13. Februar 2012
Sobald man ein Kind hat und wieder arbeiten möchte, muss man sich Gedanken darüber machen, wo und von wem das Kind betreut werden soll, wenn man nicht zu Hause ist. Dabei haben private und öffentliche Einrichtungen Vor- und Nachteile, die man abwägen sollte.
Wo und von wem ein Kind betreut werden kann, wenn man selbst auf der Arbeit ist, hängt zum einen vom eigenen Geldbeutel ab, zum anderen von den eigenen Vorstellungen, aber nicht zuletzt natürlich auch vom Alter des Kindes. Für kleinere Kinder hat man die Wahl zwischen einem Krippenplatz, einer Tagesmutter, einer Oma und einem Au-pair.
Eine öffentliche Einrichtung wie eine Krippe hat in jedem Fall ausgebildetes Personal, kindgerechte Spielsachen und die Möbel, die ein Baby oder Kleinkind benötigt (z.B. Gitterbett, Hochstuhl). Ist eine Erzieherin krank, springt eine Vertretung ein.
Ganz anders verhält es sich diesbezüglich bei einer Tagesmutter, einer (Leih-)Oma oder einem Au-pair. Hier ist zwar die Betreuung des Kleinkindes sehr persönlich, jedoch kann das Kind nicht betreut werden, wenn diese Personen einmal krank sind. Möchte man sein Kind privat betreuen lassen, so muss man auch immer einen Plan B haben, der einspringen kann, wenn die Tagesmutter, die Oma oder das Au-pair-Mädchen krank sind.
Der große Vorteil einer privaten Kinderbetreuung liegt jedoch in der Flexibilität. Hier müssen in der Regel nicht schon lange im Voraus die Betreuungszeiten gebucht werden sondern können kurzfristig vereinbart werden. Außerdem werden die Kinder individueller betreut als in einer großen Gruppe Kinder, in der sich vom Säugling bis zum Zweijährigen unterschiedlichste Altersgruppen befinden.
Dafür sind viele Tagesmütter deutlich schlechter ausgebildet als die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen in den Kitas, Krippen und Kindergärten.
Die meisten Kinder ab einem Alter von drei Jahren werden in öffentlichen oder privaten Kindergärten betreut, obwohl es auch hier die Möglichkeit gibt, die Kinder zu einer Tagesmutter zu bringen. Im Kindergarten haben die Kinder deutlich mehr Spielsachen zur Auswahl als in der Wohnung der Tagesmutter und die Kinder können mehr soziale Kontakte knüpfen als in der deutlich kleineren Gruppe bei der Tagesmutter.
Letztlich müssen die Eltern selbst entscheiden, welche Betreuungsform für ihr Kind das richtige ist. Meist fällt die Wahl jedoch auf Krippe und Kindergarten, da die Kosten hier deutlich geringer sind als bei einer privaten Betreuung.
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