18. März 2010
Wenn das Kind in den Kindergarten kommt, ist das für beide, für Eltern und Kind eine große Umstellung. Die will von dem Kind erst einmal bewältigt werden. Um den Einstieg in den Kindergarten zu erleichtern gibt es eine Eingewöhnungsphase.
Manche Kinder gehen sofort gern in den Kindergarten, anderen fällt dieser Schritt schwer. So etwa ab dem vierten Lebensjahr lösen sich Kinder von ihrer engsten Bezugsperson, meistens der Mutter. Dann ist das Kind auch reif für den Kindergarten. Der Kindergarten bietet dem Kind viele Möglichkeiten und der Mutter mehr Freiraum. Andere Kinder werden interessant, Spielfreundschaften geschlossen und die Mutter kann zum Beispiel auch wieder berufstätig sein. Trotzdem fällt es einigen Kindern schwer sich von der Mutter zu lösen, tränenreiche Abschiedszenen fallen allen Beteiligten schwer. Vielleicht sollte man dann doch noch einmal ein Jahr warten bis das Kind in den Kindergarten kommt. Die Eingewöhnungsphase kann verlängert werden und die Mutter noch ein bisschen länger bleiben. In jedem Fall muss das Kind unterstützt und seine Ängste ernst genommen werden. Im Kindergarten muss sich das Kind in eine größere Gruppe integrieren und dies erfordert auch eine gewisse Selbstständigkeit. Das Kind ist oft das erste Mal ohne seine Eltern in einer ihm fremden Umgebung. Dann muss es sich noch mit anderen Kindern und den ErzieherInnen auseinandersetzen. Vielleicht braucht das Kind mehr Zeit eine engere Bindung zu den ErzieherInnen aufzubauen. Das Kind sollte den Kindergarten regelmäßig besuchen, bestimmte Rituale können den Abschied von der Mutter erleichtern. Dann macht das Kind auch die Erfahrung, dass die Mama immer wieder und zuverlässig zurückkommt. Bei Kindern, die sich nur schwer einleben, sollte der Kindergartenbesuch vielleicht nur halbtags sein, dass sie nicht so lange auf die Mama verzichten müssen.
Hatte sich das Kind schon im Kindergarten eingelebt und will dann plötzlich nicht mehr hin, kann es dafür vielfältige Gründe geben. Oft können die Kinder diese Gründe gar nicht benennen. Vielleicht gab es Änderungen, eine Erzieherin ist krank oder das Kind hat Schwierigkeiten mit anderen Kindern. Hier kann ein Gespräch mit den Betreuungspersonen helfen. Was ist ihnen aufgefallen, hat sich etwas geändert, wie verhält sich das Kind, wie kann man helfen?
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