9. Oktober 2009
Kletterpflanzen dienen der Fassadenbegrünung oder sorgen mit ihrem dichten Wuchs für Sichtschutz auf dem Balkon und im Garten.
Als Kletterhilfe kommen Hausfassaden oder Rankhilfen in Frage, wobei nur die Arten der Selbstklimmer sich mit Mauerwerksfugen oder Unebenheiten in Steinen zufrieden geben. Vielen Sorten muss daher mit Rankgittern beim Klettern geholfen werden. Damit Kletterpflanzen zügig und dicht wachsen, müssen beim Anpflanzen und bei der Pflege ein paar Dinge beachtet werden.
Nicht jede Kletterpflanze kommt mit jedem Standort zurecht. Daher sollte man sich vor der Einpflanzung über die Ansprüche der jeweiligen Art informieren. So fühlt die Kletterhortensie sich nur an schattigen bis halbschattigen Standorten wohl, die Kletterrose dagegen bevorzugt einen sonnigen Standort. Die blühenden Kletterpflanzen, wie zum Beispiel die Trompetenblumen können nur in windgeschützten, sonnigen Bereichen gedeihen und das eigentlich sehr anspruchslose Efeu kann sich nur an trockenen Wänden selbständig hochziehen.
Zum Pflanzen eignen sich am besten die Monate September bis Oktober und April bis Mai. Es ist darauf zu achten, dass insbesondere Selbstklimmer immer schräg zur Wand angepflanzt werden, damit ihnen das Anhaften ans Mauerwerk und das Hochwachsen erleichtert wird. Der bekannteste Selbstklimmer ist das Efeu, aber auch die Kletterhortensie oder der Wilde Wein benötigen keine Rankhilfe. Allgemein sollten Kletterpflanzen immer in einem gewissen Abstand zur nächsten Pflanze in die Erde gebracht werden, damit sie in ihrem Wachstum nicht behindert werden. Wird der Topfballen vor dem Pflanzen ein paar Stunden ins Wasser gestellt, können sich die Wurzeln besser an die neue Erde anpassen. Auch anspruchslose Selbstklimmer sollten in den ersten Wochen regelmäßig gegossen werden. Mit der Größe nimmt auch ihre Robustheit zu, so dass sie nach einiger Zeit nicht mehr intensiv gepflegt werden müssen.
Im Allgemeinen sind Kletterpflanzen sehr pflegeleicht. Gerüstkletterer, wie beispielsweise die Trompetenblume oder der Echte Wein sollten beim Klettern unterstützt werden, indem ihre Ranken um ein Gitter gelegt werden. Die Clematis muss sogar an Rankgittern festgebunden werden, da sie selbst sehr schlecht Halt findet. Besondere Aufmerksamkeit ist im Winter erforderlich. Auch wenn die meisten Kletterpflanzen winterhart sind, sollten sie gegen Frost geschützt werden. Eine Maßnahme kann das Anhäufen von Erde um den unteren Teil des Stammgerüstes und das anschließende Abdecken mit Zweigen sein. Die Töpfe von Kübelpflanzen können mit einem Dämmschutz ummantelt werden. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Pflanzen vor der Frostperiode mit genug Feuchtigkeit versorgt werden.
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