4. Mai 2010
Taufpatenschaft ist ein Ehrenamt. Ein Taufpate muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen und hat durch sein Amt auch Pflichten. Da er sich freiwillig für die Belange des Kindes einsetzt, sollte das Patenkind seinen Taufpaten ehren.
In früheren Zeiten war es sogar so, dass der Taufpate bei einem frühen Ableben der Eltern eine Fürsorgepflicht hatte. Auch heute noch bemühen sich die meisten Paten um eine enge Beziehung zu dem Kind. Sie begleiten seine christliche Erziehung und die Entwicklung des Kindes. Die Eltern wählen in der Regel als Taufpaten einen Menschen aus, welcher der Familie nahe steht. Für die meisten Menschen ist es eine sehr große Ehre, wenn sie Taufpate sein dürfen. Sie stehen dem Kind nicht nur bei religiösen Fragen zur Seite. Wie sich die Beziehung zum Taufpaten letztendlich gestaltet, ist ganz unterschiedlich und individuell. Sicher wird die Beziehung auch von den Eltern geprägt wie sie ihr Kind erziehen. Taufpate zu sein ist eine besondere Aufgabe und dies sollte auch dem Kind vermittelt werden. Damit es den Taufpaten achten und ehren kann, muss es Zuneigung und Aufmerksamkeit erfahren. Je nach Alter können ihm die Eltern vermitteln, dass sein Taufpate ihm gegenüber freiwillig eine Verantwortung übernommen hat. Der Pate hat mit seinem Amt die Möglichkeit den Glauben des Kindes zu festigen und dass es in die Gemeinde hineinwachsen kann. Er kann helfen den Glauben kennen zu lernen und zu verstehen. Der Pate kann das Kind auf seinem religiösen Weg begleiten und auch bestärken.
Wenn die persönliche Beziehung von Verständnis, liebevoller Zuwendung und Aufmerksamkeit getragen wird, kann sich eine enge Bindung entwickeln. Nach christlichen Werten erzogen zu werden ist keine Selbstverständlichkeit und für Kinder kann es eine Bereicherung sein. Je ernster eine Pate sein Amt nimmt, umso mehr wird das Patenkind sein Bemühen spüren und ihm dafür auch danken. Kinder sind sehr sensibel, wenn es um Aufrichtigkeit geht und werden den Paten auch auf den Prüfstand stellen. Deshalb muss er glaubwürdig und auch authentisch sein, um das Vertrauen des Kindes zu gewinnen. Die Eltern sollten dem Paten helfen und ihn unterstützen. Wenn sie ihm ehrerbietig und achtungsvoll begegnen, wird das Kind dieses als Vorbild haben.
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