3. Juni 2011
Von Marco Stephan
Wie ein Blick in die städtischen Parks und in die Statistiken des Bundesamtes zeigen, gibt es immer mehr alleinerziehende Elternteile. Für Singles bedeutet das, dass ihr künftiger Partner womöglich bereits mit Anhang – entweder Vollzeit oder Teilzeit – in Ihr Leben tritt. Es kann schon ziemlich kompliziert sein, mit einen Mann oder einer Frau auszugehen, die mit jemand anderen eine Familie gegründet haben.

Streng genommen gehen Sie nämlich nicht nur mit dem Vater (oder der Mutter) der Kinder aus, sondern auch mit den Kindern selbst. Es geht also nicht nur darum, einen guten Eindruck auf den Kandidaten ihres Herzens zu machen, sondern – sofern sie Ihnen vorgestellt werden – auch seine Kinder von Ihren Qualitäten zu überzeugen. Unter Garantie wird es Situationen geben, in denen Sie sich fehl am Platze fühlen. Und das ist vollkommen okay. Schließlich können Sie nicht kontrollieren, wie seine Kinder auf Sie als neuen Partner im Leben des Elternteils ansprechen. Aber Sie können auf die Reaktionen der Kinder reagieren und Sie zu Verbündeten machen oder zumindest in Schach halten.
Eine Beziehung mit einem Elternteil ist nicht mit anderen Beziehungen zu vergleichen, wo Ihr Partner kinderlos war. Und wenn Ihnen dieser Gedanke Sorgen bereitet, sollten Sie sich rechtzeitig fragen, ob die Konstellation wirklich das bieten kann, was Sie von einer Beziehung erwarten. Mögen Sie Kinder? Möchten Sie vielleicht später selbst einmal welche haben? Wird Ihr Partner mit Ihnen eine Familie gründen wollen, obwohl er schon Kinder in die Welt gesetzt hat? Es ist wichtig, dass Sie diese Fragen so früh wie möglich mit den neuen Menschen an ihrer Seite abklären, um später schmerzhafte Enttäuschungen zu vermeiden.
Machen Sie sich bewusst, dass die Kinder für Ihren Partner das Wichtigste in seinem Leben sind und Sie sich diesen Umstand für immer und ewig unterordnen müssen. Wenn Ihnen die Vorstellung nicht gefällt, dass Sie ihren neuen Partner mit seinen Kindern teilen müssen, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Beziehung zu beenden.
Kinder brauchen Geborgenheit und Sicherheit. Sie sind keine emotionslosen Zimmerpflanzen. Je länger Sie mit ihren Partner zusammen sind und je besser Sie seine Kinder kennen lernen und diese sich an Sie gewöhnen und idealerweise sogar ins Herz schließen, um so mehr Verantwortung kommt Ihnen auch zuteil. Wenn es in der Beziehung einmal etwas holperig wird, sollten Sie dies niemals vergessen und einfach so die Trennung einläuten. Sie mögen zwar für die Kinder ihres Partners keine Ersatzmutter sein, aber möglicherweise doch so etwas wie die große Schwester. Damit gehören Sie also zur Familie. Und der Verlust eines Familienmitgliedes ist für Kinder immer ein traumatische Erfahrung.
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