2. Juni 2010
Schwule Väter bieten ihren Kindern eine besondere Lebensform, sie leben allein erziehend oder in einer schwulen Familie mit Partner. Dabei unterscheidet sich die Erziehung von schwulen Vätern nicht wesentlich von heterosexuellen Eltern.
Schwule Väter leben vermehrt in Großstädten und bieten ihren Kindern ein toleranteres Milieu. Schwule Eltern sind nicht mit heterosexuellen Eltern zu vergleichen, dies bedeutet aber nicht, dass sie Defizite aufweisen, sondern vielmehr, dass sie den Kindern eine Vielfältigkeit bieten. Schwule Väter sind sehr engagierte Eltern und reflektieren sehr stark in der Erziehung. Sie haben sich bewusst für die Kinder entschieden und zeigen Präsenz. Durch ihre außergewöhnliche Situation sind sie sehr eng miteinander verbunden. Oft haben die Kinder eine Trennung und Scheidung miterlebt und die Konflikt beladene Situation des Coming-Outs des schwulen Elternteils. Denn die Kinder stammen meist aus einer heterosexuellen Vergangenheit. Wird einem schwul gewordenen Vater das Sorgerecht zugesprochen, so ist das immer noch außergewöhnlich und bedeutet für das Kind aber auch, dass die Mutter auf die Erziehung und das Zusammenleben mit dem Kind verzichtet hat. Diese besonderen Umstände schweißen Vater und Kind zusammen. Oft gibt es auch Geschwister und so wächst und entsteht eine schwule Familie. Lebt der Vater in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft so wächst das Kind mit zwei Vätern auf. Viele schwule Paare haben einen ausgeprägten Familiensinn.
Sie wünschen sich Kinder und werden auch durch Adoption oder durch eine Pflegeelternschaft zu Eltern. Der intensive Wunsch nach Kindern und Familie lässt sie zu guten Vätern werden. Sie erziehen ihre Kinder zu mehr Toleranz und Akzeptanz und vermitteln ihnen die Vielfalt des Seins. Dabei sind auch schwule Väter vor die Herausforderung gestellt Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Die Vereinbarkeit scheinen gleichgeschlechtliche Partner besser bewerkstelligen zu können, sie teilen sich die Aufgaben besser. Obwohl sich gleichgeschlechtliche Paare von traditionellen Wert- und Moralvorstellungen gelöst haben, können sie in der Erziehung der Kinder sehr konservativ sein. Auch in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung kann es eine unterschiedliche Rollenverteilung geben und die Kinder können verschiedene Qualitäten erfahren. Trotzdem orientieren sich schwule Väter bei der Erziehung der Kinder an heterosexuellen Familien, denn sie können kaum auf homosexuelle Modelle und deren Erfahrung zurückgreifen.
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