Eine Feuerstelle im Garten - Rechtliche Voraussetzungen und Tipps zum Bau

Hohe Flammen auf schwarzem Hintergrund

Ob für romantische Abende zu zweit oder in geselliger Runde - eine Feuerstelle im Garten bietet viele Möglichkeiten; Sicherheit geht dabei vor

Die Feuerstelle im heimischen Garten kann sich zu einem beliebten Treffpunkt für Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte entwickeln. Mit Singen und Grillen sind Abwechslung sowie Unterhaltung bis in die Nacht hinein möglich.

Rechtliche Voraussetzungen

Eine Feuerstelle ist ganz allgemein ein aus mehrerlei Sicht geeigneter Platz für ein offenes Feuer. Die Betonung liegt auf offenem Feuer, weil ein Herd nur aus historischer Betrachtung heraus als Feuerstelle bezeichnet wird.

Gemeint ist damit eine frei ausgewählte Stelle, um ein Feuer zu entzünden. Das ist in der heutigen Zeit nicht so ohne Weiteres möglich oder erlaubt. So gibt es in den einzelnen Bundesländern gesetzliche Vorschriften für so genannte Brenntage, an denen offene Feuer auf privaten Grundstücken erlaubt sind. Zu denen gehören regional die Osterfeuer oder die Feuer anlässlich von Halloween.

Im eigenen geräumigen Garten kann mit einer Feuerstelle die Grundlage dafür geschaffen werden, um sich in geselliger Runde am offenen Feuer zu treffen. Ob dabei gesungen, erzählt, getanzt oder gegrillt wird, liegt im Ermessen der Anwesenden.

Benötigte Materialien

Der Hausherr muss die Feuerstelle professionell und sicher gestalten - sie muss in dem Sinne gebaut werden. An Materialien werden dazu

benötigt. Einerseits sollte der Heimwerker nicht als erstes mit dem Bau einer Feuerstelle beginnen, andererseits ist es auch nicht übermäßig schwierig.

Die ideale Feuerstelle

Der Platz für die Feuerstelle muss weit genug entfernt von Büschen und Sträuchern sein, um ein Entzünden durch Funkenflug zu verhindern. Außerdem ist es wichtig, dass sich unter der gewünschten Stelle keine Gas- oder Stromleitungen befinden. Auch zum Haus sowie einem Gartenhaus sollte ein ausreichend großer Abstand gewählt werden.

Den optimalen und sicheren Platz für die Feuerstelle finden
Den optimalen und sicheren Platz für die Feuerstelle finden

Der Bau

Die Feuerstelle ist in der Regel eine runde Fläche. Sie wird bis etwa zur halben Spatenhöhe ausgehoben. Das so entstehende Loch wird vom Rand zur Mitte hin zunehmend tiefer.

Der Erdboden innerhalb des ausgehobenen Lochs wird festgeklopft und mit einer dünnen Kiesschicht bedeckt, wobei einige Zentimeter ausreichend sind. Das Regenwasser steht dann nicht in der offenen Feuerstelle auf dem erdigen Untergrund, sondern es sammelt sich auf dem Kies und wird anschließend in das Erdreich weitergeleitet.

Steine setzen und befestigen

Jetzt werden die ausgewählten Steine rund um das ausgehobene Loch gesetzt. Um sie zu stabilisieren, werden sie mit Zement und Mörtel befestigt - sie werden in dem Sinne gemauert.

Die aufeinander und nebeneinander gesetzten Steine werden in den Fugen und Spalten mit Mörtel gefüllt. Der wird fest und verbindet somit alle Steinreihen innerhalb des ausgehobenen Lochs.

Ein Mauern sorgt für Luftundurchlässigkeit, während nur lose aufeinander gelegte Steine die Feuerstelle, also das Lochinnere, mit Luft versorgen. Die Fugen sollten im Anschluss an das Mauern nachgearbeitet und sauber sowie gleichmäßig ausgeformt werden.

Dazu ist ein Handfeger oder Pinsel ebenso hilfreich wie das Glattstreichen mit der Maurerkelle. Der geschickte Heimwerker wird hierzu ein geeignetes Werkzeug finden.

Allein aus optischen Gründen bieten sich rote Ziegel- oder Klinkersteine für die Umrandung der Feuerstelle an. Es liegt im Ermessen des Hausherrn, wie hoch der Rand oberhalb des Gartenbodens sein soll.

Ein gefälliger Anblick ist die Feuerstelle, wenn sie zwei oder drei Steine breit die Grasnarbe überragt. Sie ist für jeden gut sichtbar und auch ein Blickfang in diesem Gartenbereich.

Zum Ausprobieren: die einfache Form

Wer nicht sicher ist, ob eine Feuerstelle das Richtige ist, kann sich auch für den Bau einer sehr einfachen Form entscheiden. Dies gelingt in nur wenigen Minuten und bedarf nur weniger Materialien.

Man benötigt einen Spaten, Kieselsteine sowie ein paar große Steine. Nun sticht man eine kreisrunde Fläche etwa 10 Zentimeter tief aus. Man füllt die Kieselteine hinein, sodass eine ebene Fläche entsteht; anschließend baut man mit den großen Steinen eine Umrandung.

Abdeckung und Pflege

Da jede Feuerstelle die überwiegende Zeit unbenutzt ist, sollte sie abgedeckt werden. Es macht wenig Sinn und Spaß, sie vor jeder Benutzung leeren oder säubern zu müssen. Eine ausreichend große Bedachung aus regenundurchlässigem Material schützt auch das in der Feuerstelle deponierte Brennmaterial wie Holz oder Reisig.

Sicherheit geht vor

Wenn es auch wenig romantisch ist, so sollte dennoch bei jeder Benutzung der Feuerstelle ein Eimer mit Löschwasser griffbereit stehen. Das kostet kein Geld und ist eine Beruhigung im Fall der Fälle.

Für die Älteren ist das eine Selbstverständlichkeit. Sie kennen diese Situation aus den Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts, als die Christbäume im Weihnachtszimmer noch mit Naturkerzen bestückt waren und parallel dazu Wunderkerzen als Feuerwerkskörper abgebrannt wurden. Dazu gehörte immer auch der gefüllte Wassereimer.

Als Alternative: fertige Feuerstellen kaufen

Wer keine Zeit in den Bau einer Feuerstelle investieren, trotzdem aber nicht darauf verzichten möchte, kann sich auch mal im Gartencenter oder Baumarkt nach fertig gebauten Feuerstellen umsehen. Diese gibt es meist als Feuerschale oder als Feuerkorb zu erwerben.

Hierbei gibt es mittlerweile zahlreiche Ausführungen - von besonders kleinen Schalen und Körben, die auch im kleinen Garten Platz finden, bis hin zu aufwändig gestalteten Modellen in Steinoptik, die von der selbst gebauten Variante kaum zu unterscheiden sind. Ein großer Vorteil ist, dass die meisten Ausführungen mit einem passenden Funkenschutz geliefert werden. Wer sich jedoch für eine der imposanteren Formen entscheidet, muss schon etwas tiefer in die Tasche greifen.

Tipps zur Wahl des Brennmaterials

Damit das Lagerfeuer schön und lange brennt, bedarf es des richtigen Brennmaterials. Baumbeschnitt und sonstige Gartenabfälle zu verbrennen, bringt kein zufriedenstellendes Ergebnis und ist zudem auch aus rechtlicher Sicht schwierig.

Stattdessen sollte man sich für unbehandeltes Holz entscheiden; es qualmt nicht übermäßig und auch muss man keinerlei gesundheitsschädliche Dämpfe sowie unangenehme Gerüche befürchten. Durchgetrocknete Holzscheite sind ideal. Birkenholz ist in dieser Hinsicht besonders zu empfehlen.

Das richtige Brennmaterial ist wichtig für ein sicheres und gesundes Feuer
Das richtige Brennmaterial ist wichtig für ein sicheres und gesundes Feuer

Das Holzsammeln im Wald ist nicht gestattet; man enötigt einen speziellen Holzsammelschein, den man im zuständigen Forstamt beantragen muss. Alternativ gibt es das Brennholz auch beim Holzhändler oder im Baumarkt zu kaufen.

Tipps zur Gartengestaltung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: flames background © klikk - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: father and son roasting marshmallow over campfire © Syda Productions - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pellets- Biomass © tchara - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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