Die verschiedenen Arten von Tagesstätten für Kinder und für wen sie geeignet sind

Die Kindertagesstätte wird auch KITA oder Kita genannt. Es ist eine Einrichtung, die der Betreuung der Kinder dient. In der Regel sind es Ganztagseinrichtungen mit dem Ziel, die Kinder zu beaufsichtigen und zu fördern. Es gibt verschiedene Arten von Tagesstätten für Kinder. Dazu zählen auch private Initiativen und konfessionelle Einrichtungen, die in der Regel aber nicht Kindertagesstätte genannt werden. Informieren Sie sich über Merkmale unterschiedlicher Tagesstätten.

Merkmale unterschiedlicher Tagesstätten von Ganztagseinrichtungen bis zur Kinderkrippe sowie Vor- und Nachteile der Kita und Tagesmutter im Vergleich

Arten und Zielgruppen von Tagesstätten

Kindertagesstätten gliedern sich

  • in Kinderkrippen, dies ist ein Angebot für Kinder bis zum dritten Lebensjahr,
  • in Kindergärten für drei bis sechsjährige Kinder und
  • in den Schulhort, in der Regel für Grundschulkinder oder bis zum zwölften Lebensjahr.
  • Es gibt auch Einrichtungen, die alle drei Altersgruppen umfassen.

Kinderkrippe

Eine Kinderkrippe besteht aus überschaubaren und meist altersgemischten Gruppen, die von zwei Erzieherinnen betreut werden.

  • Es werden gemeinsame Mahlzeiten eingenommen,
  • die Kinder machen einen Mittagsschlaf und
  • sie sind ansonsten mit altersgerechten Spielen beschäftigt.
  • Säuglinge werden gewickelt und individuell betreut.

Für wen ist die Krippe geeignet?

Manche Mütter

Dann ist ein Krippenplatz geeignet. Hier ist es wichtig, dass die Krippe ein gutes pädagogisches Konzept hat und eng mit den Eltern zusammenarbeitet.

Die Trennung fällt schwer

Für die Allerkleinsten ist eine warmherzige Atmosphäre und Geborgenheit sehr wichtig. In der Regel findet eine Eingewöhnungsphase statt, damit eine Beziehung zu der neuen Bezugsperson aufgebaut werden kann.

Neuere Studien sehen die Betreuung in einer Krippe eher kritisch. Der Abbruch der primären Bindung zu der Mutter als wichtigste Bezugsperson kann das Kind unter Umständen belasten.

Bildungsauftrag

Viele Mütter leiden auch unter einem schlechten Gewissen, wenn sie die Kinder so früh weggeben. Für viele Frauen bedeutet dies eine anstrengende Grätsche zwischen Kind und Beruf. Dabei haben Krippen aber auch einen Bildungsauftrag, sollen die so genannten Lernfenster nutzen und das Kind zum Beispiel bei der Sprachentwicklung unterstützen.

  • Wenn Mütter voll hinter ihrer Entscheidung stehen und das Kind mit einem guten Gefühl in die Kinderkrippe geben, dann ist die Betreuung auch für das Kind einfacher.
  • Ein Krippenaufenthalt kann aber auch eine Bereicherung für ein Kind sein, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, die Krippe im ständigen Dialog mit den Eltern steht und das Kind sich aufgehoben fühlt.

Kindergarten

Der Kindergarten hat nicht nur einen betreuenden Charakter, hier sollen ab einem bestimmten Alter auch schon vorschulische Kenntnisse erworben werden.

  • Auch im Kindergarten gibt es gemeinsame Mahlzeiten und ein Mittagsschlaf, der abgehalten wird.
  • Basteln, altersgerechte Spiele und auch Freispiel will die Kinder beschäftigen. Kindertagesstätten haben auch immer ein Freigelände, so dass die Kinder an der frischen Luft spielen können.
  • Der Umgang mit anderen Kindern soll die soziale Kompetenz fördern.

Vielseitige Förderung

Die Kinder brauchen pädagogisch wertvolle

  • Spielsachen
  • Musikinstrumente
  • Spiele
  • Mal- und Bastelsachen, sowie
  • Möglichkeiten zum freien und zum Rollenspiel.
  • Die Sprache soll gefördert werden, ebenso das Zahlenverständnis und andere vorschulische Kenntnisse.
  • Grob- und feinmotorische Fähigkeiten müssen geschult werden.

Kinderhort

Da Grundschulkinder noch unregelmäßige Schulzeiten haben, können sie im Hort vor und nach der Schule betreut werden. Auch hier werden gemeinsame Mahlzeiten angeboten und neben zahlreichen Freizeitangeboten spielt die Hausaufgabenbetreuung eine wichtige Rolle. Das Alltagsleben wird durch gemeinsame Ausflüge und Unternehmungen bereichert.

Kindertagesstätten

In Kindertagesstätten werden die Kinder pädagogisch betreut, ihre Entwicklung soll gefördert werden und sie sollen zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit erzogen werden.

Gesetzliche Regelung und Kosten

Die Kindertagesbetreuung von Kindern ist ein Deutschland ein Teil der Kinder- und Jugendhilfe und basiert auf dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.

Für Eltern gibt es einen rechtlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Trotzdem ist es je nach Region und Ort manchmal nicht einfach, einen Platz zu bekommen.

Eltern werden dabei bevorzugt.

Auch die Beteiligung an den Kosten ist für die Eltern je nach Ort und Einrichtung unterschiedlich. Die Kosten der Kindertagesstätte können als Kinderbetreuungskosten bei der Einkommensteuer abgesetzt werden.

Viele Eltern entscheiden sich aber auch, die Dienste einer Tagesmutter in Anspruch zu nehmen. Ist dies vielleicht die bessere Alternative?

Die Vor- und Nachteile der Kita und Tagesmutter im Vergleich

Die Frage danach, ob das Kind zur Betreuung in eine Kindertagesstätte oder doch lieber zu einer Tagesmutter gegeben werden soll, beschäftigt viele Eltern. Schließlich haben beide Betreuungsmöglichkeiten sowohl Vor- als auch Nachteile.

Welche Form der Kinderbetreuung ist besser für das Kind?

Den meisten Eltern fällt es schwer, ihren Nachwuchs in fremde Hände zu geben. Allein der Gedanke daran, dass man nun (stundenweise) nicht mehr selber für das Wohlergehen des Sprösslings sorgen kann, ist gerade für Mütter oft ein Graus.

Doch bei der Wahl der Betreuungsform sollte es keineswegs nur darum gehen, wo das eigene Kind besser aufgehoben ist. Bei der Entscheidung darüber, ob der Nachwuchs bei einer Tagesmutter oder in einer Kindertagesstätte zur Betreuung abgegeben werden soll, sollten noch andere Dinge bedacht werden. Denn beide Varianten haben sowohl Vor- als auch Nachteile.

Die Vorteile der Kindertagesstätte

  • Der größte Vorteil einer Kindertagesstätte ist der, dass hier eine Ganztagsbetreuung des Kindes möglich ist. Für Mütter heißt das, dass sie nun wieder voll arbeiten können.

  • Zudem ist die Betreuung des Kindes auch dann gewährleistet, wenn einer der Erzieher krankheitsbedingt ausfällt oder im Urlaub ist.

  • Die professionelle Betreuung durch ausgebildete Erzieher hat zudem den Vorteil, dass das Kind bestmöglich gefördert wird.

  • Aber auch das Zusammensein mit anderen Kindern wirkt sich positiv auf die Entwicklung des Kindes aus. Im Umgang mit anderen Kindern wird der Nachwuchs in seiner sozialen Kompetenz geschult. Darüber hinaus können die Kinder auch voneinander lernen. Schließlich entwickeln sich Kinder sehr individuell, sodass auch gleichaltrige Kinder sich durchaus schon etwas voneinander abschauen können.

Die Nachteile der Kindertagesstätte

Der Besuch einer Kindertagesstätte ist natürlich mit Kosten verbunden. Dies kann jedoch nicht als Nachteil verbucht werden, da es auch für alle anderen Betreuungsformen gilt. Dennoch gibt es auch bei einer Kita Nachteile für das Kind.

So sind dort häufig nicht genügend Erzieher angestellt, sodass einzelne Kinder oft nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie bräuchten. Das ist vor allem in Kitas mit großen Gruppen der Fall. Dort müssen sich die Erzieher dann oft den kleineren Kindern widmen, wodurch die älteren Kinder sich automatisch mit weniger Aufmerksamkeit zufrieden geben müssen.

Dieser Zustand kann innerhalb der Gruppe durchaus zu Spannungen führen. Eltern, die möchten, dass ihr Kind alle Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient, sollten daher über die Beschäftigung einer Tagesmutter nachdenken.

Die Vorteile der Tagesmutter

Die großen Vorteile der Betreuung durch eine Tagesmutter sind

  • die Stabilität
  • die Kontinuität und
  • das familiäre Umfeld.

Da das Kind meist im Haus der Tagesmutter betreut wird, verbringt es den Tag praktisch in häuslicher Umgebung. Die Betreuung erfolgt immer durch dieselbe Person, was dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität vermittelt.

Zudem muss das Kind seine Betreuungsperson oft nur mit ganz wenigen anderen Kindern teilen. Meist betreuen Tagesmütter nur ihr eigenes Kind und nehmen zusätzlich noch ein weiteres Kind zur täglichen Betreuung auf.

Auch für die Eltern hat die Betreuung durch eine Tagesmutter Vorteile. Denn die Tagesmutter ist oft sehr flexibel. Falls die Eltern zum Beispiel länger arbeiten müssen oder wichtige Termine anstehen, kann die Betreuungszeit häufig sehr spontan und flexibel vereinbart werden.

Über die Qualifikation der Tagesmutter müssen sich die Eltern keine Sorgen machen. Die Eignung wird seit dem Jahr 2006 vom Jugendamt überprüft. Die Kosten für eine Tagesmutter fallen häufig sogar geringer aus, als die Kosten für eine Kita.

Die Nachteile der Tagesmutter

  • Der größte Nachteil der Tagesmutter ist der Betreuungsausfall bei Krankheit oder während des Urlaubs der Tagesmutter.
  • Zudem verfügen Tagesmütter zwar über eine gewisse Eignung für die Kinderbetreuung, es mangelt ihnen aber oft an pädagogischer Ausbildung oder Weiterbildung.
  • Außerdem bleiben den Kindern bei der Betreuung im familiären Umfeld die sozialen Kontakte zu anderen Kindern (weitestgehend) verwehrt.

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Quellenangaben
  • children in kindergarten © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

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