Beschreibung, Nutzung und Verbreitung verschiedener Baumarten

Landschaftsbild Waldlichtung in Oesede

Von Ahorn bis Zypresse - Ein Überblick über die unterschiedlichen Arten von Bäumen sowie deren Nutzungsmöglichkeiten

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  • von Paradisi-Redaktion

Bäume sind wichtig für alles Leben auf der Erde. Sie produzieren Sauerstoff und sind Lebensraum für viele Tierarten und Pflanzen. Den Menschen spenden Bäume seit jeher Schutz, Nahrung, Brennholz und heilende Teezutaten bzw. Tinkturen aus Rinde oder Blättern.

Verschiedene Lebensräume

Rund 30% der Erdoberfläche ist bewaldet. Vorherrschend sind große Mischwälder aus Laub- und Nadelgehölzen.

In der südlichen Hemisphäre befinden sich weitläufige Tropenwälder mit immergrünen Laub- und Nadelbäumen. Durch die Wärme, Feuchtigkeit und die fehlenden Jahreszeiten wächst der tropische Wald sehr schnell und üppig.

In den Wäldern der gemäßigten und holarktischen Zonen auf der Nordhalbkugel sind die Laubbäume sommergrün und werfen in der Ruhephase im Herbst das Laub ab. Eine Ausnahme bilden die immergrünen Nadelbäume, die einen eigenen Zyklus zum Wechsel der Nadeln haben.

Jeder Baum braucht einen idealen Standort zum Leben

Nahaufnahme junge Pflanze in Erde auf weißem Hintergrund
junge Pflanze © blacksock - www.fotolia.de

In Deutschland gibt es viele Gastwirtschaften mit Biergärten, in denen der Besucher unter alten Kastanienbäumen seine Maß trinkt. Doch die Stadtbäume wie Linden, Platanen und auch Kastanien sind durch die Klimaveränderungen in ihrem Bestand bedroht. Stadtbäume müssen resistent gegen Hitze und Kälte sein.

Dazu haben Wissenschaftler untersucht wo Bäume am besten wachsen. Sie pflanzten Bäume in kühleren Gegenden wie Münchenbernsdorf und Hof, in regenreichen Gebieten wie Kempten und in einem mehr mediterranen Klima wie Würzburg. Die Stadtbedingungen bedeuten für Bäume Stress. Während die Bäume früher 60 bis 80 Jahre alt wurden, hat sich die Lebensdauer inzwischen verkürzt.

Baumarten, die den Stadtbedingungen besser entsprechen sind etwa der Perlschnurbaum, der Ginkgo der Lederhülsenbaum, der Dreizahn-Ahorn und die nordamerikanische Rotesche. Es ist inzwischen schon eine Wissenschaft für sich, die richtige Auswahl für die Straßenbepflanzungen einer Stadt auszusuchen. Deshalb sind derartige Untersuchungen für Städte wichtig. Allein in Würzburg gibt es rund 15.000 Bäume, in München sind es gar 109.000.

Die Untersuchungen laufen bis zum Jahr 2021. Währenddessen werden die Bäume zweimal jährlich im Stammumfang und der Krone vermessen und ihre Blätter, der Boden, sowie der Befall von Schädlingen kontrolliert. Die Kosten für diese Forschung betrugen bisher 450.000 Euro. Ergebnisse stehen noch nicht fest. Doch schon gibt es mögliche Unterschiede im Standort. Die Bedingungen sind verschieden und Bäume müssen je nach Bedingung gepflanzt werden.

Nutzungsmöglichkeiten

Holz wird schon seit Jahrtausenden von Menschen verwendet. Neben Brennstoff, Papier oder Zellulose wird Holz auch in

  • der Bauwirtschaft
  • verschiedenen Industriezweigen oder
  • im Kunsthandwerk

verwendet. Immer häufiger werden Bäume auch zur Schutzbepflanzung gegen Stürme oder Erdrutsche genutzt. Viele besondere Baumarten sind prachtvolle Zierbäume in

Die Abholzung großer Wälder vernichtet die Lebensräume vieler Tiere und Pflanzen und verändert das Weltklima dramatisch. Um dem wachsenden Bedarf der Holz verarbeitenden Industrie gerecht zu werden, sind weltweit Plantagen mit schnell wachsenden Baumarten vorhanden.

Gab es vor 55 Millionen Jahren schon breite Waldflächen?

Naturaufnahme Wald im Gegenlicht
Wald im Gegenlicht © Hubert Körner - www.fotolia.de

Geowissenschaftler aus Deutschland haben in der kanadischen Arktis Bäume entdeckt, die vor rund 55 Millionen Jahren existiert haben.

Zu dieser Zeit war diese Region mit Nordamerika und Europa verbunden. Die Bäume sind zum Teil anderthalb Meter hoch, viele liegen auf dem Boden herum und weisen deutliche Spuren von Jahresringen auf.

Laut einem Referenten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe seien die Funde ein Indiz dafür, dass es zur damaligen Zeit bereits ausgedehnte Waldflächen gab.

Werden Bäume in der Zukunft zu Energiequellen?

Ansicht von unten: großer Laubbaum im Sonnenlicht
baum © Silvia Schwarz - www.fotolia.de

Bäume als Lieferanten für Energie? Was sich etwas utopisch anhört, scheint laut der Wissenschaftler des Massachusetts Institut of Technology durchaus möglich sein. Ähnlich wie bei der "Kartoffel-Batterie", die viele in der Schule bereits herstellen durften, funktioniert auch bei den Bäumen das Prinzip der Energieherstellung.

Für beide benötigten Elektroden zur Energiegewinnung genügt ein Metall, das jeweils im Baum selbst und in der Erde eingebracht wird. Der durch den Stoffwechsel des Baumes und des Bodens entstehende unterschiedliche PH-Wert, führt schlussendlich zur Entstehung der Energie, die derzeit knapp unter der Ausbeute aus einer AA-Batterie liegt.

Verschiedene Projekte sind bereits in Sachen "Energiequelle Baum" am Laufen, so etwa auch ein Projekt, das Waldbrände durch die Abgabe eines Funks zur Meldung bringen kann.

Rotes Laub in Amerika, gelbes in Europa und die Frage nach dem Warum

Insekten und eine Carotinoid-Produktion sind die Ursache für gelbes bzw. rotes Laub

Eichenfrüchte auf buntem Herbstlaub
nuts on a leaf background © Kristian Peetz - www.fotolia.de

Wissenschaftler sind einmal der Frage näher auf den Grund gegangen, weshalb sich im europäischen Raum die Blätter der Laubbäume gelb und in den USA dagegen rot färben. Tatsächlich fanden die Forscher eine Erklärung zu diesem Thema, dass nicht nur bei Kindern einen Aha-Effekt auslösen wird. Es sind die Insekten, die hier in der Evolution dafür gesorgt haben, dass sich die Blätter mal in gelblichen Tönen oder dann in fast schon einem signalfarbenen Ton verfärben.

Ursache für unterschiedliche Blattfärbung

Während in Europa die Gebirge sich von West nach Ost erstrecken, konnten sich die Insekten nicht ins Warme zurückziehen und stellten im Winter für die Bäume keine Gefahr der Schädigung dar bzw. ließen die Bäume resistent werden. In Amerika hingegen finden sich die Bergketten von Nord nach Süd und ließen einst die Insekten ins wohlig Warme abwandern sobald die Kälte kam.

Damit die Bäume nicht der Gefräßigkeit der Insekten zum Opfer fallen könnten, entwickelten sich mit der Zeit verstärkt Carotinoide in den Blätter, die für die rote Farbe verantwortlich sind und als Abwehrmechanismus der unterschiedlichsten Insekten fungieren. Folglich produzieren die Bäume vor dem Blattabwurf eine rote Farbe zur Abschreckung.

Was die Jahresringe der Bäume verraten

Zwei kleine Schwestern umarmen Baum
Sisters hugging a tree © Linda More - www.fotolia.de

Aufgrund der Jahresringe von Bäumen, besonders bei den Eichen, können Forscher erkennen, wie das Klima war. So sind die Ringe bei einer Trockenheit schmaler, als wenn das Jahr mehr Niederschläge brachte. Die Forscher haben so das Klima bis in das Jahr 996 zurückverfolgen können. Dazu haben sie altes Gebälk in Schlössern und Kirchen untersucht.

Im Mittelalter, etwa bis zum Jahr 1300, muss es in Europa sehr warm und feucht gewesen sein, wie die breiten Jahresringe beweisen. Sogar in Schottland konnte offenbar Wein angebaut werden. In den Jahren 1315 bis 1317 herrschte in Europa eine Dürrezeit, während der viele Menschen unter Hunger litten. Vierzig Jahre später waren wiederum viele feuchte und warme Sommer festzustellen. Dadurch konnte sich mit dem Rattenfloh auch die Pest in Europa stark ausbreiten, an der etwa ein Drittel der damaligen Bevölkerung verstarb.

Sauberes Trinkwasser herstellen

Die Samen des Meerrettichbaums fungieren als natürlicher Filter bei der Herstellung von Trinkwasser

Landschaftsbild Spreewald mit dem Fluss
Spreewald © T. Lieder - www.fotolia.de

Die Organisation "Clearinghouse" beschäftigt sich mit dem Problem der Trinkwasseraufbereitung. Und so kann man, wie Michael Lea, ein Mitglied dieser Organisation berichtet, auch mit Hilfe des Meerrettichbaumes preiswert aus schmutzigen Wasser Trinkwasser zubereiten. Da der Meerrettichbaum auch in den Ländern wächst, wo das Trinkwasser knapp ist, so in Indien, Afrika und Lateinamerika, bietet sich diese Methode an.

Baumsamen binden im Wasser enthaltenen Bakterien

Aus dem Samen des Baumes wird heute schon das Öl in der Kosmetikbranche verwendet und auch die Früchte enthalten viele Vitamine und Nährstoffe.

Aber was man nicht wusste: wenn man die Samen zu einem Pulver zerreibt und dieses mit Trinkwasser zu einer milchigen Lösung verrührt und nach dem Filtern in das schmutzige Wasser schüttet, so werden dort die Bakterien und Schmutzteilchen gebunden und darüber sammelt sich dann das eigentliche Trinkwasser an, das dann zu 99 Prozent sauber ist.

Man kennt eigentlich schon seit Jahren diese Funktion, doch wird sie aus Unkenntnis zu wenig angewendet, so dass viele Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser haben und dadurch auch etwa zwei Millionen Menschen im Jahr, meistens Kleinkinder, sterben müssen. Der Baum kann zwar nicht die Wasserknappheit beseitigen, aber für besseres und sauberes Trinkwasser in bestimmten Gebieten sorgen.

Gummibaum-Blatt in Metallcarbid umgewandelt - Blatt ist magnetisch

Stabiles Blatt durch Umwandlung in magnetische Form - Übertragung auf andere Naturstoffe denkbar

Blätter einer Pflanze werden abgewischt
gummibaum pflege baum wischen © buttongirl - www.fotolia.de

Wie so oft ist die Natur das Vorbild für die Wissenschaft. Nun haben sich die Wissenschaftler die Struktur eines Gummibaum-Blattes zu Nutzen gemacht, um ein enorm stabiles Gerüst aus Metallcarbid herzustellen.

Verfahren zur Erhaltung der Blattstruktur

Bislang war es kaum möglich, magnetisches Eisencarbid in filigrane Strukturen zu bringen, weil es sich als zu stabil erwies. Nun hat eine Forschertruppe des Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung genau das geschafft. Dazu haben sie die filigranen Strukturen der Natur genutzt.

Das skelettierte Gummibaumblatt wurde in Eisenacetatlösung getaucht. Dann wurde es bei 40 °C luftgetrocknet, dann mit Stickstoff begast und im Folgenden auf 700 °C erhitzt. Durch dieses Verfahren konnte die Blattstruktur erhalten bleiben.

Durch dieses Verfahren konnte das Blatt zum großen Teil in Eisencarbid umgewandelt werden. Lediglich ein wenig Kohlenstoff ist noch enthalten. Das Blatt hat nun ebenfalls die magnetischen Eigenschaften des Eisencarbids – das Blatt ist also umgewandelt und magnetisch.

Theoretisch müsste dieses Verfahren mit allen Naturstoffen kombinierbar sein, die Kohlenstoff enthalten. Dadurch wäre es denkbar, enorm schmale und dünne Konstrukte aus Metallcarbiden zu produzieren. Dies war bislang nicht möglich.

Herbst - Mehr gelbe als rot gefärbte Blätter?

Rotfärbung der Blätter im Herbst erfolgt durch Sonneneinstrahlung

Gelbes Herbstblatt auf rotem, darauf ein Wassertropfen
autumn droplet © Anyka - www.fotolia.de

So langsam verfärben sich die Blätter der Bäume ins herbstliche Gelb oder Rot und segeln dann allmählich zu Boden. Der Grund für das Entblättern der Bäume ist simpel. Im Winter ist das größte Problem der Pflanzen der Feuchtigkeitsmangel. Wenn ein Baum nun seine Blätter abwirft, hat er sowohl weniger Oberfläche, über die er Feuchtigkeit verliert und natürlich auch weniger "Körper", den er mit Wasser versorgen muss.

Die verschiedenen Farbstoffe der Blätter

Bevor die Blätter allerdings abgeworfen werden, entnimmt der Baum ihnen noch das Blattgrün, das sogenannte Chlorophyll, um Nährstoffe für den Winter bereit zu halten. Ist der grüne Farbstoff verschwunden, kommen nun die anderen Farbstoffe, die ebenfalls in den Blättern vorhanden sind, zum Vorschein.

Im Normalfall sind das hauptsächlich Carotinoide, die für eine gelblich-orange Verfärbung sorgen. Ist das Blatt abgestorben, wird es braun. Die knallrote Farbe kommt nur dann zum Vorschein, wenn das Wetter besonders ist - tagsüber viel Sonne. Dann baut der Baum Zucker auf, das er in nächtlicher Kälte nicht mehr abbauen kann, so dass es sich dann rot verfärbt.

Wissenschaftler versuchen, leuchtende Bäume als Staßenlaternen zu züchten

Straßenlaternen sind meist nicht schön und fressen Strom. Warum also nicht Bäume züchten, die wie große Glühwürmchen funktionieren? Daran arbeiten gerade Wissenschaftler der Cambridge University. Sie haben Glühwürmchen und einer bestimmten Art von leuchtenden Algen Genabschnitte entnommen und zu einem "BioBrick" zusammengefügt, einem Baustein, den man dann in das Genom von anderen Lebewesen einfügen könnte.

So ist es den Forschern bereits gelungen, leuchtende E-coli-Bakterien mit einem ganzen Spektrum an Farben zu züchten. Diese produzierten schon genug lebendiges Licht, dass man dabei lesen konnte.

Mit Bäumen ist das Experiment bislang nicht geglückt. Jedoch haben Forscher aus Taiwan in einem anderen Versuch mithilfe goldener Nanopartikel bereits das Chlorophyll von Bäumen zu einem roten Glühen bringen können.

Geklonte Mammutbäume sollen das Treibhausgas Kohlendioxid speichern

Eine Umweltgruppe aus dem US-Staat Michigan will mit geklonten Mammutbäumen das Weltklima retten, denn diese Baumriesen sind in der Lage, das Treibhausgas Kohlendioxid zu speichern, so dass dadurch die globale Erderwärmung aufgehalten werden könnte.

Diese Bäume findet man sehr viel in Kalifornien, sowie auch im Pazifischen Nordwesten der USA. Jetzt konnte ein Baumzüchter aus diesen ältesten und größten Bäumen auf unserer Welt, die bis zu 3.000 Jahre alt sind, geklonte Nachkommen züchten. Aber beim Anlegen der neuen Wälder will man auf eine Mischung der Bäume achten, so dass keine reinen Monokulturen entstehen. Mittlerweile werden Redwoods und Giant Sequoias in alle Länder exportiert, so wachsen sie auch in Deutschland in einigen Parkanlagen.

"Tree-Rex": Baum in T-Rex-Form in England aufgetaucht

Hobbyfotograf fand Baum, der die Form eines T-Rex aufweist

Grafik Dinosaurier, Tyrannosaurus
dinosaure, tyrannosaure © DX - www.fotolia.de

Wenn man behauptet, dass die Dinosaurier ausgestorben seien, sollte man am besten mal den Briten Spike Malin anrufen. Während eines gemütlichen Spaziergangs in der Nähe von Norwich brach plötzlich ein riesiger Tyrannosaurus Rex aus dem hohen Gras.

Um das beschauliche Städtchen sind alle Felder bestellt und die Hecken wachsen typisch englisch absolut symmetrisch. Spike und seine Frau haben zwischen zwei Feldern jedoch Tod und Zerstörung in Form einer zehn Meter hohen Esche gefunden.

Außergewöhnliche Pflanzenwesen in England

Für jeden erkennbar, windschief und mit Efeu bewachsen gleicht der Baum einem Tyrannosaurus Rex, der sich ganz zufällig in die Grafschaft verirrt hat. Da Spike Hobbyfotograf ist, zögerte er nicht lange und machte ein Bild des grünen Rex. Ein Loch im dichten Efeubewuchs ähnelt dem gefräßigen Maul des Dinosauriers, während die Äste so ähnlich wie die Arme des Rex aussehen.

Kurzerhand taufte das Ehepaar die Esche "Tree-Rex". Neben der Esche gibt es in Großbritannien noch einen acht Meter hohen Hühnchen-Strauch in Milton sowie einen Elvis-Presley-Baum in Fairford und die Yeoviler Plumpudding-Hecke.

Der Mammutbaum "Präsident" wächst stetig weiter

Daten des Langzeitprojektes "Redwoods and Climate Change Initiative" bringen interessante Fakten zu Tage

Ansicht von unten: großer Laubbaum im Sonnenlicht
baum © Silvia Schwarz - www.fotolia.de

Der Sequoia National Park befindet sich in der Sierra Nevada im Bundesstaat Kalifornien. Dort steht der Promi der Bäume, der Präsident. Es handelt sich um einen Mammutbaum, der seit 3200 Jahren stetig weiter wächst. Der Stamm hat nahe dem Boden acht Meter Durchmesser. Der Sequoiadendron giganteum ist so hoch, dass man ihn nicht auf einmal anschauen kann.

Beeindruckende Riesen

Steve Sillett von der kalifornischen Humboldt State-Universität erklärt, dass es sich beim Präsidenten wohl um den zweitgrößten Baum weltweit handelt. Der Präsident kann mit mehr als zwei Milliarden Nadeln beeindrucken. Seine Spitze in 75 Metern Höhe wird aus Hauptästen gebildet, die die Dicke eines herkömmlichen Baumes haben. Der Stamm ist ein wenig schmaler, als der des größten Baumes, der den Namen "General Sherman" trägt.

Bäume hören nie auf zu wachsen. Riesenmammutbäume sind besonders resistent gegen alles, was Schaden anrichten kann. Es gab eine Zeit, in der die Bäume zur Holzverarbeitung gefällt wurden. Allerdings stellte sich heraus, dass das Holz nicht besonders gut geeignet war und so wurde der National Park gegründet.

Wissenschaftler nehmen Maß

Steve Silletts Forscherteam konnte herausfinden, dass die Mammutbäume schneller wachsen, wenn sie älter werden. Für diese Feststellung haben sie die Bäume vom Boden bis zur Spitze vermessen. Es wurde Daten des Langzeitprojektes "Redwoods and Climate Change Initiative" genutzt und das Team von Wissenschaftlern zählte Zapfen und nahm Maß. Die ermittelten Daten sind beeindruckend. 1530 Kubikmeter Holz machen den Präsidenten aus und er wächst auch nach 3200 Jahren immer noch weiter.

Michael Nichols ließ für eine Aufnahme vom Präsidenten den Kletterer Jim Campbell Spickler Seile am Baum befestigen, an denen die Kameras montiert wurden. So konnten atemberaubende Aufnahmen im Schnee angefertigt werden.

Neue Holzhandelsverordnung in der EU: Besserer Schutz der Wälder?

Zweige im Wald durch die Lichtsstrahlen scheinen
beams of light through forest © Paul Hill - www.fotolia.de

Die EU unternimmt weitere Schritte im Kampf gegen den illegalen Holzhandel, dem große Flächen vor allem im Dschungel zum Opfer fallen. Die neue Holzhandelsverordnung sieht vor, dass nur noch Holz eingeführt werden darf, dessen legale Herkunft nachgewiesen werden kann. In Deutschland sollen sich das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gemeinsam darum kümmern, dass die Verordnung eingehalten wird.

Holzhändler müssen Informationen zum Herkunftsland vorweisen können, zur Holzart und zum Lieferanten. Dieser muss eine gültige Konzession zum Schlagen von Bäumen besitzen. Fehlen die Nachweise, darf das Holz nicht eingeführt werden. Der illegale Holzhandel richtet in vielen armen Ländern große ökologische, wirtschaftliche und soziale Schäden an und bedroht die weltweiten Waldbestände.

Erst vor kurzem wurde in Washington das Artenschutzübereinkommen von bislang 210 geschützten Holzarten auf jetzt 477 Holzarten erweitert. Somit stehen nun mehr als doppelt so viele Baumarten unter Schutz wie zuvor. Nur wenn ihre legale Herkunft, z.B. aus Baumschulen, dokumentiert werden kann, dürfen sie importiert werden.

Augen auf beim Möbelkauf: Das FSC-Siegel zeigt nachhaltige Forstwirtschaft an

Ansicht  von unten: Licht durchfluteter Wald
green bamboo tree © alper nakri - www.fotolia.de

Wer seine Möbel im Sinne der Umwelt kaufen möchte, kann auf einige Hinweise achten. So zeigt das FSC-Zeichen laut Waldschutzorganisationen am sichersten an, dass das angebotene Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

Vorsicht geboten ist vor allem bei besonders exotischen Hölzern, Möbelstücke aus Mahagoni oder Sibirischer Lerche deuten mit großer Wahrscheinlichkeit auf Raubbau hin. Auch bei Möbeln aus Südostasien empfiehlt es sich genau auf die FSC-Zertifizierung zu achten, die eine nachhaltige Forstwirtschaft anzeigt. In Indonesien gehen jährlich beispielsweise 500.000 Hektar Wald unwiederbringlich verloren. Besonders billige Möbel sind ein Anzeichen für bedenkliche Abholzung, meist stellen Hölzer aus einheimischen Beständen eine sinnvolle Alternative dar.

Weltweit gibt es laut der Bundeszentrale für politische Bildung noch vier Milliarden Hektar Waldfläsche, allerdings verschwinden davon jedes Jahr rund fünf Millionen Hektar.

Bäume schädlich für die Umwelt?

Zweig mit grünen Blättern auf weißem Hintergrund
Branch © adisa - www.fotolia.de

Bisher war man sich sicher, dass Bäume ein wichtiger Bestandteil in der Umwelt sind. Immerhin wandeln sie CO2 in Sauerstoff um und reinigen zudem die Luft.

Doch Wissenschaftler wollen nun herausgefunden haben, dass einige Bäume neben Sauerstoff auch noch ein anderes Gas absondern, welches bei der Bildung von Feinstaub nicht ganz unschuldig sein soll: Isopren. Gerade an heißen Tagen wird besonders viel Isopren freigesetzt.

Gerade Asthmatiker haben oftmals unter dem Feinstaub zu leiden, der sich in den Lungen festsetzt und etwa solche Leiden wie Lungenkrebs hervorrufen kann. Feinstaub ist den Forschern zufolge offensichtlich ein Produkt, welches dadurch entsteht, dass Isopren durch die Sonne chemisch verändert wird und mit Stickoxiden reagiert, welche etwa durch die Abgase von Kraftfahrzeugen und Flugzeugen entsteht.

Dies stellt wieder einmal einen Grund mehr dar, weshalb die Emissionen reduziert werden sollten.

Welche unterschiedliche Baumarten es gibt und welche Merkmale diese aufweisen, haben wir im Folgenden für Sie zusammengestellt.

Ahorn

Der Ahorn ist eine Gattung der Rosskastaniengewächse. Es sind rund 100 bis 200 Arten weltweit bekannt.

Die meisten Unterarten hat der Acer-Ahorn. Diese Arten sind in den gemäßigten subtropischen Klimazonen von Nordafrika, Nordamerika und Asien beheimatet.

In China sind 60 Ahornarten endemisch. Die Ahornbestände in Europa stammen nahezu vollständig aus kultivierten Arten, da wilder Ahorn in diesen breiten nur äußerst selten vorkommt.

Der Bergahorn
Der Bergahorn
Der Spitzahorn
Der Spitzahorn

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten des Ahorns

Ahornbäume wachsen gerade und hoch. Sie haben eine glatte Rinde und sind sommergrün. An den Zweigen hängen im Frühjahr kleine, traubenartige Blütenstände mit nussartigen Samen.

Die Farbe der großen handförmigen und gezackten Blätter variiert von Grün bis zu Rottönen. Die besondere Blattform des Ahorns hat einen hohen Wiedererkennungswert. In Kanada ist das Ahornblatt das Flaggensymbol.

Ahornholz wird industriell verwertet und zu

verarbeitet. Der Bergahorn gehört zu den teuersten Edelhölzern weltweit. Aus seinem Holz werden hochwertige Musikinstrumente gefertigt. Aus dem Zuckerahorn wird der bekannte Ahornsirup gewonnen.

In Parks werden Ahorne oft als Alleenbegrenzung gepflanzt. Die aparten Bäume wachsen relativ langsam und lassen sich gut in Form trimmen.

Warum verfärben sich die Blätter des Spitzahorns im Herbst anders als andere Laubbäume?

Nahaufnahme bunte fallende Herbstblätter
autumn leaves, very shallow focus © valentinrussanov - www.fotolia.de

Im Herbst versorgen sich die Laubbäume mit wichtigen Nährstoffen aus ihren Blättern, beispielsweise Stickstoff und Mineralien, so dass diese dann die grüne Farbe, die in den Sommermonaten zur Photosynthese dienen, verlieren. Bei der Photosynthese werden mittels des grünen Farbstoffs, den man als Chlorophyll bezeichnet, aus dem Kohlendioxid der Luft und aus dem Wasser des Bodens Nährstoffe aufgebaut. Durch den Abbau des Chlorophyll kommt es dann zu den herrlichen Farbspielen der Blätter.

Doch warum verfärben sich die Blätter des Spitzahorns anders als bei den anderen Laubbäumen? Dieser Frage gingen jetzt Forscher nach und stellten fest, dass der Spitzahorn eine andere Methode entwickelt hat und ein bislang unbekanntes Chlorophyll-Abbauprodukt in den Blättern produziert. Hierbei handelt es sich um das sogenannte Dioxobilan, das ähnlich dem Abbauprodukt aus Gerstenblättern ist. Weiteres wollen die Wissenschaftler nun noch untersuchen.

Herrliches Farbenspiel im Herbst beim Laub des Japanischen Fächerahorns

Bunte Ahornblätter im Herbst
bunte Blätter im Wind © drubig-photo - www.fotolia.de

Jetzt ist wieder die Zeit, wo sich das Laub der Bäume in allen Farben zeigt, so auch besonders der japanische Fächerahorn, der sich im Herbst sich in gelbe, orange und dunkelrote Blätter verfärbt.

Der japanische Fächerahorn ist in Asien beheimatet und man findet ihn zwischen 200 und 1.300 Metern über dem Meeresspiegel in den dortigen Wäldern. Der Fächerahorn wird nicht besonders groß und wächst sehr langsam, so dass er auch in unseren Gärten sehr beliebt ist und hier auch als "Sternenbaum" bezeichnet wird, weil die Blätter sternenförmig sind. Es gibt etwa bis zu 500 verschiedene Arten.

Der japanische Fächerahorn, liebt bis auf ein paar Ausnahmen einen sonnigen Standort und ist sehr pflegeleicht und braucht auch nicht geschnitten werden, das heißt nur die abgestorbenen Triebe werden nach der Winterpause herausgeschnitten.

Birke

Die Hängebirke
Die Hängebirke

Birken gehören zur Familie der Birkengewächse. Die sommergrünen Laubbäume wachsen schnell und können mehr als 30 Meter Höhe erreichen. Häufig sind Birken mehrstämmig. Und bieten Unterschlupf für Kleinstlebewesen, Vögel und Symbionten.

Birken sind auf der Nordhalbkugel beheimatet. Sie wachsen in lichten Verbänden.

Besonders große Birkenwälder stehen in Russland und Finnland. Auch in Nordamerika, Nordasien und Nord- bis Mitteleuropa sind Birken beheimatet.

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Birke

Birken haben durch die besondere Stammfarbe und -zeichnung einen hohen Wiedererkennungswert. Die Stämme sind weiß bis dunkelbraun und haben eine papierartige Struktur mit so genannten Lentizellen.

An den langen biegsamen Zweigen hängen sehr viele kleine Blätter. Im März und April blühen die Birken und die Pollen, die von den langen Kätzchen abwehen belasten Allergiker oft schwer.

Das Holz der Birke ist sehr leicht und nicht witterungsbeständig. Es wird zur Produktion von

  • Holzschuhen
  • Möbelfurnier
  • Sperrholz oder
  • Kunsthandwerk

verwendet. Da Birke gute Brennwerte hat, wird es zu

  • Heizspänen
  • Holzanzündern und
  • Kaminholz

verarbeitet.

Aus den Stämmen wird im Frühjahr ein klarer Birkensaft als Grundlage für Kosmetika gegen Haarausfall gewonnen. Die Inhaltsstoffe von Birkenblättern sind harntreibend und sollen gegen Rheuma und Gicht wirken.

Buche

Die zehn Arten der Buche gehören zur Familie der Fagoideae und damit zu den Buchengewächsen. Die gerade wachsenden Einzelstämme erreichen Höhen bis 40 Meter.

Die natürliche Heimat von Buchen ist die gemäßigte Klimazone der nördlichen Halbkugel. Größere Buchenbestände finden sich in Nordamerika, Nordeuropa und Nordasien.

Die gemeine Buche
Die gemeine Buche
Die Weißbuche
Die Weißbuche

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Buche

Buchen habe eine sehr glatte, graue Rinde ohne Borkenbildung. An langen, biegsamen Zweigen hängen kleine, glänzende und leicht geäderte Blätter.

Im Herbst bilden sich Bucheckern, kleine nussartige Früchte, die essbar sind und vielen Tieren Nahrung bieten. Buchen sind sommergrün.

Die Rotbuche ist in Europa ein wichtiges Nutzholz, das vor allem in der Möbelindustrie Verwendung findet. Andere Buchenarten werden zu Bauholz verarbeitet. Als Brennholz hat Buche einen sehr guten Heizwert und ist dementsprechend teuer.

In Asien werden Buchen auch als Ziergewächse - unter anderem als Bonsai - oder Hecken gezogen.

190 Jahre alte Rotbuche muss gefällt werden

Forstarbeiter sägt mit Kettensäge Baumstamm
Forstarbeiter beim Baumfällen © Daniel Nimmervoll - www.fotolia.de

Seit der Eröffnung des Evangelischen Jugendhilfezentrums Johannes Falk in Dortmund im Jahr 1955 ist die uralte Rotbuche hinter dem Gebäude für die Mitarbeiter und die insgesamt 36 Kinder und Jugendliche nicht nur Ruheort, Kletterbaum und Schattenspender, sondern auch der Lebensmittelpunkt. Jetzt wurde der 190 Jahre alte Baum gefällt, weil er von einem schädlichen Pilz befallen war, der ihn von innen zerfressen hat.

Der Baum könnte bei starkem Wind oder Regen umkippen und zur Gefahr für die umliegenden Wohnhäuser werden. Daher müsse er gefällt werden, was vor allem für die Kinder eine sehr emotionale und belastende Sache ist, so Zentrumsleiterin Sonja Vennhaus.

Ganz vergessen wird die alte Rotbuche aber nie sein. Aus ihren dicken Ästen wollen die Kinder Sitzbänke für das Zentrum bauen. Im Frühjahr wolle man dann feierlich eine neue Rotbuche pflanzen, so Vennhaus.

Esche

Die gemeine Esche
Die gemeine Esche

Die Gemeine Esche wurde im Jahr 2011 zum "Baum des Jahres" gewählt. Der sommergrüne Laubbaum bildet innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse eine eigene Gattung.

Eschen werden bis 300 Jahre alt und bis 40 Meter hoch. Sie wachsen einzelstämmig, gerade und sehr langsam.

Die Verbreitungsgebiete von Eschen liegen in Mittel- und Südeuropa, in Südskandinavien und erstrecken sich in Russland bis zur Wolga und dem Kaukasus sowie auf der Halbinsel Krim.

Eschen wachsen vorrangig in Mischwäldern.

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Esche

Die Rinde der Esche ist grüngrau. Eine Borkenbildung beginnt ab etwa 20 Jahren Baumalter.

An den langen Zweigen hängen lanzettenförmige, gefiederte Blätter, die ca. 40 cm lang sind. Die Rispenblüten bilden sich sehr zeitig nach dem Winter und noch vor dem eigentlichen Blattaustrieb.

In der pflanzlichen Heilkunde gelten Eschenblätter als harntreibend und werden zu Tee gegen Rheuma und Gicht verarbeitet. Das wertvolle Edelholz wird industriell verwertet.

Aus Eschenholz entstehen

Eiche

Die Eiche gehört zur Familie der Buchengewächse. Sie ist seit Jahrtausenden Symbol auf Wappen und Münzen, wird in Sagen und Liedern beschrieben.

Eichen können weit über 1.000 Jahre alt und ca. 30 Meter hoch werden. Die meisten der rund 600 Eichenarten sind sommergrün. In Asien sind auch immergrüne Unterarten verbreitet.

Eichen kommen in großer Anzahl in den Mischwäldern der Nordhalbkugel vor. Sie sind gut an der ausladenden Krone und dem dicken Stamm erkennbar.

Die Stieleiche
Die Stieleiche
Die Traubeneiche
Die Traubeneiche

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Eiche

Eichen haben eine glatte Rinde und sehr viele kleine, mittelgrüne Blätter mit typischer Zahnung an den Rändern.

Im Frühjahr bilden sich an den Ästen lange grüne Blütendolden, aus denen bis zum Herbst die Eicheln wachsen. Sie reifen in einem schützenden Fruchtbecher heran und fallen vor dem Winter ab.

Das harte Holz der Eiche wird

  • im Möbel- und Bootsbau sowie
  • für Treppen oder Fenster und
  • Furniere

verwendet. Aus Eichenholz werden Barriquefässer gebaut. Die Borke der Korkeiche wird zu Korkplatten für Wände und Böden verarbeitet.

Die Eicheln werden von Wildtieren gefressen. Für Nutztiere sind sie giftig.

Ein Tee aus Eichenrinde soll bei Racheninfektionen und Entzündungen der Darmschleimhaut desinfizierend und lindernd wirken.

Baumpilz greift in den USA Eichenbäume an

Baumpilz aus Kalifornien richtet auch in Europa Schaden an

Waldweg unter Bäumen, am Wegrand wächst Bärlauch
English woodland scene with wild garlic © Kevin Eaves - www.fotolia.de

Die Forstwissenschaftler befürchten ein Massensterben von Eichenbäumen im Westen der USA. So ist seit den 90-er Jahren ein besonders aggressiver Krankheitserreger, ein Baumpilz namens Phytophthora ramorum, im Vormarsch, der die Eichenbäume befällt. Am Anfang fangen die Bäume an zu bluten und im Laufe der Zeit befallen dann Käfer die kranken Bäume. Man kann zwar einzelne Bäume mit Pestiziden schützen, die man auf die Rinde auftragen muss, aber ganze Wälder sind nicht möglich zu schützen.

Auch andere Bäume und Sträucher sind betroffen

So gelang es zwar in Kalifornien die Ausbreitung zu verlangsamen. Aber dieser Eipilz befällt nicht nur die Eichen, sondern auch andere Bäume sowie Sträucher. Ebenso tritt diese Baumkrankheit in Europa auf, so sind in Großbritannien viele Lärchenbäume befallen.

In Deutschland hat man diesen Erreger bei wild wachsenden Rhododendron entdeckt, aber eine größere Verbreitung ist nicht zu befürchten, weil die Klimaverhältnisse anders als im Westen der USA sind und es auch den Kalifornischen Berglorbeer nicht gibt, der die Verbreitung des Erregers begünstigt.

Deshalb hatte im Jahr 2002 die EU die Kontrollen bei der Einfuhr von die anfälligen Pflanzen verschärft, was auch für die Kamelien gilt.

Erle

Die Schwarzerle (Roterle)
Die Schwarzerle (Roterle)

Erlen gehören zur Familie der Birkengewächse. Die sommergrünen Bäume mit dunkelgrauer Borke wachsen ein- oder mehrstämmig.

Auf der Nordhalbkugel sind rund 35 Erlenarten verbreitet. Sie wachsen in allen nördlichen Regionen vom Flachland bis etwa 1.000 Meter Seehöhe. Erlen bevorzugen einen feuchten Untergrund und bilden deshalb oft an Gewässern oder in Mooren sogenannten "Erlenbrüche".

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Erle

An den grünen, halbrunden Blättern bilden sich lange Kätzchen, die später zu braunen Zapfen werden und lange am Baum verbleiben. Vor allem das Holz der Schwarzerle wird industriell genutzt.

Es wird im Möbel- und Hausbau sowie zur Restaurierung antiker Möbel verwendet. Aus anderen Erlenarten werden

  • Leisten
  • hölzerne Gebrauchsgegenstände
  • Zigarrenkisten oder
  • Brückenpfähle

hergestellt.

Wissenschaftler untersuchen Espen: Bäume können sich nicht ewig klonen

Baum und Waldweg, im Hintergrund Berge und Wälder
Idyllic countryside site, Alps, Slovenia, Europe. © kasto - www.fotolia.de

Viele Pflanzen können ihren Fortbestand sichern, indem sie sich selber klonen. Auch einige Bäume verfügen über diese Fähigkeit, so zum Beispiel die Espe. Wissenschaftler an der kanadischen University of British Columbia haben in einer Studie jetzt herausgefunden, dass diese Fähigkeit jedoch ab einem bestimmten Punkt abnimmt.

Die Espen - im Volksmund auch Zitterpappeln genannt - waren den Ergebnissen der Forscher zufolge irgendwann auf Sex angewiesen, um weiterleben zu können. Die größte Klon-Espe soll etwa 80.000 Jahre alt und rund 6000 Tonnen schwer sein.

Kastanie

Die Kastanie
Die Kastanie

Echte Kastanien und Edelkastanien gehören zur Familie der Buchengewächse. Es sind 12 Arten bekannt. Die Rosskastanie gehört in botanischem Sinn nicht zu den Kastanien.

Edelkastanien sind sommergrüne Laubbäume, die rund 25 Meter hoch werden, einzelstämmig wachsen und ein Alter von ca. 200 Jahren erreichen können.

Kastanien sind in Nordamerika, Mittel- bis Südeuropa und Ostasien heimisch. Sie wachsen in großen Mischwäldern oder als Solitärbäume in Parks oder Alleen.

Die gemeine Roßkastanie
Die gemeine Roßkastanie

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Kastanie

Die Rinde der Bäume ist grüngrau und borkig. An den dicht verzweigten Ästen befinden sich hellgrüne, lanzettenartige Blätter mit gezahnten Rändern.

Im Frühjahr blühen Kastanien üppig. Die ca. 30 Zentimeter langen Blütendolden stehen aufrecht auf den Ästen.

Bis zum Herbst bilden sich Kastanien. Die glänzenden runden Früchte wachsen in einer stachelbesetzten Hülle, die bei vollständiger Reife der Frucht aufplatzt.

Das Kastanienholz ist sehr hart. Es wird industriell verwertet. Neben Spielzeug und Kunsthandwerk werden auch

gefertigt.

Tödliche Gefahr für Kastanien durch Krankheitsbakterien

Nahaufnahmen Kastanien, teilweise geschlossen, auf Kastanienbaum Blättern
chestnuts © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

Zuerst entstehen Risse in der Borke, dann dringen Pilze ein. Nur kurze Zeit später beginnt der Baum zu faulen. Was bisher besonders nahe der niederländischen Grenze aufgetreten ist, stellen die Landschaftsgärtner inzwischen auch im Osten Deutschlands fest.

Bakterien der Sorte Pseudomonas syringae pv. aesculi haben zugeschlagen. Für den Baum bedeutet das ein Todesurteil. Damit seine absterbenden Äste keine Menschen schädigen, muss er gefällt werden. Bisher gibt es kein Mittel, um die Kastanien zu retten.

Bereits seit 2007 ist der Erreger in Deutschland bekannt. Er scheint sich von Holland her verbreitet zu haben. Eine Expertin der nordrheinwestfälischen Landwirtschaftskammer bestätigt, dass sich der Keim mittlerweile über die gesamte Republik verbreitet hat.

Baumsterben in Düsseldorf und Krefeld

Viele alte Alleen sind vom Baumsterben betroffen. So klaffen beispielsweise in den Kastanienreihen am Schloss Heltorf in Düsseldorf erste Lücken. Da Kastanien typische Parkbäume sind, fallen fehlende Gehölze dort am ehesten auf.

Schlimm ist die Situation auch in Krefeld. Dort mussten schon 454 Kastanien abgeholzt werden, weil sie die bekannten Symptome zeigten. Für das örtliche Gartenamt ist klar, dass keine neuen Bäume dieser Art gesetzt werden. Die Gefahr ist einfach zu groß, dass auch sie der Krankheit zum Opfer fallen.

Für den Menschen gibt es keinen Anlass zur Sorge. Das Bakterium ist nicht auf ihn übertragbar. Wie sich jedoch die Bäume untereinander infizieren ist nicht restlos geklärt. Dass Insekten oder Vögel eine Rolle spielen ist möglich. Wahrscheinlicher jedoch ist eine Ansteckung durch den Wind.

Linde

Lindenbäume auf einem Hügel
Lindenbäume auf einem Hügel

Die Linden bilden eine eigene Gattung innerhalb der botanischen Familie der Malvengewächse.

Die Bäume sind sommergrün und wachsen einstämmig. Je nach Art erreichen sie Höhen um 40 Meter und werden bis zu 1.000 Jahre alt.

Weltweit sind rund 20 bis 40 Arten der Linden bekannt. Sie wachsen vor allem in den gemäßigten subtropischen Regionen der Erde. In China sind 15 Arten endemisch. In Europa sind fast ausschließlich Sommer- und Winterlinden beheimatet.

Die Winterlinde
Die Winterlinde

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Linde

Im Frühjahr blühen Linden. Aus einem Hochblatt wachsen mehrere hängende, gelbe Blüten, die Bienen und Schmetterlinge anziehen. Das herzförmige, dichte Laub ist hellgrün und spendet viel Schatten.

Lindenholz wird zu vielen Produkten verarbeitet. Neben Kunsthandwerk und Spielzeug wird es intensiv im Musikinstrumentenbau - zum Beispiel für

  • Orgelpfeifen
  • Klaviertastaturen oder
  • Harfen

- genutzt. Im Möbelbau ersetzt es als Furnier andere Holzarten. Die Lindenblüten werden zu Heiltee verarbeitet. Bienenhonig aus Lindenblüten ist sehr wohlschmeckend.

Obstbäume

Nahaufnahme Holzapfelblüte
Nahaufnahme Holzapfelblüte

Obstbäume sind sommergrüne Laubbäume, an deren Zweigen essbare Früchte reifen. Die Form und Größe von Obstbäumen ist sehr unterschiedlich.

Da sie in Plantagen kultiviert werden, ist der Wuchs heute eher kompakt. Im Frühjahr tragen alle Obstbaumarten Blüten, aus denen durch Bestäubung die Früchte entstehen.

Obstbäume werden heute in nahezu allen gemäßigten Klimazonen der Erde angebaut und kultiviert. In Lagen mit besonders guten klimatischen Verhältnissen stehen gewaltige Obstbaumplantagen oder Obstgärten.

Der Apfelbaum
Der Apfelbaum

Nutzungsmöglichkeiten von Obstbäumen

Die Früchte werden nach der Reife geerntet und zum Verzehr angeboten. So genanntes Fallobst dient als Tiernahrung. Das Holz von Obstbäumen wird häufig als Räucherholz für Fleischspezialitäten genutzt, da der Rauch ein fruchtiges Aroma hat.

Gegenseitige Hilfe zwischen Feigenbaum und Wespen

Feigenwespen bestäuben Feigenbäume, und diese gewähren ihnen dafür Unterschlupf

Nahaufnahme einer Wespe von vorne
Wasp © Galyna Andrushko - www.fotolia.de

Schon seit 80 Millionen Jahren besteht zwischen Feigenbäumen und Feigenwespen eine sogenannte Symbiose, das bedeutet man hilft sich gegenseitig, indem die Wespen die Bestäubung vornehmen und der Feigenbaum den Wespenlarven Unterschlupf gewährt.

Aber was passiert, wenn sich die Wespen nicht an die Abmachung halten? Nun ganz einfach, der Feigenbaum lässt sie sprichwörtlich fallen, denn die Wespeneier befinden sich in den Früchten und diese fallen dann ab, so dass auch die Eier nicht mehr reifen können.

Passive Befruchtung wird nicht "bestraft"

Dies haben amerikanische Forscher festgestellt, als sie den Zusammenhang zwischen dem Feigenbaum und den Wespen näher untersuchten. Es gibt über 700 Arten von Feigenbäumen, wobei jede Art auch jeweils eine andere Sorte von Wespen hat, so gibt es manche Wespen, die die Blütenpollen in separaten Beuteln transportieren und so die Blüten aktiv befruchten.

Die Forscher fanden weiter heraus, dass nur diese Arten von Wespen von den Feigenbäumen "bestraft" werden, wenn sie nicht ihrerseits ihre Arbeit verrichten. Es gibt nämlich noch Wespen, die eine sogenannte passive Befruchtung machen, indem sie die Pollen nur am Körper tragen und dann abstreifen. Und die betroffenen Feigenbäume lassen auch keine Früchte fallen, wenn sie keine Befruchtung erhalten.

Seltene Obstsorte ist die Mispel

In den Gärten in Deutschland findet man nur noch selten die Mispel, ein Obst, das den Äpfeln ähnelt. Ursprünglich war die Mispel in Vorderasien zu Hause, wurde dann von den Römern nach West- und Mitteleuropa gebracht.

Die Mispel wächst als Strauch oder auch als Baum und kann bis zu sechs Meter groß werden, wobei die wilde Mispel auch kleine Dornen besitzt. Die Blütezeit ist Ende Mai bis Anfang Juni und die weißen Blüten sind etwa 3 bis 5 Zentimeter groß. Die Früchte werden Ende Oktober, beziehungsweise Anfang November reif, die Schale ist gelb- orangebraun.

Doch zu diesem Zeitpunkt schmecken die Früchte sehr herb und sind auch noch steinhart, denn sie benötigen erst noch Frost. Danach werden die Früchte weich und entwickeln einen leicht säuerlichen Geschmack. Wer die Früchte zu dieser Zeit erntet, der kann den letzten Reifeprozess beschleunigen, indem man die Früchte für vier Stunden in den Gefrierschrank bei minus 18 Grad legt.

Süditaliens Olivenhaine sterben ab - Das verantwortliche Bakterium droht sich in Europa auszubreiten

Olivenzweig mit vier schwarzen Oliven auf weißem Hintergrund
ramo con olive © Marco - www.fotolia.de

Süditaliens Halbinsel Salento ist wegen seiner schönen und alten Olivenhaine nicht nur ein beliebtes Reiseziel bei Touristen, die Olivenbäume sind auch der wichtigste Wirtschaftsfaktor Salentos. Doch nun droht dem Großteil der Bäume das Sterben wegen eines aggressiven Bakteriums. Ersten Erkenntnissen zufolge, sind große Teile der Olivenhaine Salentos mit dem Bakterium Xylella fastidiosa, auch als Feuerbakterium bekannt, befallen.

Schadwirkung des Feuerbakteriums

Das Bakterium führt dazu, dass die Wasser- und Nährstoffzufuhr der Pflanzen zusammenbricht. Die Pflanzen vetrocknen dadurch und sterben ab. Vor 30 Jahren war das gleiche Bakterium bereits in Kalifornien aktiv und zerstörte dort ganze Weinfelder. Es wird durch bestimmte Zikaden-Arten übertragen und kann sich blitzschnell ausbreiten. Auf Salento sind inzwischen rund 8.000 Hektar der Olivenhaine betroffen.

Verbreitungsgefahr in West- und Mitteleuropa

Die italienische Regierung hat beschlossen die gesamten Bäme abzuholzen, sobald mehr als 30% betroffen sind. Auch die EU-Kommission in Brüssel ist bereits alarmiert und will bis Ende des Monats entscheiden, was zu tun ist. Es wird befürchtet, dass sich das Bakterium auch in weiten Teilen West- und Mitteleuropas ausbreiten könnte.

Die Kirschblüte leutet den Frühlingsanfang ein - Ganz Japan feiert die sakura

Große Wiese mit Allee von blühenden Kirschbäumen
kirschblüte © sylwia2007 - www.fotolia.de

Wenn die Tage länger und die Nächte kürzer werden, die Uhren auf Sommerzeit umgestellt werden und die Temperaturen wieder nach oben klettern, wissen die Menschen in Europa, dass endlich der Frühling beginnt. In Japan dagegen machen die Menschen den Frühlingsanfang an etwas ganz anderem fest: der Kirschblüte.

Jedes Jahr im März, wenn die ersten Blüten der Zierkirschen in rosa und weiß erstrahlen, beginnt in Japan die sakura, die dort ausgiebig gefeiert wird. Menschenmassen strömen in die Parks und Gärten, um die Blütenpracht auf Fotos und Videos festzuhalten oder einfach nur, um unter den hübschen Bäumen zu Picknicken. Das Betrachten der Kirschblüten hat dort sogar seinen eigenen namen bekommen: hanami, was auf deutsch so viel bedeutet, wie "Blüten schauen".

Teilweise ist das Gedränge unter den Kirschbäumen in den Parks so groß, dass sich die Leute die besten Plätze schon früh morgens mit Planen reservieren.

Beschleunigt die kosmische Strahlung das Wachstum von Kirschbäumen?

Kirschbaum - Collage mit verschiedenen Ansichten von Baum, Blättern, Blüten und Früchten
Kirschbaum © sunnychicka - www.fotolia.de

Die Kerne eines rund 1.250 Jahre alten japanischen Kirschbaums haben bislang noch nie gekeimt, ehe ein junger Spross nun äußerst schnell in die Höhe schoss.

Der ursprüngliche Kirschkern dieses Sprosses hat eine lange Reise hinter sich, da er Ende 2008 gemeinsam mit 246 anderen Kernen zur Internationalen Raumstation gebracht wurde und innerhalb von acht Monaten insgesamt 4.100 Mal die Erde umrundete. Im Juli 2009 wurde der Kern gepflanzt und ist inzwischen zu einem stattlichen Baum mit vier Metern Höhe herangewachsen.

Das Besondere ist jedoch, dass er bereits jetzt neun Blüten trägt, obwohl Kirschbäume nach dem Pflanzen normalerweise erst nach knapp 10 Jahren blühen. Für diese schnelle Entwicklung des noch jungen Baumes hat die Pflanzenforscherin Kaori Tomita-Yokotani von der Universität von Tsukuba bisher keine Erklärung, wobei sie und ihr Team es durchaus für möglich halten, dass das Wachstum durch die "stärkere kosmische Strahlen" beschleunigt wird.

Pappeln

Die elegante Pappel
Die elegante Pappel

Pappeln gehören zur Familie der Weidengewächse. Die sommergrünen Laubbäume wachsen sehr schnell und üppig. Die einstämmigen Bäume erreichen Höhen bis 40 Meter.

Pappeln sind in allen gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel, vor allem in Nordamerika, Eurasien, Ostafrika und China beheimatet. In Mitteleuropa sind drei Pappelarten heimisch.

Die Zitterpappel
Die Zitterpappel
Die Silberpappel
Die Silberpappel
Die Schwarzpappel
Die Schwarzpappel

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Pappel

Die Rinde von Pappeln ist grau und meist glatt. Vor den ersten Blättern erscheinen im zeitigen Frühjahr hängende, flauschige Kätzchen an den Zweigen, die Insekten Nahrung bieten. Nach der Blüte bilden sich an den Zweigen sehr viele herzförmige oder dreieckige Blätter.

Pappelholz wird industriell verwertet und dient zur Herstellung von Papier oder Paletten. Neben Holzwolle und Zündhölzern werden auch

  • Lebensmittelverpackungen
  • Musikinstrumente oder
  • Saunen

gefertigt. In einigen Regionen dienen Pappelhecken auch als natürlicher Windschutz.

Forscher entdecken suizidale Riesen-Palme in Madagaskar

Palmenblatt unter blauem Himmel mit Sonnenlicht
Palm leaf against a sunny blue sky © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

Um sich fortzupflanzen, stirbt sie. Die erst kürzlich entdeckte Riesenpalme, die in Madagaskar wächst, existiert zunächst 100 Jahre und beginnt erst dann, zu blühen.

Diese Blüte findet in Form eines langen Triebes statt, der zunächst nach oben und dann nach allen Seiten wächst. Tausende Blüten entspringen später diesem Trieb, die später nach erfolgreicher Bestäubung zu Früchten werden. Dies ist jedoch ein selbstzerstörerischer Vorgang, denn durch diesen Trieb wird der Palme (die übrigens bis zu 20 Meter hoch wird) alle Energie geraubt, sodass sie wenige Zeit später über keine Nährstoffe mehr verfügt und verstirbt.

Die gigantische Pflanze wurde zufällig entdeckt und stellt für die Forscher einen spannenden Fund dar.

Die Geheimnisse der einsamen Palmen in Australien

Vermutliche Herkunft einer Palmenoase Australiens gefunden

Palmenblatt unter blauem Himmel mit Sonnenlicht
Palm leaf against a sunny blue sky © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

Rund hundert Kilometer entfernt von Alice Springs in Australien befindet sich eine Palmental-Oase, wo die Palmenart Livistona mariae wächst. Die Livistona rigida ist die nächste verwandte Art und wächst knapp 1000 Kilometer nördlich der kleinen Oase, wobei es zwischen den Gebieten hauptsächlich trocken und karg ist. Forscher glaubten bislang, dass es sich bei der Palmental-Oase um Restbestände eines Urwalds handelt, womit sie jedoch falsch lagen.

Ureinwohner bewirkten Verbreitung der Samen

Ein japanisch-australisches Forscherteam fand nun heraus, dass vor knapp 15.000 Jahren die australischen Ureinwohner Samen der Palme ins Zentrum des Landes brachten. Es besteht auch die Möglichkeit, dass dies durch Tiere geschah, wobei diese These eher unwahrscheinlich ist.

Durch eine Erbgutanalyse konnten die Wissenschaftler diverse Stammbäume sowie eventuelle Verwandtschaften ermitteln. Interessanterweise sind die genetisch bedingten Unterschiede der beiden Palmarten lediglich maginal.

Außerdem wurde eine molekulare Uhr mit Hilfe der DNA erstellt, die darauf schließen lässt, dass die Samen von den Ureinwohnern vor 15.000 Jahren ins Zentrum des Landes brachten. Ursprünglich wuchsen die Livistona-Palmen in Australien und zählen zu den kultivierbaren sowie essbaren Pflanzen.

Käfer bedrohen Palmen auf Mallorca

Palmen, Strand und Motorboot im türkisen Meer
beach and boat © Sandor Jackal - www.fotolia.de

Auf der Lieblingsinsel vieler Deutschen, Mallorca, werden mittlerweile etwa 95 Prozent der dortigen Palmen von einem Käfer bedroht.

Dieser Käfer, es handelt sich um den Roten Palmrüssler, der wissenschaftliche Name ist Rhynchophorus ferrugineus, frisst sich in den Stamm der Palme und legt dort seine Eier ab. Wenn die Larven aus den Eiern schlüpfen, bleiben sie im Stamm und fressen dort weiter, so dass man von außen zuerst die Schäden nicht bemerkt.

Erst wenn die Palmblätter braun werden, sind die Schäden auch äußerlich für den Laien erkennbar, aber dann ist es schon zu spät. Aber Experten versuchen mit Mikrofonen die Fressgeräusche zu ermitteln und dann müssen die befallenen Palmen gefällt und verbrannt werden.

Doch so einfach lässt sich der resistente Käfer nicht bekämpfen, denn er kann auch fliegen. Jetzt überlegen sich die Verantwortlichen, wie man die Plage noch anderweitig wirkungsvoll bekämpfen kann.

Ulme

Ulmen gehören zu den ältesten Bäumen der Erdgeschichte. Sie bilden eine eigene botanische Familie mit immer- und sommergrünen Arten. Ulmen erreichen als Bäume bis 35 Meter Höhe, als Sträucher sind sie meist sehr ausladend.

Ulmen sind in den gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel in vielen Arten verbreitet. Vor allem in China sind viele endemische Arten beheimatet. Andere Ulmenarten bilden größere Bestände in Nordamerika und Eurasien.

Die Bergulme
Die Bergulme

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Ulme

Die Blätter der Ulme sind wechselständig angeordnet und ähneln in Form und Farbe den Haselblättern. Im Frühjahr bilden sich größere Blütentrauben mit behaartem Stiel, aus denen im Jahresverlauf eine flache Nussfrucht reift.

Das Holz der Ulme wird als "Rüster" bezeichnet. Es ist hart und wird zur Herstellung von

genutzt. Die Rinde der Ulmen ist ein bewährtes Heilmittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Tinkturen und Tees helfen gegen Schleimhautentzündungen und sollen unterstützend bei der Wundheilung wirken.

Weide

Die rund 450 Arten der Weide gehören zur großen Familie der Weidengewächse. Weiden haben ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild, das vom 10 Zentimeter niedrigen Zwergstrauch bis zum 30 Meter hohen Baum reicht.

Alle Weidenarten wachsen sehr schnell, leben aber nur rund 80 Jahre. Das Vorkommen von Weiden erstreckt sich in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel und teilweise auch entlang der gemäßigten Subtropen.

Die Bruchweide
Die Bruchweide
Die Trauerweide
Die Trauerweide
Die Salweide
Die Salweide

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Weide

Die sommergrünen Laubbäume und Sträucher zeigen Blätter in vielen Formen und Farben. Im zeitigen Frühjahr bilden sie Kätzchen, deren Pollen als Bienen- und Hummelnahrung dient. Der natürliche Lebensraum von Weiden ist häufig in der Nähe von Gewässern, da sie feuchten Boden bevorzugen.

Weidenzweige werden seit langer Zeit zu Körben verflochten. Das Holz ist gutes Brennmaterial. Es wird industriell verwertet und zu

  • Streichhölzern
  • Spanplatten oder
  • Spankörben

verarbeitet. Weidenrinde enthält Salizylsäure. Ein Tee aus Weidenrinde soll gegen Schmerzen und Fieber wirken.

Weißdorn

Die Weißdornblüte
Die Weißdornblüte

Der Weißdorn ist ein Kernobstgewächs und gehört zur Familie der Rosaceae. Weltweit sind rund 250 Weißdornarten bekannt. Sie wachsen vor allem auf der nördlichen Halbkugel, in den gemäßigten Klimazonen Nordamerikas und Europas.

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten des Weißdorns

Der Baum oder Strauch hat eine grün-braune, schuppige Rinde. Die Zweige sind sehr dicht und mit langen Dornen besetzt.

Weißdorn bildet große weiße Blütendolden aus, die später zwei Zentimeter große rote Beeren tragen. Das Holz des Weißdorns ist sehr hart.

Der Weißdorn hat sich als aparter Zierstrauch in Parks und Gärten etabliert. Er wird auch als Heckenbepflanzung genutzt.

Weißdorn ist eine bekannte Heilpflanze. Die Beeren, Blätter und vor allem Blüten werden getrocknet und als Heiltee angeboten. Dieser Tee soll gegen Herzleiden und Kreislaufschwäche wirken.

Die mehligen, leicht sauren Beeren können roh oder gekocht verzehrt werden. Sie eignen sich für Konfitüren oder Säfte. Aus dem Holz des Weißdornbaumes werden Stiel für Gartengeräte oder kunstgewerbliche Schnitzereien gefertigt.

Baum des Jahres 2008: Die Walnuss

Walnüsse hängen am Baum, offene Schale
Walnüsse am Baum mit offener Schale © schweitzer-degen - www.fotolia.de

Die Walnuss wurde vom Kuratorium "Baum des Jahres" zum Baum des Jahres 2008 gekürt. Dies wurde vor kurzem in Berlin bekannt gegeben. Das Ergebnis wurde mit dem starken Rückgang durch wenig Neupflanzungen und der starken Nutzung des Baumes begründet.

Silvius Wodarz, Vorsitzender des Kuratoriums meinte: "Wir sollten uns mehr um diesen unseren alten, guten Freund kümmern." Ein Walnussbaum kann ein Alter von 150 Jahren erreichen. Der Walnussbaum ist für viele Tiere Nahrungslieferant und bietet ihnen Unterschlupf. Ein Walnuss-Baum kann bis zu 150 Kilo Nüsse, die auch auf vielen Weihnachstellern Platz finden, tragen.

In Schweden steht der älteste Baum der Welt

Anhand von Laboruntersuchungen haben Wissenschaftler herausgefunden, dass der älteste noch lebende Baum im mittelschwedischen Bezirk Dalarna steht. Die Daten aus dem Labor haben ergeben, dass der Baum etwa 9.550 Jahre alt ist und somit die nordamerikanischen Kiefern, die man bisher für die ältesten Bäume hielt, um mehrere tausend Jahre überragt.

Im Laufe der Zeit habe der Baum in Schweden durch den Schutz anderer Bäume und Büsche allen Klimaveränderungen getrotzt, so der Geograf Leif Kullmann. Im Umkreis des Baumes stünden zudem unzählige Bäume, die das gleiche Erbgut des "Vaters" haben.

Nach dem Bergahorn ist im Jahr 2010 die Vogelkirsche der Baum des Jahres

Große Wiese mit Allee von blühenden Kirschbäumen
kirschblüte © sylwia2007 - www.fotolia.de

Die Wahl für den Baum des Jahres 2010 ist vorbei und man hat sich für die Vogelkirsche entschieden, die der Nachfolger vom Bergahorn im Jahr 2009 und dem Walnuss-Baum im Jahr 2008, sein wird. Mittlerweile findet man leider den Baum, der schneeweiße Blüten hat eher selten und die bekannte Süßkirsche ist eine Zuchtform der Vogelkirsche.

Die Vogelkirsche liebt die Trockenheit und Wärme, so dass der Klimawandel sich positiv für ihre Entwicklung niederschlagen könnte. Der Baum kann 150 Jahre alt und 30 Meter hoch werden und wächst auch auf kargen Böden. Die Kirschen sind kleiner als die normalen Süßkirschen.

Bei der Veredelung zur Süßkirsche wird auf die Vogelkirsche Zweige aufgepfropft, was man an den Verdickungen am Stamm sehen kann. In Deutschland werden europaweit die meisten Süßkirschen geerntet, so im Jahr 2008 etwa 60.000 Tonnen, zusätzlich noch die privaten Ernteerfolge. Übrigens wird die Wahl des Baumes seit dem Jahr 1989 durchgeführt.

Weltrekord im Bäumepflanzen wechselt nach Pakistan

Frischer Keimling in Blumenerde wird in Händen gehalten
Fresh sprout © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

In Pakistan wird derzeit der Natur ordentlich unter die Arme gegriffen. Im Juli des letzten Jahres hatten sich bereits 300 Leute dazu bereit erklärt insgesamt 541.176 Mangrovenbäume innerhalb eines Tages zu pflanzen. Dafür hatte das Land eine Auszeichnung vom Guiness Buch der Rekorde erhalten. Jetzt holte ein pakistanischer Soldat auch noch den Rekord für die meisten gepflanzten Bäume in 24 Stunden in sein Heimatland.

Der Soldat Muhammad Yousuf Jamil schaffte es innerhalb von 24 Stunden 20.101 Bäume zu pflanzen und knackte damit den bisherigen Rekord von 15.170 Bäumen, den Ken Chaplin aus Kanada im Jahr 2001 aufgestellt hatte. Jamil erhielt zusätzlich ein Preisgeld in Höhe von umgerechnet 10.000 Euro.

Zustand des deutschen Waldes hat sich im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht verschlechtert.

Waldlandschaft unter blauem Himmel mit Regenbogen
Landscape with forest and rainbow © Dmitry Pichugin - www.fotolia.de

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat jetzt den neuesten Bericht über den Zustand des deutschen Waldes veröffentlicht.

So hat sich zwar im Endergebnis der Zustand etwas verschlechtert, aber dies bezieht sich in der Hauptsache auf die Buchen, deren Kronen durch zu viele Früchte lichter wurden, was ein natürlicher Prozess ist, der zur Fortpflanzung dient, aber das Wachstum behindert.

So waren bei etwa 90 Prozent der Buchen auch die Bucheckern vorhanden. Wie aber der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt, hat dies in den letzten Jahren verstärkt zugenommen, aufgrund der Wetterextreme und durch die aus der Landwirtschaft stammenden Stickoxide und Ammoniak. Bei den Fichten und Kiefern hat sich wenig verändert, dagegen haben sich die Eichen aber gut erholt.

Seit dem Jahr 1984 werden die deutschen Wälder, die etwa ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands ausmachen, regelmäßig kontrolliert.

Feld-Ahorn ist Baum des Jahres 2015 - knorrig, robust und unauffällig

Der allseits bekannte, langlebige und pflegeleichte Baum erhält Auszeichnung

Junger Ahornbaum frisch gepflanzt
junge Pflanze © blacksock - www.fotolia.de

Er wächst nur langsam und bleibt relativ klein, dennoch wurde der Feld-Ahorn zum Baum des Jahres 2015 ernannt. Wie die verantwortliche "Baum des Jahres Stiftung" erklärte, zeige der Feld-Ahorn seine Stärken gerade im Unscheinbaren: die robuste und knorrige Nebenbaumart bietet einen wichtigen Lebensraum für Vögel und Insekten, ist salz- und immissionstolerant, verträgt Hitze ebenso wie Trockenheit oder Überflutungen.

Gedeiht an Problemstandorten oder im heimischen Garten

Diese Eigenschaften machen den Feld-Ahorn, auch Maßholder genannt, zu einer idealen Pflanze für Problemstandorte. In Städten und an Straßen sieht man die Baumart in den letzten Jahren deshalb immer öfter.

Auch auf dem privaten Grundstück eignet sich der Feld-Ahorn als Solitär mit einer maximalen Höhe von 15 bis 20 Metern. Mehr aber noch als pflegeleichte und langlebige Gehölzhecke. Schönes Highlight ist die goldene Blattfärbung im Herbst.

Eibe

Eiben gehören zu den Eibengewächsen und sind damit Koniferen. Sie wachsen als immergrüne Sträucher und niedrige oder mittelhohe Bäume.

Die natürliche Heimat der ca. 7-10 wilden Eibenarten befindet sich auf der Nordhalbkugel. Die Bäume wachsen hauptsächlich in den feuchteren gebieten Nord- und Mittelamerikas sowie in südostasiatischen Gebirgswäldern. In Europa ist die Gemeine Eibe beheimatet. Zusätzlich sind sehr viel spezielle Hybriden bekannt, die für englische Parks gezüchtet wurden.

Die Eibe
Die Eibe

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Eibe

Eibenbäume können ein sehr hohes Alter von weit über 1.000 Jahren erreichen. Die immergrünen Bäume haben eine rotbraune Borke und Zweige, die mit jeweils zwei Reihen grüner Nadeln besetzt sind. Die Zapfen der Eibe sind sehr klein und kugelig.

Das Holz der Eibe wird zu Furnier und Kunsthandwerk verarbeitet. In Europa haben vor allem die Sträucher eine große Bedeutung. Sie werden in Parkanlagen als Hecken gepflanzt oder zu Skulpturen getrimmt.

Mit pflanzlicher Hilfe gegen Krebs: Heilende Wirkung der Pazifischen Eibe macht Hoffnung

Eine neue Substanz aus der Eibe erzielt positive Studienergebnisse und verspricht Erfolge in der Krebstherapie

Anatomie - Lila Grafik der Gallenblase im menschlichen Körper
anatomie mit markierter gallblase © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Das Gallengangkarzinom, in der Fachsprache auch Cholangiokarzinom genannt, gehört zu den seltenen aber aggressiven Krebsarten, bei denen ein bösartiger Tumor die Gallenwege angreift. Auf 100.000 Menschen kommen in der westlichen Welt lediglich ein bis zwei Erkrankungen, wobei die Tendenz steigend ist.

Bislang kam als einzige Heilungschance eine operative Entfernung des Tumors in Frage, doch wenn der Krebs zu diesem Zeitpunkt schon Metastasen gebildet hat, sind die Überlebenschancen gering.

Nab-Paclitaxel verspricht Erfolge

Hoffnung macht nun eine neue Substanz, die am Comprehensive Cancer Center der MedUni Wien entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff, der aus der Rinde der Pazifischen Eibe gewonnen und auf biochemischem Weg verändert wird.

Dazu wird der pflanzliche Wirkstoff an ein Eiweißprotein gebunden, um vom Körper leichter zu den infizierten Tumorzellen transportiert zu werden. Die so gewonnene Substanz Nab-Paclitaxel hat sich bei ersten Experimenten als erfolgsversprechend erwiesen und wird sowohl gegen das Gallengangkarzinom, als auch gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs und Brustkrebs getestet.

Positive Studienergebnisse

In Wien zeigten sich bei einer Studie mit 20 Patienten, die am Gallengangkarzinom leiden, gute Forschungsergebnisse. Genauere Daten wollen die Wissenschaftler bei einem großen Kongress der American Society of Oncology in San Francisco vorstellen.

Fichte

Fichten sind der botanischen Familie der Kieferngewächse zugeordnet. Die immergrünen Nadelbäume werden sehr alt und bis zu 80 Meter hoch. Sie wachsen sehr schnell und gerade.

Fichten sind auf der gesamten Nordhalbkugel heimisch. Sie besiedeln auch Gebirgszonen der so genannten "Holarktischen Zone".

Die Fichte
Die Fichte
Die Blaufichte
Die Blaufichte

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Fichte

Die Kronen von Fichten haben einen typisch etagenartigen Aufbau mit spitzem Wipfel. Die spitzen Nadeln und stehen aufrecht auf den Zweigen. Am Ende der Zweige bilden sich längere braune Zapfen.

In vielen Gebirgszonen dienen Fichtenwälder als Schutzwälder für die Täler. Das Holz der Fichten wird weltweit sehr intensiv forstwirtschaftlich und industriell genutzt. Zu diesen Zwecken werden weitläufige Fichtenplantagen angelegt. Fichtenholz wird zu

  • Papier
  • Brennholz
  • Leimholz oder
  • Sperrholz

verarbeitet und im Möbelbau verwendet.

Kiefer

Die rund 100 Kiefernarten gehören zur Familie der Kieferngewächse. Bis zum Mittelalter wurden Kiefern auch Föhren genannt.

Kiefern sind in allem gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel heimisch und bevorzugen ein kühles Klima. Ausnahme sind einige Arten, die in subtropischen Bereichen wachsen.

Die gemeine Kiefer
Die gemeine Kiefer
Die Schwarzkiefer
Die Schwarzkiefer

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Kiefer

Kiefern sind immergrüne Nadelbäume mit intensivem Duft. Sie wachsen relativ schnell und sehr gerade. Die Kiefern erreichen ein hohes Alter und an sonnigen Standorten werden die so genannten Lichtbäume bis 50 Meter hoch.

Die Stämme der Kiefern sind braun und borkig. An den Zweigen sitzen Büschel mit überlangen, spitzen Nadeln. Im Jahresverlauf wachsen kleine kegelförmige Zapfen an den Zweigen.

Für die Forstwirtschaft und die verarbeitende Industrie ist Kiefernholz ein wichtiger Grundstoff. Neben Brenn- und Bauholz werden auch

  • Spanplatten
  • Treppen
  • Möbel
  • Gleisschwellen oder
  • Zäune

hergestellt. Um den wachsenden Bedarf an Kiefernholz zu decken, entstehen weltweit große Kiefernplantagen. In Asien werden Kiefern als "Glücksbäume" in Tempelgärten gepflanzt oder als Bonsai gehegt.

Riesenerbgut der Weihrauchkiefer ist entziffert - Siebenmal größeres Genom als beim Menschen

Baum in Handflächen
tree in palm © Protogeridis Konstantinos - www.fotolia.de

US-Wissenschaftler haben das Erbgut der Weihrauchkiefer entschlüsselt. Es gilt mit 22 Millionen Basenpaaren als das bislang größte bekannte Genom und enthält siebenmal mehr Bausteine als das des Menschen.

Genetikern war bereits vorher bekannt, dass das Erbgut von Nadelhölzern sehr groß und komplex ist. Es war verhältnismäßig leicht, kurze Fragmente davon zu lesen. Allerdings galt es als äußerst kompliziert, sie danach wieder in der korrekten Reihenfolge zusammenzusetzen. Das Verfahren ähnelte dem Versuch, ein in kleine Schnipsel zerrissenes Buch wieder zusammenzubasteln.

Das Genom der Weihrauchkiefer

Die Forscher nutzten eine neue Analyse-Methode. Alle Teile, die sich überschneiden, setzten sie zu größeren Abschnitten zusammen. Dabei entfernten sie jegliche Informationen, die sich wiederholen. Die Daten sind dadurch so komprimiert, dass sie sich in einem Super-Computer bearbeiten lassen. Dabei zeigte sich, dass das Erbgut der Weihrauchkiefer zu gut 82 Prozent aus sich wiederholenden Sequenzen besteht. Es verteilt sich auf zwölf Chromosomen.

Die Weihrauchkiefer (Pinus taeda) ist die wirtschaftlich bedeutendste Baumart in den USA. Fast alle Papierprodukte werden aus ihrem Holz hergestellt. Auch bei der Produktion von Biokraftstoff ist die Pflanze verwendbar.

Lärche

Lärchen gehören zur großen Familie der Kieferngewächse. Die sommergrünen Bäume werden rund 40 Meter hoch.

Die rund 15 Arten der Lärchen wachsen hauptsächlich in den weitläufigen Mischwäldern der Nordhalbkugel aber auch in Gebirgsregionen, wie dem Himalaja.

Die europäische Lärche
Die europäische Lärche

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Lärche

Lärchen haben eine silbergraue bis braune Borke und lange Zweige, an denen so genannte Kurztriebe mit Nadelbüscheln hängen. Die eiförmigen, kleinen Zapfen sind rot.

Lärchenholz ist sehr hart und schwer. Es eignet sich hervorragend als Bauholz und wird sowohl für tragende Holzelemente als auch den Innenausbau und die Möbelproduktion verwendet. Lärchenholz kommt auch im Boots- und Brückenbau zum Einsatz.

Brasilien: Bäume breiten sich mit Hilfe von Fischen aus

Korallen und Fische im Aquarium oder Meer
Coral and fish in the Red Sea.Egypt © Brian Kinney - www.fotolia.de

Neuartige Erkenntnis in der Biologie: auch Fische können Samen verteilen. Zuvor war lediglich bekannt, dass Landlebewesen und Vögel Samen durch Fressen und Ausscheiden verbreiten.

In Pantanal jedoch, was in Brasilien liegt, unterstützen auch Fische die Bäume bei der Ausbreitung. Forschern zufolge können sich dort eine bestimmte Palmensorte einzig und allein durch den Pacu, eine Fischart, ausbreiten. Nun fordern die Forscher, dass diese neue Erkenntnis auch bei den Regelungen der Fischerei berücksichtigt wird.

Ultraschall-Laute bei Trockenheit - Bäume "seufzen", wenn sie Wasser brauchen

Ausschnitt eines blühenden Kastanienbaums unter blauem Himmel
Kastanienbaum - Blumen © lofik - www.fotolia.de

Benötigen Bäume Wasser, geben sie "seufzende" Laute von sich. Diese Töne können Menschen jedoch nicht hören, weil sie im Ultraschall-Bereich liegen. Die Stärke der Ultraschall-Wellen hängt von der Trockenheit und auch der Größe der Gefäße ab, die den Pflanzensaft leiten. Dort entstehen - bei starker Verdunstung über Nadeln oder Blätter - durch Unterdruck Bläschen und der sogenannte "Wasserfaden" des Baumes reißt ab.

Wird die Wassersäule getrennt, schwingen die Gefäßwände einige Mal hin und her und erzeugen dabei Ultraschallwellen. Dies haben jetzt französische Wissenschaftler entdeckt.

Die ersten Ultraschallemissionen von Bäumen haben Forscher schon in den 1980er Jahren aufgefangen. Es war damals jedoch nicht möglich, die Ursache für die Emissionen herauszufinden. Bekannt war lediglich, dass sie verstärkt bei Wassermangel auftraten.

Die neuen Erkenntnisse können dazu beitragen, die Auswirkungen schwerwiegender Trockenperioden festzustellen. Mit Ultraschall-Sensoren wollen die Wissenschaftler künftig das Überleben der Bäume im Klimawandel sichern.

Tanne

Tannenzweig mit Tannenzapfen
Tannenzweig mit Tannenzapfen

Tannen gehören zur botanischen Familie der Kieferngewächse. Neben den rund 40 wilden Arten sind auch zahlreiche Hybriden bekannt. Die immergrünen Nadelbäume können bis 100 Meter hoch und maximal 800 Jahre alt werden.

Tannen wachsen vor allem in den holarktischen Arealen der Nordhalbkugel. Sehr große Tannenwälder befinden sich in Kanada, Sibirien, in den Rocky Mountains und in den gebirgigen Regionen von China.

Die Weißtanne
Die Weißtanne

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Tanne

Sie haben ein sehr imposantes Erscheinungsbild mit geradem Wuchs, dichten Zweigen und ausladendem Wipfel. Die weichen, flachen Nadeln sind an der Unterseite heller gefärbt.

Die Nadelfarbe reicht von Bläulich über Silber bis zu tiefem Grün. Nur im oberen Bereich der Tannen befinden sich aufrecht stehende Zapfen.

Tannen sind beliebte Bäume für Parkanlagen. Vor allem Edeltannen sehen sehr apart in großen Gärten aus.

In der Weihnachtszeit werden meist kleinere Edeltannen und Nordmanntannen als Weihnachtsbäume verkauft. Zu diesem Zweck werden Plantagen angelegt.

Tannenholz ist ein Grundstoff zur Produktion von Papier und Zellstoffen. Es wird auch zu

  • Furnier
  • Leim- oder
  • Sperrholz

verarbeitet.

Kenia - Ameisen schützen bestimmte Baumart gegen Elefanten

Grafische Darstellung des Königreichs der Ameisen (Ameisenhaufen) mit vier vergrößerten Ausschnitten
Das Koenigreich der Ameisen © Henrie - www.fotolia.de

Die sogenannten Flötenakazien (Acacia drepanolobium) in der Savanne in Ostafrika haben zwar sehr viele Dornen, gehören aber trotzdem zu der Leibspeise von Elefanten. Deswegen gehen die Bäume klugerweise eine Allianz mit Ameisen ein. Die Insekten sind tatsächlich eine der wenigen Tiere auf diesem Planten, die den Dickhäutern richtig zu schaffen machen können - etwa wenn sie in den Rüssel klettern. "Es ist eine dieser David-und-Goliath-Geschichten", erklärt Todd Palmer, Wissenschaftler am Mpala Forschungszentrum in Kenia. Die kleinen Plagegeister können die Elefanten nämlich tatsächlich davon abhalten, die Bäume abzufressen, die bis zu sechs Meter hoch werden können.

Giraffen machen die Ameisen allerdings so gar nicht zu schaffen. Mit ihren langen Zungen können sie die Beschützer einfach wegwischen.

Zeder

Zedern werden den Kieferngewächsen zugeordnet. Die großen, schlanken Bäume sind immergrün. Sie wachsen sehr aufrecht und haben eine breite Krone.

Weltweit sind nur drei wilde Zedernarten bekannt. Zwei Arten wachsen im Mittelmeerraum, vor allem entlang der türkischen Mittelmeerküste und in Nordafrika. Eine besonders anpassungsfähige Zedernart ist im Himalaja heimisch.

Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom Hindukusch bis nach Indien. In Europa werden meist Hybriden gepflanzt, die für gemäßigte Klimazonen kultiviert sind.

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Zeder

Die glatte graue Rinde und die Zweige mit den langen, dunkelgrünen Nadeln duften intensiv. Auf den Zweigen wachsen rund zehn Zentimeter große, aufrecht stehende Zapfen.

Wer im Handel nach Zedernholz sucht, wird immer auf Zypressenholz verwiesen, das den Handelsnamen Zedernholz trägt. Echte Zeder wird nicht industriell verwertet, sondern nur sehr vereinzelt zu hochwertigen Möbeln oder Kunsthandwerk verarbeitet. Zedern werden in Europa als Zierbäume in Parks und Gärten gepflanzt.

Zypresse

Zypressen sind immergrüne Koniferen mit kleinen, geschlossenen Zapfen. Die Nadelbäume verlieren auch in den Wintermonaten keine Blätter.

Die natürliche Heimat der Zypressen liegt in den warmen Arealen der Nordhalbkugel. Die Bäume wachsen im Mittelmeerraum, im Süden Nordamerikas und Mittelamerika, im Nahen Osten, Nordafrika und Vorderasien. In Deutschland werden nur wenige winterharte Sorten - zum Beispiel die Arizona-Zypresse und die Bastard Zypresse - gepflanzt.

Zypressen auf Ackerland
Zypressen auf Ackerland

Merkmale und Nutzungsmöglichkeiten der Zypresse

Das Erscheinungsbild der Zypresse ist sehr abwechslungsreich. Die rund 20 Zypressenarten wachsen säulenartig oder als Sträucher, haben teilweise hängende Zweige oder Zwergenwuchs. Sie werden oft als Sichtschutzhecken oder in Gruppen in Parkanlagen gepflanzt.

Zypressen werden meist zur Zierpflanzung in Parks und Tempelanlagen sowie als Alleenbäume verwendet. Das harte Holz hat einen rötlichen Farbton.

Es wird als Bauholz oder zur Herstellung von Musikinstrumenten verwendet. Aus den Blättern und Zweigen wird Zypressenöl gewonnen. Es ist Grundlage für

Klimawandel verbessert Wachstum von Bäumen

Ansicht von unten: Ginkgobaum
Ginkgo © makuba - www.fotolia.de

Laut einer US-Studie ist der Klimawandel gefährlich für Enten und andere Wasservögel in den nördlichen USA und im südlichen Kanada, da ihnen durch eine Temperaturerhöhung von nur 4 Grad Celsius die Feuchtgebiete und damit ihr Lebensraum genommen wird.

Anders sieht es bei dem Wachstum von Bäumen aus. Eine ander Untersuchung deckte nun auf, dass die klimatischen Veränderungen das Baumwachstum fördern würden. 22 Jahre lang wurden Bäume in 55 Wäldern an der US-Küste beobachtet und die erwarteten Veränderungen weitaus übertroffen.

Experten führen dies auf die Erderwärmung zurück, durch welche eine höhere Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Luft vorliegt. Dadurch wird Stoffwechsel und Wachstum der Bäume verbessert.

Weniger Nebel an Kalifornien's Küsten: Mammutbäume in Gefahr

Die Redwoods brauchen den Nebel zum Überleben - zukünftig möglicherweise weniger Mammutbäume

Waldweg
Redwood trees with hiking trail. © Andrew Ferguson - www.fotolia.de

Die sogenannten Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) gehören zu den touristischen Attraktionen Kaliforniens. Sie werden bis zu 110 Meter hoch und die ältesten von ihnen haben bereits über 2000 Jahre auf dem Buckel.

Jetzt sind die hölzernen Riesen jedoch akut bedroht. In den letzten Jahrzehnten hat sich der Sommernebel an den Küsten deutlich verringert. Messungen zufolge ist die durchschnittliche Zahl der Nebelstunden im Sommer seit 1901 von 56 Prozent auf 42 Prozent gefallen. Umgerechnet sind das etwa drei Stunden weniger Nebel pro Tag.

Die Küstenmammutbäume - auch Redwoods genannt - sind jedoch auf den Nebel unbedingt angewiesen. Er verhindert, dass zu viel Wasser aus den Bäumen verdunstet und führt ihnen auch direkt Wasser zu. "Mit nachlassendem Nebel werden die Mammutbäume nicht gleich aussterben, aber womöglich werden weniger neue Bäume nachwachsen", erklärt Todd Dawson von der University of California. Ob der schwindende Nebel ein natürliches Phänomen ist, oder ob dies auf den Klimawandel zurückzuführen ist, ist noch nicht restlos geklärt.

Klimaveränderungen spiegeln sich auch in den Jahresringen der Bäume wider

Alleestraße zwischen Feldern
French country road © Elenathewise - www.fotolia.de

Wie Wissenschaftler aus der Schweiz berichten, haben sich Klimaveränderungen in den letzten 2.500 Jahren auch auf die politischen Ereignissen in Europa ausgewirkt. So kann man auch aufgrund der Jahresringe bei den Bäumen den Niedergang oder Aufschwung von den Herrscherhäusern in Europa erkennen. So sind beispielsweise in Dürreperioden die Jahresringe enger und wenn reichlich Wasser und Nährstoffe vorhanden waren, sind diese breiter.

Bei einer Studie von alten Holzgegenständen aus Eiche hatte man dies herausgefunden. So waren in Europa zur Zeit des Römischen Reiches, aber auch im Mittelalter, die Sommermonate recht warm und feucht, in den Jahrhunderten zwischen 250 und 600 nach Christus dagegen sehr unbeständig. In dieser Zeit war auch der Niedergang des Römischen Reiches und der Beginn der Völkerwanderung zwischen 375 bis 568 n. Christus.

Zunehmende Trockenheit für viele Baumarten gefährlich

Waschmaschine halb mit Wasser gefüllt als Vase für grüne Pflanze
Green energy concept © PinkShot - www.fotolia.de

Im Rahmen einer Studie zum Leitungssystem unterschiedlicher Baumarten haben Wissenschaftler der Universität Ulm festgestellt, dass zunehmende Trockenheit für viele Bäume gefährlich sein kann. Dies liegt in erster Linie daran, dass der Wassertransport in den Gefäßen durch die darin eingeschlossenen Luftblasen ins Stocken gerät. Nur wenn der Baum einen konstanten Druck in seinem Leitungssystem aufrecht erhält, kann er die oberen Pflanzenteile sowie die Blätter mit ausreichend Wasser versorgen.

Falls den Wurzeln jedoch keine Flüssigkeit mehr zur Verfügung steht, kann die Wassersäule aufgrund der Luftblasen in der Leitung komplett abreißen, sodass der Baum austrocknet und im schlimmsten Fall stirbt. Allerdings bestehen zwischen den unzähligen Baumarten aufgrund verschiedener Leitungsbahnen und Wasserdrücke teils große Unterschiede, sodass die Forscher diesen Effekt noch nicht ausführlich ermitteln konnten.

Während viele Nadelbäume mit einem niedrigen Wasserdruck ganz gut zurechtkommen, haben Laubbaumarten keinen so großen Puffer und dürfen ihren Wasserdruck in den Gefäßen nur kurzzeitig unterschreiten.

Klimawandel bedroht Nebelwälder

Wasserfall im Nationalpark Sumava, Böhmerwald in Tschechien, Naturschutzgebiet
Waterfall in National park Sumava Czech Republic © vencav - www.fotolia.de

Der Monteverde Nebelwald in Costa Rica ist ein außergewöhnliches und beliebtes touristisches Ziel. Es handelt sich dabei um ein rund 10.500 Hektar großes Schutzgebiet mit Bergwäldern entlang der Cordillera de Tilaran mit Höhen zwischen 800 bis über 1800 Meter.

In dem Wald tummeln sich mehr als 2500 Pflanzenarten, um die 100 Arten von Säugetieren, fast 400 Vogelarten und 120 Reptilien-/Amphibien-Arten. Dazu zählen zahlreiche verschiedene Orchideen und seltene Schmetterlinge.

Die Regenzeit dauert dort neun Monate. In den übrigen drei Monaten herrscht eine Trockenphase. Dann hüllt Nebel die Baumkronen ein. US-Wissenschaftler fanden jetzt heraus, dass die Baumarten im nebligen Bereich des Waldes über ihre Blätter viel Feuchtigkeit aus den Wolken aufnehmen. Sie ziehen fast 20 Prozent mehr Wasser aus den Wolken als Bäume, die in trockeneren Gebieten wachsen.

Der Klimawandel bedeutet eine große Gefahr für Nebelwälder, denn höhere Temperaturen in der Trockenzeit führen dazu, dass über den Baumkronen weniger Wolken entstehen. Die Bäume wären nicht mehr in der Lage, ausreichend Wasser aufzunehmen.

Klimawandel lässt Bäume in Deutschland schneller wachsen

Junger Ahornbaum frisch gepflanzt
junge Pflanze © blacksock - www.fotolia.de

Auch die Bäume in Deutschland sind vom Klimawandel betroffen. Trockenheit, Hochwasser und Hitze machen ihnen zu schaffen. Eine neue Studie zeigt, dass Kohlendioxid und Stickstoff Bäume in Deutschland schneller wachsen und altern lässt als früher. Auch das wärmere Klima und die längere Vegetationszeit tragen zu dem verstärkten Wachstum bei. Die Auswirkungen des sauren Regens, der die Wälder noch in den 1980er Jahre stark schädigte, sind kaum noch vorhanden.

Die Untersuchung legt dar, dass einzelne Buchen sich um 77 Prozent schneller als noch 1960 entwickelten. Bei Fichten nahm die Wachstumsgeschwindigkeit um 32 Prozent zu. Damit binden sie auch mehr Kohlendioxid in ihrem Holz. Andererseits benötigen Bäume durch ihr schnelleres Wachstum mehr Nährstoffe und Wasser aus dem Waldboden. Herrscht daran Mangel, wird das Holz instabiler und die Bäume sind anfälliger für Schädlinge und Sturmschäden.

Bäume nutzen Wasser aufgrund des CO2-Anstiegs effizienter

Laut neuen Forschungsergebnissen benötigen Bäume heute bis zu ein Fünftel weniger Wasser als noch vor 100 Jahren

Ansicht von unten: großer Laubbaum im Sonnenlicht
baum © Silvia Schwarz - www.fotolia.de

Die Erderwärmung sorgt dafür, dass Bäume Wasser effizienter nutzen. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts nahm die Effizienz

  • bei Laubbäumen um 14 Prozent und
  • bei Nadelbäumen um 22 Prozent

zu.

Das bedeutet, dass Bäume bis zu ein Fünftel weniger Wasser benötigen, um dieselbe Menge Kohlenstoffdioxid, kurz CO2, zu verarbeiten als noch vor 100 Jahren. Das haben Schweizer Wissenschaftler herausgefunden, die Jahresringe von Bäumen an 23 Standorten zwischen Norwegen und Marokko untersucht haben.

Gasaustausch der Bäume

Bäume nehmen im Rahmen der Photosynthese Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf und geben dafür Wasserdampf ab. Wasserdampf ist das wichtigste Treibhausgas, dessen Anteil am natürlichen Treibhauseffekt bei rund 60 Prozent liegt.

Der Gasaustausch erfolgt durch winzige Poren an Blättern und Nadeln. Befindet sich mehr CO2 in der Luft, genügt den Bäumen eine kleine Öffnung. Dementsprechend verdunstet auch weniger Wasser.

Wasserverbrauch stieg dennoch an

Berechnungen zeigen jedoch, dass der Wasserverbrauch der Wälder in Europa trotz der höheren Wassernutzungseffizienz insgesamt nicht gesunken ist. Eingetreten ist sogar das Gegenteil: Aufgrund

  • der längeren Wachstumsperioden und
  • größeren Kronenflächen der Bäume sowie
  • der höheren Temperaturen

stieg die Verdunstung während des 20. Jahrhunderts sogar an.

Nach Ansicht der Forscher sei es daher eher unwahrscheinlich, dass Bäume die Menge an Wasserdampf in der Atmosphäre verringern werden. Die Studie liefert wichtige Informationen, um die Simulation des Kohlenstoff- und des Wasserkreislaufs in globalen Klimamodellen zu verbessern.

Heiße und trockene Sommer: Wissenschaftler untersuchen Folgen des Klimawandels für Straßenbäume

Hamburger Forscher werden in den nächsten Jahren die Belastung der Bäume durch verschiedene Einflussfaktoren untersuchen

Ansicht von unten: Großer Baum mit grünen Blättern unter blauem Himmel
Kerb-Buche © Tomejirou - www.fotolia.de

In Hamburg stehen etwa 250.000 Bäume an den Verkehrswegen. Eine Studie von Wissenschaftlern des Instituts für Bodenkunde an der dortigen Universität soll nun Aufschluss über die Belastung durch

  • die Versiegelung des Bodens,
  • Schadstoffe,
  • Baumaßnahmen sowie
  • den Klimawandel

liefern.

Da es in Zukunft auch in Hamburg häufiger zu heißen und trockenen Sommern kommen soll, würde sich dies wiederum auch auf die Straßenbäume auswirken. Der "Trockenstress" für die Bäume würde sich noch erhöhen.

Untersuchung soll Vorschläge zur verbesserten Erhaltung des Baumbestandes hervorbringen

Die Untersuchung über die Folgen des Klimawandels soll über einen Zeitraum von drei Jahren erfolgen. Am Ende soll die Umweltbehörde Vorschläge bekommen, wie die Straßenbäume trotz Klimaerwärmung und steigender Trockenheit erhalten bleiben und der Bestand entwickelt werden kann.

Früher erreichten Bäume auch in der Stadt ein Alter von mehreren hundert Jahren. Neupflanzungen kommen heute nur noch auf 30 bis 60 Jahre.

Tipps und Grundinformationen zu Bäumen

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