13. Oktober 2009
Hannover (humannews) – Patienten mit Heuschnupfen durch Gräser oder mit allergischem Asthma sollten bei den jetzt im Herbst anfallenden Gartenarbeiten auf sich Acht geben, damit ihre Krankheitsbeschwerden sich nicht verschlechtern. Spezielle Verhaltenstipps geben die Lungenärzte der Deutschen Lungenstiftung in Hannover.

Unbeschwerte Gartenarbeit trotz Allergie
"Man muss sich bewusst sein, dass die Belastung mit Pollen durch Pflanzen im eigenen Garten etwa zehnmal größer ist, als durch Pflanzen, die außerhalb des Grundstückes – also weiter weg - stehen", erläutert Prof. Harald Morr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lungenstiftung. "Wer unter einer Pollenallergie leidet, sollte daher die Anzahl Pollen bildender Pflanzen im eigenen Garten limitieren bzw. sie möglichst weit entfernt vom Hauseingang, anderen Türen und Fenstern positionieren. Wenn möglich kann man auch bevorzugt weibliche Pflanzen wählen, die die heran gewehten Pollen der männlichen Vertreter ihrer Art auffangen, so dass diese nur noch in geringerem Ausmaß ins Haus gelangen können."
Auf sichere Sorten für Allergiker ausweichen
Bestimmte Pflanzenarten können Asthmabeschwerden auslösen, in Gegenwart anderer Gewächse treten hingegen eher keine Beschwerden auf. "Fuchsschwanz, Sonnenhut, Holunder, Wachholder, Pfingstrosen, Mohnblumen und Liguster gehören zum Beispiel zu den Sorten, die Atemnot verursachen können", berichtet Morr. "Besser wäre es, sich stattdessen mit Azaleen, Begonien, Bougainvillea, Gladiolen, Ringelblumen, Stiefmütterchen, Löwenmäulchen oder Veilchen zu umgeben. Und als Frühlingsblüher sind Narzissen und Tulpen übrigens sehr viel besser geeignet als Krokusse, auf deren Pollenstaub viele Patienten allergisch reagieren."
Zum Überwintern kein Stroh verwenden
Bei Staub aufwirbelnden Arbeiten wie dem Anlegen neuer Beete, Umtopfen oder Bodenumgraben und vor allem beim Ausleeren Laub enthaltender Behälter ist es für Allergiker empfehlenswert, eine Atemmaske bzw. Schutzbrille zu tragen. "Aber auch durch häufiges Bewässern lässt sich die Menge an Allergenen und Schimmelpilzen in der Atemluft reduzieren", betont Morr. "Wer eine Allergie gegen Gräserpollen hat, sollte zum Winterfestmachen der Pflanzen natürlich auch kein Stroh verwenden, sondern die Schützlinge lieber mit z.B. Jutesäcken abdecken."
Weitere, ausführliche Informationen über Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung von Pollenallergien und allergischem Asthma bronchiale finden Betroffene und Interessierte im Internet unter www.lungenaerzte-im-netz.de.
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