3. März 2009
Damit Balkonpflanzen über viele Monate hinweg farbenfroh blühen können und auch noch im folgenden Jahr den Balkon zu einem Blickfang machen, muss auf die richtige Pflege geachtet werden. Dabei kommt es einerseits auf die Art der Pflanze und ihre Bedürfnisse an und zum anderen auf die Jahreszeit und die Witterung.

Die richtige Pflege beginnt bereits mit der Standortwahl. Es gibt Balkonpflanzen, die nur an sonnigen oder halbschattigen Standorten blühen. Andere dagegen vertragen die direkte Sonne nicht und leben lieber im Schatten. Vollsonnige Standorte bevorzugen unter anderem Petunien oder Husarenköpfchen. Auch die unter Balkonbesitzern sehr beliebten Geranien blühen am besten unter Sonneneinstrahlung. Das Fleißige Lieschen dagegen liebt den Halbschatten, Begonien sind typische Schattenpflanzen.
Wie jede Pflanze kommen auch Balkonblumen nicht ohne Wasser aus. Je nach Sorte brauchen sie mal mehr und mal weniger Wasser. Wichtig ist allerdings immer ein regelmäßiges Gießen, wobei die Blumenerde eher feucht als nass gehalten werden sollte. Damit sich kein Stauwasser in den Blumengefäßen bildet, welches Wurzeln und Pflanze verfaulen lässt, sollte jeder Balkonkasten und -topf über eine Entwässerungsmöglichkeit verfügen. Überschüssiges Wasser kann so aus der Erde abgegeben werden.
Ein wichtiger Bestandteil der richtigen Pflege ist der Schutz gegen Witterung. Keine Balkonpflanze ist resistent gegen Sturm, Hagel oder ergiebigen Regen. Bei solchen Wetterlagen sollten Balkonpflanzen an einer überdachten Stelle im Windschatten stehen, auch eine kurzfristige Unterbringung im geschützten Keller kann sinnvoll sein.
Mehrjährige Pflanzen, die nicht frosthart sind, sollten mit Einsetzen des ersten Nachtfrostes in den Keller gebracht werden und dort überwintern. Damit die Pflanzen allerdings auch zur Winterruhe kommen, sollte die Kellertemperatur höchstens bei 10 bis 12 Grad Celsius liegen. Unter diesen Bedingungen können zum Beispiel Geranien oder Fuchsien gut über den Winter kommen.
Aber auch frostbeständige Pflanzen, zu denen unter anderem Oleander oder Lorbeer zählen, können nicht ohne weiteres eine längere Frostperiode auf dem Balkon überstehen. Damit die Wurzeln durch die Kälte nicht absterben, sollten die Gefäße der winterharten Pflanzen mit Vlies oder Jutesäcken fest umwickelt werden. Der Standort sollte zudem möglichst windgeschützt sein.
Viele Balkonpflanzen geben sich mit der reinen Blumenerde zufrieden. Stellt man allerdings einen Nährstoffmangel fest, der sich zum Beispiel in der gelblichen und bräunlichen Verfärbung der Blüten zeigen kann, sollte der Blumenerde Dünger beigemischt werden. Hier kann zwischen Langzeit- und Volldünger gewählt werden. Ersterer bietet den Vorteil, dass der Pflanze über einen langen Zeitraum kontinuierlich Nährstoffe zugeführt werden. Der Volldünger eignet sich vor allem dann, wenn mit der Düngung erst im Sommer begonnen wird oder die Pflanze einen speziellen Nährstoffbedarf hat.
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