Es gibt immer mehr lesbische Lebenspartnerschaften, viele leben mit ihren Kindern und bilden eine Familie. Die Reaktionen aus der Gesellschaft sind sehr unterschiedlich und lesbische Familien müssen immer noch mit vielen Vorurteilen rechnen. Von einem Großteil werden sie anerkannt und respektiert, von anderen verurteilt und stigmatisiert.
Die meisten Befürchtungen bei Kindern die in einer lesbischen Partnerschaft aufwachsen gehen dahin, dass man befürchtet, dass sich ihre sexuelle Orientierung auch gleichgeschlechtlich entwickelt.
Und genau da zeigt sich der Missstand der angeblichen Toleranz. Denn wäre die Homosexualität wirklich akzeptiert, dann wäre eine gleichgeschlechtliche Orientierung der Heranwachsenden ja nicht schlimm.
Auch gesetzlich wird die lesbische Familie nicht voll anerkannt, es gibt zwar die eingetragene Lebenspartnerschaft, trotzdem gibt es in Bezug auf Kinder wie zum Beispiel Sorgerecht, Umgangsrecht aber auch miet- und wohnrechtlich, erbrechtlich, steuerrechtlich und sozialrechtlich noch viele Lücken.
Die rechtliche Anerkennung als Familie ist eine Sache, die gesellschaftliche Anerkennung eine andere. Zahlreiche Initiativen und Selbsthilfegruppen kämpfen um die Anerkennung und Gleichstellung von homosexuellen Familien. Die Alltagsprobleme sind die Gleichen wie bei heterosexuellen Eltern. Allerdings sind die Rahmenbedingungen ungünstiger, weil sie nicht als Familie anerkannt werden. Es entstehen nicht nur finanzielle Nachteile, sondern auch unwägbare Situationen die bei den Betroffenen Unsicherheit und Ängste auslösen.
Wo bleiben zum Beispiel beim Tod eines Partners die Kinder wenn der andere Partner kein Sorgerecht hat? Laut Gesetz steht die Familie unter einem besonderen Schutz und Familie soll da sein wo Kinder sind. Diese Anerkennung wird lesbischen Familien aber noch nicht zuteil.
Familie ist nicht nur ein soziologischer Begriff sondern dadurch auch ein politischer. Es ist ein Anrecht, auch für die Kinder, dass sie rechtlich gleichgestellt werden und keine Diskriminierung erfahren.
Die Lebenssituation der Kinder aus einer lesbischen Familie sollte klar sein und deshalb müssten die Partnerinnenrechte in Bezug auf das Kind abgesichert sein. Die rechtliche Lage zeigt, dass unsere Toleranz längst nicht so groß ist wie sie vorgegeben wird. Was macht Familie aus und welche Kriterien muss sie erfüllen um anerkannt zu werden?
In zwischenmenschlichen Kontakten scheint es besser zu klappen als in rechtlichen Angelegenheiten. Vorrangig zum Wohle der Kinder, sollte eine Gesellschaft jede Form von Familie schützen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
21.05.13 | |
![]() | LESBISCHE MüTTER |
12.02.13 | |
![]() | LESBISCHE MüTTER |
10.07.12 | |
![]() | LESBISCHE MüTTER |
15.04.12 | |
![]() | LESBISCHE MüTTER |
21.03.11 | |
![]() | LESBISCHE MüTTER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Lesbische Mütter Forum


Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen und bewerten Sie ihn bitte: