3. Juni 2007
Kinder bewegen sich heute nicht nur seltener, sondern auch seltener unbeaufsichtigt. Aus Sorge vor Verletzungen schränken Eltern den Spielraum ihres Kindes ein. „Die Bedenken der Erwachsenen verunsichern es“, beklagt der Sportwissenschaftler Dr. Dieter Breithecker, Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung, Wiesbaden, im Apothekenmagazin Baby und Familie.
Er erinnert daran, dass jedes bewältigte Wagnis zu mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherungsfähigkeit führt. „Wir nennen das Risikokompetenz“, sagt der Sportwissenschaftler. Studien belegten, dass die zunehmende Unfallhäufigkeit in Kindergarten und Grundschule mit mangelnder „Bewegungserfahrung“ der Kleinen zusammenhängt. Sie können sich deshalb etwa bei Stürzen nicht rechtzeitig abfangen.
„Räumen Sie Kindern nicht alle Hindernisse aus dem Weg“, rät Breithecker Eltern. Eingreifen sollten sie aber, wenn die Kleinen aufgrund ihres Alters und ihrer Erfahrung die Situation nicht einschätzen können.
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