18. März 2010
Der Eintritt in den Kindergarten bedeutet für Eltern und Kind eine einschneidende Veränderung. Es gibt verschiedene Kindergärten auch mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen. Neben staatlichen Einrichtungen gibt es private Kindergärten, konfessionelle Kindergärten und solche, die eine spezielle Pädagogik verfolgen.
Die Waldkindergärten verfolgen eine so genannte Naturpädagogik, hier sind die Kinder bei Wind und Wetter draußen im Freien. Viele Waldkindergärten haben keine festen Räumlichkeiten, die Kinder sind zwischen drei und sechs Jahre alt und halten sich nur in der Natur im Wald auf. Daher kommt auch der Begriff "Naturkindergarten", hier können als Bewegungsraum auch Wiesen, Felder und der Strand genutzt werden. Oft werden als Schutz vor extremer Witterung Bauwägen oder Holzhütten genutzt. Die Kinder leben mit den Jahres- und Naturrhythmen und von ihnen wird auch der Tagesablauf geprägt.
Ein mehrsprachiger Kindergarten will die Kinder von Anfang an mit einer Fremdsprache vertraut machen. Im Zeitalter der Globalisierung ist es wichtig mehrere Sprachen zu beherrschen. Das frühe Erlernen eine Fremdsprache wirkt sich günstig auf die Sprachentwicklung und die Gesamtpersönlichkeit des Kindes aus. In einem mehrsprachigen Kindergarten werden die entsprechenden Lernmöglichkeiten geboten.
In einem integrativen Kindergarten sind nicht behinderte Kinder mit behinderten Kindern zusammen. Die behinderten Kinder sollen spezifisch und individuell gefördert werden, die nicht behinderten Kinder lernen Solidarität, Rücksichtnahme, Mitgefühl, werden aber auch mit bestimmten gesellschaftlichen Normen, Werten und Fragen konfrontiert was Behinderung angeht. Bei einem guten Konzept können behinderte und nicht behinderte Kinder voneinander profitieren.
Ein Waldorfkindergarten verfolgt die anthroposophische Pädagogik nach Rudolf Steiner. Es wird mit wenig Spielmaterial gearbeitet und dieses ist meist aus natürlichen Materialien. Das freie Spiel des Kindes wird sehr gefördert und ein bewusster Umgang mit Medien wird von den Eltern erwartet. Dabei sollten kleine Kinder möglichst kein Fernsehen schauen. Waldorferzieher haben eine Zusatzausbildung, sie wollen den Kindern einen wesens- und altersgemäßen Entwicklungsraum bieten. Mit den Eltern zusammen soll eine verantwortliche und soziale Gemeinschaft gebildet werden.
Ein Montessori-Kindergarten basiert auf der Pädagogik von der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori. Didaktisches Arbeitsmaterial und eine vorbereitete Umgebung bilden die Grundlagen dieser Erziehungsform. Das Motto lautet: "spielend lernen, lernend spielen". Dabei soll jedes einzelne Kind genau beobachtet und gefördert werden.
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Die gelungene Verbindung von Spielen und Lernen, die Vielseitigkeit der Vorschläge sowie der realistische theore...