollvorrichtungen, die je nach Jahreszeit geöffnet oder entfernt werden können. In ein Gebäude integrierte Pavillions dagegen sind geschlossene und bewohnbare Einheiten. Sie dienen als symmetrische Markierungen großer Bauten und heben sich meist durch ihre Kuppel hervor. In ihrem Inneren sind sie der Infrastruktur des Gebäudes angepasst. Sie sind architektonische Spielarten, die das Zentrum eines Komplexes markieren oder besondere Akzente setzen.
In der heutigen Zeit, in der Grundstücksfläche knapp ist und Wohnquadratmeter optimal ausgenutzt werden müssen, werden Pavillions häufig direkt an die Immobilie angeschlossen. Es gibt sie in den verschiedensten Formen, offen oder geschlossen, als Wohnraum oder in Form einer Terrassenerweiterung oder Wintergartens. Die Grundeigenschaften des Pavillions mit seiner eigenen Überdachung bleiben dabei jedoch meist gewahrt.
In vielen unterschiedlichen Kulturen hat der Pavillion, insbesondere der Gartenpavillion, einen eigenen Stellenwert. Schon die Römer und die Griechen wussten um die Vorteile des gemütlichen und dekorativen Baustils. Hier symbolisierte der Pavillion häufig den Wohlstand des Besitzers. In anderen Kulturen dient er der Götterverehrung und als Tempel. Auch im China der heutigen Zeit haben Pavillions eine lange Tradition. Ihre pagodenartigen Dächer unterscheiden sich zwar von den westlichen Kuppeln, in den Grundzügen und der Geometrie sind die Bauwerke jedoch vergleichbar.
Wer sich heute einen Gartenpavillion errichten möchte, der muss vorher genau studieren, ob er dafür eine Baugenehmigung benötigt. Dies hängt im wesentlichen von der Größe und den Maßen des Pavillions sowie von den Gegebenheiten der Wohngegend und der Distanz zur Nachbarschaft ab. Anbauten, die sich direkt an Hauswände anschließen, müssen häufig gesondert genehmigt werden, insbesondere dann, wenn sie geschlossen werden und auch im Winter bewohnbar sind.
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