7. April 2010
Immer mehr Mütter möchten Beruf und Familie unter einen Hut bringen, dafür ist eine umfassende Kindertagesbetreuung notwendig. Dabei können die Arbeitszeiten der Eltern nicht immer abgedeckt werden. Viele Betriebe haben deshalb auch betriebseigene Kindergärten.
Manche Mütter möchten so früh wie möglich wieder berufstätig sein, oder sie suchen Arbeit oder befinden sich in Ausbildung. Dann ist ein Krippenplatz geeignet, hier ist es wichtig, dass die Krippe ein gutes pädagogisches Konzept hat und eng mit den Eltern zusammenarbeitet. Für die Allerkleinsten ist eine warmherzige Atmosphäre und Geborgenheit sehr wichtig. In der Regel findet eine Eingewöhnungsphase statt damit eine Beziehung zu der neuen Bezugsperson aufgebaut werden kann. Neuere Studien sehen die Betreuung in einer Krippe eher kritisch. Der Abbruch der primären Bindung zu der Mutter als wichtigste Bezugsperson kann das Kind unter Umständen belasten. Viele Mütter leiden auch unter einem schlechten Gewissen, wenn sie die Kinder so früh weggeben. Für viele Frauen bedeutet dies eine anstrengende Grätsche zwischen Kind und Beruf. Dabei haben Krippen aber auch einen Bildungsauftrag, sollen die so genannten Lernfenster nutzen und das Kind zum Beispiel bei der Sprachentwicklung unterstützen. Wenn Mütter voll hinter ihrer Entscheidung stehen und das Kind mit einem guten Gefühl in die Kinderkrippe geben, dann ist die Betreuung auch für das Kind einfacher. Ein Krippenaufenthalt kann aber auch eine Bereicherung für ein Kind sein, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, die Krippe im ständigen Dialog mit den Eltern steht und das Kind sich aufgehoben fühlt.
Ab dem dritten Lebensjahr kommen Kinder in den Kindergarten, ab diesem Alter ist der Kontakt zu anderen Kindern sehr wichtig, um die soziale Kompetenz zu fördern. Hier ist das Betreuungsprogramm sowie die Raumausstattung und -gestaltung wichtig. Die Kinder brauchen pädagogisch wertvolle Spielsachen, Musikinstrumente, Spiele, Mal- und Bastelsachen, sowie Möglichkeiten zum freien und zum Rollenspiel. Die Sprache soll gefördert werden, das Zahlenverständnis und andere vorschulische Kenntnisse. Grob- und feinmotorische Fähigkeiten müssen geschult werden. Diese Ansprüche können in einer Kindertagesstätte erfüllt werden, wie es bei einer häuslichen Betreuung kaum möglich ist. Oft stimmen die Schulzeiten nicht mit den Arbeitszeiten der Eltern überein. In einem Kinderhort können die Kinder vor und nach der Schule betreut werden.
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Dieses Buch hat die hauswirtschaftliche Rundumversorgung von Kinderbetreuungseinrichtungen im Fokus.