Weniger Nebel an Kalifornien's Küsten: Mammutbäume in Gefahr

Die Redwoods brauchen den Nebel zum Überleben - zukünftig möglicherweise weniger Mammutbäume

Von Laura Busch
25. Februar 2010

Die sogenannten Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) gehören zu den touristischen Attraktionen Kaliforniens. Sie werden bis zu 110 Meter hoch und die ältesten von ihnen haben bereits über 2000 Jahre auf dem Buckel.

Jetzt sind die hölzernen Riesen jedoch akut bedroht. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Sommernebel an den Küsten deutlich verringert. Messungen zufolge ist die durchschnittliche Zahl der Nebelstunden im Sommer seit 1901 von 56 Prozent auf 42 Prozent gefallen. Umgerechnet sind das etwa drei Stunden weniger Nebel pro Tag.

Die Küstenmammutbäume - auch Redwoods genannt - sind jedoch auf den Nebel unbedingt angewiesen. Er verhindert, dass zu viel Wasser aus den Bäumen verdunstet und führt ihnen auch direkt Wasser zu. "Mit nachlassendem Nebel werden die Mammutbäume nicht gleich aussterben, aber womöglich werden weniger neue Bäume nachwachsen", erklärt Todd Dawson von der University of California. Ob der schwindende Nebel ein natürliches Phänomen ist, oder ob dies auf den Klimawandel zurückzuführen ist, ist noch nicht restlos geklärt.