9. März 2011
Selbstverständlich kann man seinen Kindern nie genug Liebe schenken. Dennoch sollten Eltern aber darauf achten, dass Kinder auch ein "Nein" akzeptieren können und lernen, was Respekt ist. Wer seine Kinder falsch liebe, so der italienische Psychologe Osvaldo Poli, riskiere, dass Kinder in späteren Jahren nur noch an sich und ihre Bedürfnisse denken.
Die Bedürfnisse anderer interessieren sie dann nicht mehr oder nur unzureichend. Eine Liebe, die keine Grenzen und Maßstäbe setzen kann, kann nur falsch sein, so der Psychologe weiter. Am Ende sind es die Eltern, die völlig erledigt und verzweifelt sind. Deswegen rät er, Kinder selbstverständlich unendlich zu lieben, sie aber keine falsche Liebe spüren zu lassen, die keine Führungsverantwortung kennt.
Unter Psychologen gilt eine solche Liebe sogar eher als Vernachlässigung. Die meisten Eltern, denen diese Führungsqualitäten fehlen, hatten meist eine extrem autoritäre Erziehung erlebt und wollen ihren Kindern das genaue Gegenteil bieten. Dabei wissen sie nicht, dass sie gerade dabei sind, kleine Tyrannen großzuziehen, so Poli.
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