23. April 2009
Ein Gewächshaus schützt die zarten Pflanzen vor unwirtlichem Wetter, aber auch vor Schädlingen und Nagern. Zudem bietet es ideale klimatische Bedingungen für den Pflanzenwuchs zu fast jeder Jahreszeit. Viele Hobbygärtner bauen ihre Gewächshäuser selber. Lesen Sie hier einige wertvolle Tipps.
Ob man ein Gewächshaus tatsächlich selber bauen und errichten kann, das hängt unter anderem auch von dessen Größe ab. Besonders bei einem begehbaren Gewächshaus ist Vorsicht geboten. Hier müssen verschiedenste Sicherheitsaspekte beachtet werden. Die Stabilität spielt eine Rolle, aber auch die Trägerkonstruktion muss auf verschiedene Anforderungen ausgelegt sein. Ab einer bestimmten Größe und je nach Standort benötigen Sie für Ihr begehbares Gewächshaus sogar eine Baugenehmigung.
Beginnen Sie deshalb lieber erst einmal mit einem kleineren Modell. Bau- und Gartenmärkte bieten häufig sogar Selbstbausätze für kleinere Gewächshäuser mit einer genauen Aufbauanleitung an. Hier können Sie erste Erfahrungen sammeln, die Sie nachher für Ihr größeres Modell gut gebrauchen können.
Wer ein Gewächshaus komplett selbst bauen möchte, der sollte sich zuerst Gedanken um den idealen Standort machen. Wählen Sie eine Ecke in Ihrem Garten, die möglichst nicht im direkten Blickfeld von ihrem Erholungspunkt aus liegt. Die neue Konstruktion könnte sonst schnell optisch als störend empfunden werden. Achten Sie auch auf eine möglichst lange Sonneneinstrahlung.
Entscheiden Sie sich nun für das Baumaterial. Klassische Gewächshäuser haben Glasscheiben, diese gewährleisten eine optimale Lichtbrechung und Wärmeentwicklung. Allerdings funktioniert das Prinzip des Gewächshauses auch mit Folienbespannung. Diese hat den Vorteil, dass sie in der Anschaffung wesentlich günstiger ist. Auch das Verbauen von Folie ist viel einfacher als das von Glas, da Sie die Folie einfach an den Balken festnageln können. Spezielle Folie für Gewächshäuser ist ebenfalls in Bau- und Gartenmärkten erhältlich.
Jetzt muss das Grundgerüst gezimmert werden. Wichtig ist es vor allem, die vier tragenden Eckbalken tief in der Erde zu verankern, denn auf ihnen ruht zukünftig das ganze Gewicht. auch bei starkem Wind müssen sie die Konstruktion tragen, eventuell sogar im Winter bei großer Schneelast. Je nach Größe des Gewächshauses können die Eckpfeiler auch im Erdreich einzementiert werden.
Dann folgen Querverlattung und eine steile Dachkonstruktion. Flachdächer sind aufgrund der auftretenden Dachlasten durch Regen und Schnee bei einem Gewächshaus nicht empfehlenswert. Die Querverlattung sollte ebenfalls mit festen Balken erfolgen, um der Konstruktion größtmögliche Stabilität zu bieten. Einige dünnere Latten können auf halber Höhe angebracht werden, um die Folie später dort zu sichern. Steht das Gerüst, muss dann nur noch die Folie aufgenagelt werden. Am einfachsten geht dies, wenn man einen Helfer hinzuzieht.
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