3. März 2010
Es gibt unterschiedliche Formen der Pflege, je nach Aufgabenstellung.
Pflegekinder kommen aus Familien, die sich meist in einer sozialen Notlage befinden. Das heißt, das Kind bringt eine Geschichte mit, deshalb sollten die Pflegeeltern psychisch und physisch belastbar sein und offen für den eventuell schwierigen Hintergrund des Kindes. Ein Pflegekind bringt Probleme mit in die Pflegefamilie und diese wollen verarbeitet werden.
Die Bereitschaftspflege nimmt ein Kind kurzfristig auf, dies ist meist bei einer unvorhergesehenen Notlage der Fall. Dies nennt man Inobhutnahme, bis eine geeignete Lösung für das Kind erarbeitet wurde. Dies kann der Fall sein, weil zum Beispiel eine allein erziehende Mutter ins Krankenhaus muss, oder auch weil eine sofortige Herausnahme des Kindes aus der Familie nötig ist.
Die zeitlich befristete Vollzeitpflege oder auch Kurzzeitpflege genannt ist für ein Pflegekind, dessen Familie sich in einer vorübergehenden Krise befindet, zum Beispiel Krankenhausaufenthalt oder Therapie der Eltern. Die Betreuung findet rund um die Uhr statt. Die Pflegeeltern sind bemüht den Kontakt zur Herkunftsfamilie aufrecht zu erhalten. Ist die Krise bewältigt, kehrt das Pflegekind wieder in seine Herkunftsfamilie zurück. Pflegeeltern müssen sich dabei auf die Ungewissheit einlassen können, wie lange das Pflegeverhältnis dauern wird.
Die auf Dauer angelegte Vollzeitpflege ist auf Dauer, wenn die leiblichen Eltern ausfallen, um das Kind zu betreuen und zu erziehen. Die Pflegefamilie bietet dem Kind einen Familienersatz, in dem es sich alters- und kindgerecht entwickeln kann. Bei der Verarbeitung von bestimmten Erlebnissen soll die Pflegefamilie helfen und unterstützen. Einen Kontakt und Umgang zu den leiblichen Eltern wird angestrebt. Die Pflegefamilie arbeitet eng mit dem Jugendamt und der Herkunftsfamilie zusammen.
Die besondere Vollzeitpflege ist für Pflegekinder mit besonderen Beeinträchtigungen. Dafür werden geschulte und erfahrene Pflegeeltern gebraucht, vorzugsweise aus einem heilpädagogischen Beruf oder die über sehr viel Erziehungserfahrung verfügen.
Die Tagespflege umfasst die stundenweise oder ganztägige Betreuung durch eine Tagesmutter oder einen Tagesvater. Dies wird meist in Anspruch genommen, weil die Eltern berufstätig sind. Hier bleibt das Kind normal in der Herkunftsfamilie eingebunden.
Zukünftige Pflegeeltern werden umfassend geschult in allen wichtigen Bereichen rund um die Pflegekinder. Dies ist eine wichtige Voraussetzung um sich für die Belange des Kindes einsetzen zu können.
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