3. November 2011
Damit der Stoffwechsel einer Pflanze funktionieren kann, werden Licht und Wasser benötigt. Doch auch die Beschaffenheit des Bodens, aus dem die Wurzel lebenswichtige Nährstoffe zieht, spielt für das Pflanzenwachstum eine große Rolle. Um einen Nährstoffmangel oder –überschuss im Boden zu verhindern, kommt es darauf an, dem Boden mit der richtigen Düngerart in der auf die Pflanze abgestimmten Menge Nährstoffe zuzuführen.
Pflanzennährstoffe lassen sich in Hauptnährstoffe und Spurenelemente einteilen. Zu den Hauptnährstoffen gehören Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Magnesium und Schwefel. Eisen, Mangan, Kupfer, Zink, Bor, Molybdän und Chlor zählen zu den Spurenelementen. Damit der Gartenbesitzer die Nährstoffverhältnisse seines Gartenbodens kennt, ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit Bodenproben zu entnehmen und diese untersuchen zu lassen. Dies kann beispielsweise bei einem Gartenbauverein geschehen. Von dort kann der Gärtner Düngeempfehlungen einholen, sofern er bei Abgabe der Bodenprobe weiß, welche Pflanzenarten er anbauen möchte.
Dünger kann der Pflanze in mineralischer oder organischer Form bereitgestellt werden. Wichtig ist, dass dies zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Zusammensetzung geschieht. Mineraldünger werden als Einzeldünger oder als Mehrnährstoffdünger angeboten. Ein sogenannter Volldünger versorgt den Garten auf die einfachste Art, da dieser eine ausgewogene Zusammensetzung aller Nährstoffe und Spurenelemente besitzt. Die meisten Bodenanalysen ergeben, dass ein Volldünger möglichst phosphat- und kaliumarm ausgewählt werden sollte, da viele Gartenböden ohnehin eine Überversorgung durch Phosphor und Kalium aufweisen. Die wichtigsten mineralischen Dünger sind also Stickstoff und Magnesium.
Allerdings müssen auch diese beiden Düngemittel richtig dosiert sein. Ein Stickstoffmangel schmälert das Pflanzenwachstum und den Ernteertrag, eine Überdosierung hingegen macht die Pflanze krankheitsanfälliger. Außerdem würde der Nitratgehalt im Boden steigen, wovon aus ökologischer Sicht abzuraten ist. Stickstoffgaben sind nur während der Vegetationszeit empfehlenswert, da dieser Dünger sich nicht im Boden speichern lässt.
Organische Dünger entstehen aus tierischen und pflanzlichen Abfallprodukten. Ihre Zusammensetzung ist sehr unterschiedlich und im Gegensatz zu mineralischen Düngern wirken sie zeitverzögert. Damit die Pflanze einen organischen Dünger nutzen kann, müssen Mikroben die Nährstoffe erst entsprechend umwandeln. Zu den organischen Düngern zählen Kompost, Gründüngungspflanzen oder Stallmist, aber auch Ernterückstände. Die Zugabe von organischen Düngern führt zu einer deutlichen Verbesserung des Humusgehaltes im Boden, auf zusätzliche Phosphorgaben kann häufig verzichtet werden.
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