Gartenbewässerung - Hinweise und Tipps zu unterschiedlichen Bewässerungsmethoden

Pflanzen im Garten werden mit Wasserschlauch bewässert

Zum Bewässern des Gartens eignen sich die klassische Gießkann sowie der Gartenschlauch - wer größere Flächen zu bewässern hat, wählt eher eine automatische Bewässerungsanlage

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  • von Paradisi-Redaktion

Muss man an heißen Sommertagen wirklich jeden Tag den Garten gießen? Muss man ihn überhaupt gießen? In Sachen Gartenbewässerung gibt es einige Dinge, die man wissen sollte, denn sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser können den Pflanzen schaden. Was die Bewässerungsmethoden angeht, gibt es zudem viele unterschiedliche Möglichkeiten. Lesen Sie, was bei der Gartenbewässerung zu beachten ist.

Häufigkeit

Es ist richtig: auch an den heißesten Tagen im Sommer muss man den Garten nicht unbedingt jeden Tag komplett bewässern. Im Gegenteil - für die meisten Pflanzen ist es sogar besser, wenn man sie nur alle zwei bis drei Tage, dafür aber umso ausführlicher gießt.

Hier ist vor allem der Unterschied zwischen Gießen und Wässern zu beachten. Beim Gießen wird der Pflanze nur eine bestimmte, eher geringe Menge Wasser zugeführt. Beim Wässern wird auch der Boden rund um die Pflanze gut getränkt.

Die Natur hat es so eingerichtet, dass es meistens nicht jeden Tag ein kleines bisschen regnet, sondern nur ab und zu, aber dann gleich in größeren Mengen. Im Laufe ihrer Evolutionsgeschichte haben sich die meisten Pflanzen an diesen Rhythmus angepasst.

Sie können auch kürzere Trockenperioden gut überstehen. Dafür lagern sie sich bei Regen einen guten Wasservorrat ein. Wer also zu häufig gießt, der irritiert seine Pflanzen nur.

Doch man muss auch bedenken, dass die meisten Zierpflanzen heute ja aus Gewächshäusern stammen, und von den Abläufen in der freien Natur meist nichts mehr wissen. Hinzu kommt, dass sie in luftigen und lockeren Pflanzballen geliefert werden, die auch sehr viel schneller austrocknen als das ursprüngliche Erdreich.

Messgerät schlägt beim Austrocknen von Pflanzen Alarm

Vertrocknete Pflanze in Blumentopf vor Fenster
vertrocknete pflanze © jeremias münch - www.fotolia.de

Trockene Pflanzen geben in Zukunft Alarm. Wissenschaftler der Universität New York haben ein System entwickelt, das die Wasserversorgung von Pflanzen misst. Das Besondere daran ist, dass das Gerät Alarm schlägt, sobald das Gewächs gegossen werden muss.

Bei Bedarf können die Besitzer per Anruf oder einer Twitter-Nachricht informiert werden. Die US-amerikanische Forschergruppe, die sich selbst den Namen "Botanicalls" gegeben hat, hat auf ihrer Homepage eine Selbstbauanleitung für den Gieß-Alarm bereit gestellt.

Für Leute ohne grünen Daumen: Pflanze "simst" bei Wasserknappheit

Frauenhände bedienen ein Smartphone
woman uses a smartphone © slasnyi - www.fotolia.de

Vier New Yorker Studenten haben ein neues System entwickelt, mit Hilfe dessen auch Leute ohne einen grünen Daumen nicht das Gießen vergessen werden.

Das "Botanicalls" getaufte System überprüft die Bodenfeuchtigkeit sowie die Lichtintensität der Pflanze ständig und sendet dem Besitzer bei Wasserknappheit eine SMS. Man wird darüber hinaus informiert, wenn man es mit dem Bewässern zu gut gemeint hat. Wenn der Besitzer alles richtig gemacht hat, erhält er einen freundlichen Anruf.

Die Studenten vertreiben "Botanicalls" für umgerechnet 160 Euro über das Internet.

Entdeckte erste selbstbewässernde Pflanze

Sechs Keramik Blumentöpfe nebeneinander mit lilanen Tulpen
spring sequence © Anyka - www.fotolia.de

Der Wüstenrhabarber verfügt über Blätter die bis zu einem Meter groß werden und schon seit längerem Wissenschaftler zum Nachdenken angeregt hat. Das Prinzip auf dem diese Pflanze beruht, konnte dank der Forschungen nun offen gelegt werden.

Die Forscher der Haifa-Oranim Uni fanden heraus, dass diese Wüstenpflanze über Rillen verfügt, die mit einer Art Wachs überzogen sind. Die Feuchtigkeit wird durch dieses Rillensystem nach unten geleitet und versorgt somit das Wurzelwerk des Wüstenrhabarbers. Dank diesem ausgeklügelten System verfügt diese Pflanze über 16-mal mehr an Wasser als es bei anderen Wüstenpflanzen der Fall ist.

In Israel zeigen sich die Wüsten als sehr gebirgig und mit nur etwas 75mm auch als äußerst Niederschlagsarm. Doch aufgrund der Fähigkeit der entdeckten selbstbewässernden Pflanze, kann diese sich fast wie im Mittelmeerraum entwickeln.

Die richtige Tageszeit zum Gießen

Eine alte Gärtnerregel besagt, dass man nicht in der prallen Sonne gießen soll, weil Pflanzen sonst verbrennen könnten. Besser man wartet bis in die Abendstunden, wenn die Sonne nicht mehr so glühend ist oder man gießt in den Morgenstunden.

Wenn Gartenflächen mit einem Sprenger berieselt werden, kann in den Mittagsstunden ein Großteil des Wassers verdunsten, das kostet einen höheren Wasserverbrauch. Wenn die Sonne noch nicht oder nicht mehr so hoch am Himmel steht, kann das Gießwasser gut in den Boden sickern und steht den Pflanzen zur Verfügung.

Es ist auch besser, wenn die Pflanzen mit leicht temperiertem Wasser, etwa aus einer Zisterne oder eine Regentonne gegossen werden. Eiskaltes Wasser könnte ihnen schaden.

Verschiedene Pflanzen, verschiedene Bedürfnisse

In der besonders heißen Zeit kann es nicht schaden, vor allem die groß- und vielblütigen Pflanzen täglich zu gießen. Manche Arten benötigen auch sehr viel Wasser, allen voran Rosen und Hortensien.

Auch das fleißige Lieschen oder die Engelstrompete brauchen täglich Wasser. Der erfahrene Hobbygärtner kennt seine Pflanzen und deren Wasserbedarf.

Wenn Ihre Pflanze also so aussieht, als würde sie Wasser benötigen, dann gießen sie sie. Ein allabendlicher Inspektionsgang durch den Garten lohnt die Mühe. Kräuter und Gemüsepflanzen benötigen ihre tägliche Wasserration.

Wenn bewässert wird, dann sollte es langanhaltend und ausreichend sein. Denn nur so dringt das Wasser auch in tiefere Bodenschichten, ansonsten trocknen diese aus.

Dies kann den Wurzeln schaden und die Pflanzen verkümmern. Da das Wasser nur langsam in den Boden einsickern kann, sollte man zwischendurch eine Gießpause machen und dann noch einmal gießen.

Mehrjährige Gewächse, die schon gut angewachsen sind und nicht gerade erst in der laufenden Saison gepflanzt wurden, benötigen meist weniger Aufmerksamkeit. Sträucher und Büsche benötigen wenig Gießwasser, da sie meist tief ins Erdreich wurzeln.

Ebenso verhält es sich mit Bäumen. Dennoch kann man guten Gewissens in der sehr warmen Zeit auch Sträucher und Büsche wässern, einmal in der Woche sollte aber genügen.

Wenn die Bewässerung bei hohen Temperaturen stimmt, können Pflanzen diese gut überstehen und danken es durch ihre Grün- und Blühpracht. Auch der Rasen behält dann seine satte grüne Farbe und weist keine braunen Stellen auf.

Im Folgenden gehen wir auf unterschiedliche Bewässerungsmöglichkeiten ein.

Pflanzen gießen – sommerliche Tipps für den Garten

Wenn die Temperaturen steigen, kann die natürliche Wasserversorgung schon mal knapp werden

Blumen auf Balkon werden aus Gießkanne begossen
Balkongärtner © Harald07 - www.fotolia.de

Für frisches Grün und üppige Blüten brauchen Pflanzen ausreichend Wasser. Im Sommer kann die natürliche Versorgung aber schon mal knapp werden. Was ist beim Gießen zu beachten – und wie können Gärtner sich die Arbeit erleichtern?

Morgens gießen – und zwar reichlich

Bei großer Hitze kann es sein, dass Topfpflanzen zweimal am Tag Wasser brauchen. Ansonsten gießt man am besten morgens. Der Boden ist jetzt noch leicht feucht vom Tau und kann das Wasser besser aufnehmen. Außerdem verhindert man so, dass die Blätter nachts nass bleiben und Pilzbefall fördern.

Die ungünstigsten Zeiten zum Gießen sind die Mittagsstunden: die Wassertropfen auf Blüten und Blättern bündeln das Licht, sodass die Pflanzenteile verbrennen. Stauden und Gehölze sollte man ohnehin nicht beregnen, sondern nur unten gießen. Über die Blätter können sie keine Feuchtigkeit aufnehmen.

Statt jeden Morgen ein paar Tropfen Wasser zu geben, empfehlen Profigärtner, lieber seltener und kräftiger zu wässern. So kann das Wasser auch in die tiefere Wurzelschicht vordringen, wo es zudem besser vor Verdunstung geschützt ist.

Tipp: Denken Sie auch an die Bäume. Befinden sich ringsum versiegelte Flächen, kommt zu wenig Wasser in den Boden. Mindestens einmal pro Woche sollte man dann fünf bis sechs Kannen Wasser spendieren.

Regenwasser sammeln

In einem großen Garten können die Wasserkosten ganz erheblich sein. Wer nicht nur den Pflanzen, sondern auch dem eigenen Portemonnaie etwas Gutes tun will, sammelt deshalb Wasser in einer Regentonne oder Zisterne. Da Regenwasser weniger Kalk enthält als Leistungswasser ist es für die meisten Pflanzen besser.

Wenn die Tonne gerade nicht genutzt wird, sollte man sie mit einem Deckel verschließen. So können keine Blätter oder Kleintiere hineinfallen. Zudem bilden sich ohne Licht keine Algen.

Bewässerungshilfen

Wer nicht jeden Tag mit Kanne und Schlauch ausrücken möchte, findet im Fachhandel eine Vielzahl an Bewässerungssystemen. Auf dem Balkon bieten sich Pflanzgefäße mit integriertem Wasserspeicher an. Für den Kurzurlaub kann man auch einfach eine Plastikflasche mit Wasser füllen und kopfüber in die Erde stecken. Damit die Feuchtigkeit fein dosiert abgegeben wird, sticht man in den Deckel einige kleine Löcher.

Für Balkone mit vielen Kübeln und Töpfen empfiehlt sich eine automatische Tröpfchenbewässerung. Bei Stauden und Gehölzen ist ein Schlauchsystem ratsam, die Rasenflächen lassen sich mit einem Versenkregner bewässern. Gute Systeme haben integrierte Sensoren für Feuchtigkeit und Zeitschaltuhren für das punktgenaue Wässern.

Die Erde lockern

Trockene Erde wird schnell hart. Beim Gießen kann die Feuchtigkeit dann gar nicht in den Boden eindringen. Damit das Wasser ungehindert zu den Wurzeln fließen kann, sollte man den Boden deshalb etwas auflockern und mit sanftem Strahl gießen, bis die Erde sich vollgesaugt hat.

Pflanzen richtig wässern - Tipps und Tricks zum Gießen

Blumen im Garten werden mit Gießkanne begossen
gartenarbeit - blumengießen © emmi - www.fotolia.de

An heißen Sommertagen lassen Balkonblumen schnell die Blätter hängen. Und auch die Pflanzen im Beet brauchen eine Extradosis Wasser. Beim Gießen kann man aber auch Fehler machen.

Pralle Sonne meiden

Viele Pflanzen lechzen schon am Mittag nach Wasser. Mit dem Gießen sollten Gärtner sich aber Zeit lassen. Denn in der Hitze verdunstet das Wasser, bevor es überhaupt die Wurzeln erreicht hat. Außerdem können Wassertropfen auf den Blättern wie ein Brennglas wirken. Speziell bei Pflanzen mit behaarten Blättern führt dieser Effekt zu großen Schäden.

Am besten morgens gießen

Wasser auf den Blättern ist generell nachteilig für die Pflanze. Im feuchtwarmen Milieu haben Pilze und Bakterien leichtes Spiel. Am besten gießt man deshalb morgens, dann können die Blätter mit der ansteigenden Temperatur schneller trocknen.

Den Wurzelbereich wässern

Statt die ganze Pflanze zu wässern, sollte man gezielt den Wurzelbereich gießen. Ist die Erde bereits stark ausgetrocknet, gibt man das Wasser zunächst schluckweise. Wenn der Boden aufnahmefähiger ist, durchdringend wässern. Nur so können die Pflanzen ihr Wurzelwerk bis in die Tiefe ausdehnen und Trockenperioden aus eigener Kraft überstehen. Wer täglich nur die Oberfläche benetzt, macht die Pflanze von der Wassergabe abhängig, da sie keine Tiefenwurzeln entwickelt.

Bewässerung mit Regenwasser

Wenn Sie Wasser aus Ihrem Wasserhahn entnehmen, dann zahlen Sie dafür einen doppelten Preis. Denn der Preis für jeden Kubikmeter Trinkwasser setzt sich sowohl aus den Kosten für Wasser, als auch aus denen für Abwasser zusammen.

Dabei gehen die Wasserwerke davon aus, dass Wasser nach dem Gebrauch auch wieder in die Kanalisation eingeleitet wird; bei Spülwasser, Duschwasser oder dem Wasser für die Waschmaschine ist dies zum Beispiel auch der Fall.

Das Wasser, mit dem Sie Ihren Garten gießen, versickert aber im Erdreich, und wird nicht in die Kanalisation zurück geführt. Die Frage ist also berechtigt, warum Sie dafür Abwassergebühren entrichten sollten.

Gerade in den Sommermonaten erhöht sich der Wasserverbrauch einer Immobilie mit Garten oder Gartenanteil meist spürbar. Es fallen also tatsächlich Kosten an.

Anschaffung einer Regentonne

Wertvolles Regenwasser sammeln kann man ganz einfach, indem man eine Wassertonne oder mehrere Wassertonnen aufstellt, und über die Regenrinne Regenwasser einleitet und dort sammelt. Solche Tonnen sind je nach Größe und Fassungsvermögen schon für um die 50 EUR in Baumärkten zu erhalten.

Sie bestehen aus langlebigem Kunststoff und sind eine Investition für die nächsten 10 bis 20 Jahre. Die Verwendung ist denkbar einfach: mit einem Hahn kann Wasser aus der Tonne abgelassen und in Gießkannen eingefüllt werden. Damit können Sie Ihren Garten ohne Kosten gießen. Die Anschaffung der Tonne amortisiert sich meist schon in der ersten oder zweiten Saison.

Ein Irrtum ist es zu glauben, dass das Wasser in der Tonne an Qualität verliert oder gar schimmelt. Natürlich geraten über die Regenrinne auch etwas Staub und Blätter in das Wasser.

Da dieses aber ständig erneuert wird, nimmt die Wasserqualität keinen Schaden, zumal das Wasser ja auch nicht als Trinkwasser genutzt wird. Technisch versierte Gartenbesitzer installieren eine Elektropumpe an oder in der Wassertonne, und können so ihren Garten wie gewohnt mit dem Wasserschlauch gießen, ohne schwere Gießkannen tragen zu müssen.

Wer ein größeres Budget zur Verfügung hat, der kann sich auch eine Zisterne im Garten einbauen lassen. Dieser unterirdische Wassertank speichert immens große Mengen Regenwasser, die mit Sicherheit auch in den trockensten Monaten zur Bewässerung ausreichen.

Wasser und Geld sparen im Garten: Regenwasser optimal nutzen

Grüne Regentonne an Hauswand
regentonne - rain barrel © Cornelia Pithart - www.fotolia.de

Bei anhaltender Hitze und Trockenheit bleibt Gartenbesitzern nichts anderes übrig, als Rasenflächen, Blumen, Hecken und Stauden zu bewässern. Dabei sollte man aber auch daran denken, Wasser zu sparen. Dies schont die Umwelt und das Portemonnaie.

Verdunstung vermeiden

Wer den Garten in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden gießt, verringert die direkte Verdunstung. Auch eine Bodenbedeckung, wie etwa eine dicke Rindenmulchschicht, lässt weniger Feuchtigkeit aus dem Boden austreten.

Spezielle Mulchfolien sorgen im Nutzgarten für ein gleichbleibendes Klima, das den Pflanzen hilft und die Verdunstung erheblich reduziert.

Regenwasser nutzen

Im Garten und auch auf dem Balkon empfiehlt es sich, möglichst Regenwasser zu benutzen. Dies spart kostbares Trinkwasser und senkt die Wassergebühren. Zudem vertragen zahlreiche Pflanzen Regenwasser besser als gechlortes und kalkreiches Leitungswasser.

Richtig wässern

Vom Rasensprengen ist abzuraten, da dabei zu viel Wasser verdunstet und die Pflanzen selbst zu wenig Flüssigkeit erhalten. Stattdessen sollten Gärtner einmal in der Woche eine intensive Bewässerung in den Abendstunden vornehmen, bei der sie das Wasser langsam zuführen. Der Boden sollte danach 15 bis 20 Zentimeter tief gut durchfeuchtet sein.

Rasen hat den höchsten Bedarf an Wasser. Wer Rasen durch alternative Pflanzungen ersetzt, kann zusätzlich Wasser sparen.

Regelmäßiges Harken

Auch regelmäßiges Harken trägt dazu bei, dass Pflanzen das Wasser besser aufnehmen. Hacke und Grubber zerstören die feinen Wasserkanäle (Kapillare) in der obersten Erdschicht und senken so die Verdunstung. Am effektivsten ist diese Arbeit nach längeren Regenfällen, wenn der Boden besonders viel Wasser aufgesogen hat.

Pflanzen sollten ihr Wasser zudem nicht einfach von oben erhalten. Sonst werden sie zwar geduscht, aber können das Wasser kaum nutzen. Damit sie möglichst viel Wasser aufnehmen, ist es erforderlich, direkt im Wurzelbereich langsam zu gießen.

Geräte zur Gartenbewässerung - von Gießkanne bis Wassersprenger

Jeder kennt sie, die gute alte Gießkanne und den althergebrachten Gartenschlauch. Das sind die einfachsten Mittel, einen Garten zu bewässern.

Gärten sind so individuell und unterschiedlich wie ihre Besitzer. Nicht die Größe, sondern auch die Bepflanzung entscheidet über die richtige Bewässerung.

Neben dem Wassersprenger gibt es viele Geräte zum Bewässern, welche die Gartenarbeit erleichtern. Die Gartenspritzpistole oder eine Handbrause kommen mit einer Steckkupplung auf den Gartenschlauch. Sie werden durch einen Drücker betätigt, können in der Regel stufenlos von Sprühstrahl auf Vollstrahl gestellt werden und lassen sich zum Bewässern feststellen.

Gießkanne und Gartenschlauch

Das Bewässern mit Gießkanne und Gartenschlauch stellt die traditionelle Bewässerungsmethode dar. Der große Vorteil ist, dass sie recht preisgünstig umzusetzen ist. Wer sich für den Schlauch entscheidet, benötigt noch einen Wasserhahnanschluss.

Für das Gießen mit Gießkanne entscheidet man sich in der Regel, wenn die Gartengröße oder die Pflanzenmenge nicht sonderlich groß ausfällt, da diese Methode ansonsten sehr aufwändig ist. Zudem ist sie oft das Mittel der Wahl, wenn man Regenwasser in einer Tonne gesammelt hat.

Nutzt man eine Pumpe, kann man das Bewässern mit Regenwasser auch mithilfe eines Schlauchs durchführen. Häufig jedoch erweist sich diese Methode als unhandlich; zudem können die Pflanzen durch den Schlauch auch beschädigt werden. Ein großer Vorteil ist wiederum der, dass sich an den Schlauch verschiedene Regner-Varianten anschließen lassen.

Der Sektorenregner

Mit einem so genannten Sektorenregner werden bestimmte Abschnitte im Garten bewässert. Ein Viereckregner ist für Kleinstflächen gedacht; damit lässt sich auch eine schmale Bewässerung einstellen.

Für größere Flächen eignen sich der Flächenregner und der Kreisregner. Bei manchen Flächenregnern lassen sich verschiedene geometrische Flächen einstellen. Mit dem 2-Wege-Verteiler können zwei Anschlussgeräte betrieben werden.

Ein Sektorenregner ist für die Bewässerung bestimmter Abschnitte geeignet

Die Bewässerungsuhr

Mit einer Bewässerungsuhr kann man einige Tage bewässern. Sie verfügt über eine Start- und Abschalteautomatik und sie bewässert bis zu drei Stunden.

Das ist besonders sinnvoll, wenn man unterwegs ist und auch niemanden hat, der einem den Garten bewässern kann. Man findet auch solarbetriebene Bewässerungsuhren und Bewässerungscomputer.

Der Bodenfeuchtsensor

Ein Bodenfeuchtsensor ist sehr praktisch, so weiß man genau, wann man bewässern muss und wann der Boden noch genug Feuchtigkeit aufweist. Das kann unter Umständen Wasser sparen.

Auf eintretenden Niederschlag reagiert ein elektronischer Regensensor. Dieser kann dann in die Bewässerungssteuerung mit einbezogen werden. Eine Urlaubsbewässerung für Kübelpflanzen findet man als Komplettset; sie wird über eine Zeitschaltuhr gesteuert.

Dieses Bewässerungssystem gibt es auch für den Balkon für die Blumenkästen. Auch speziell für die Terrasse werden elektronisch gesteuerte Bewässerungssysteme angeboten.

Der Perlregner

Ein so genannter Perlregner gewährleistet eine wassersparende Bewässerung von Pflanzreihen. Er funktioniert schon bei geringem Wasserdruck.

In Verbindung mit einem Bewässerungscomputer wird der Wasserverteiler eingesetzt. In mehreren Strängen kann hiermit das Wasser verteilt werden; dabei wird der unterschiedliche Wasserbedarf von einzelnen Pflanzenbereichen berücksichtigt. Ein Versenk-Regner wird im Boden versenkt und besprengt so die Rasenfläche. Manchmal fehlt die Reichweite, um an jede Pflanze zu kommen, dafür eignet sich ein Gießstab.

Unterflur- bzw. Tröpfchenbewässerung

Die Unterflur- oder auch Tröpfchenbewässerung wurde im Süden Europas entwickelt. Sie kam zunächst vorwiegend im gewerblichen Bereich zum Einsatz, wird mittlerweile aber auch immer häufiger in privaten Gärten genutzt.

Bei dieser Methode setzt man, in der Regel unterirdisch, Rohre ein, an denen sich Auslässe befinden. Aus diesen werden Wassertropfen in eine Bodentiefe von etwa 10 Zentimeter abgegeben. So können die dortigen Pflanzen sowie deren Umgebung bewässert werden.

Diese Bewässerungsmethode eignet sich vor allem für größere Flächen. Von Vorteil ist die Möglichkeit, die Wasserzufuhr präzise auf die jeweilige Pflanze abzustimmen. Es werden lediglich die Wurzeln benetzt, sodass man keine Verdunstungsverluste befürchten muss. Die Rohre können auch oberirdisch verlegt werden, was was nicht ganz so aufwändig und besonders bei Gärten, die einen ungüngstigen Zuschnitt aufweisen, zu empfehlen ist.

Fazit

Welche Anschaffung eines Bewässerungsgerätes sinnvoll ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Für welchen Zweck sie gebraucht werden und auch die Vorlieben des Hobbygärtners spielen eine entscheidende Rolle.

Wann sich eine automatische Bewässerungsanlage lohnt

Ein eigener Garten macht Freude, aber er kann den Gartenbesitzer auch vor Probleme stellen. Wer einen großen Garten hat und damit viele Pflanzen, ist in der warmen Jahreszeit wirklich gut beschäftigt.

Wenn manuell gegossen werden muss, kann das richtig viel Arbeit sein. Das Schleppen von Gießkannen ist mühselig und belastet auch den Rücken. Aber auch ein Gartenschlauch kann nerven, man muss ihn ständig hinter sich herziehen und er kann sich überall verheddern.

Vorzüge der automatischen Bewässerungsanlage

Da kann eine automatische Bewässerungsanlage das Leben enorm vereinfachen. Wirklich problematisch ist es bei Abwesenheit oder wenn man in den Urlaub fahren möchte. Meist ist es ja nicht nur der Garten, sondern auch Kübelpflanzen, die gegossen werden müssen. Vielleicht findet man sogar eine Person, die das Gießen übernimmt.

Dann kann es aber sein, dass sie mit dem Garten, den Pflanzen und eben dem richtigen Gießen nicht vertraut ist und die Pflanzen bei der Heimkehr vertrocknet oder übergossen und kaputt sind. Beides ist sehr ärgerlich und die jahrelange Arbeit umsonst.

Auch für Senioren kann eine automatische Bewässerungsanlage eine echte Erleichterung sein. Mit zunehmendem Alter können die Gartenarbeit und damit auch die Bewässerung zusehends schwerer fallen.

Ebenso gesundheitliche Gründe oder ein Krankenhausaufenthalt des Gartenbesitzers können dafür sorgen, dass der Hobbygärtner ausfällt. Dann ist eine automatische Bewässerungsanlage sehr hilfreich.

Welches Modell ist das richtige?

Nun gilt es nur noch, sich für die richtige Bewässerungsanlage zu entscheiden. Das ist gar nicht so einfach, denn das Angebot ist groß und damit auch etwas unübersichtlich. Es gibt unterschiedliche Systeme und damit auch Vor- und Nachteile.

Als bedenklich können Systeme eingestuft werden, die über die Wasserleitung funktionieren. Wenn es da einmal zu Problemen kommt, beispielsweise mit der Elektronik oder ähnlichem, könnten erhebliche Mengen an Wasser verloren gehen.

Es ist besser, so scheint es, wenn die Bewässerungsanlage aus einem Brunnen oder einer Zisterne gespeist wird; damit wird dann auch noch Wasser und Abwasser gespart. Am besten lässt man sich von einem Fachmann beraten.

Tipps zur Gartenbewässerung

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: watering the plants with a garden hose © itestro - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: arrosage du jardin © AlexQ - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Rasen wässern © Marco2811 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sprinkler © fotoedgaras - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: rasensprenger © cede - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sprenkler © Thomas Weitzel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sprinkler watering lawn grass © John Casey - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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