16. Juni 2009
Von Tanja Tasci
Kinderarbeit ist verboten, doch nicht überall wird sich an dieses Verbot gehalten. Kinderarbeit gibt es nicht nur in Ländern mit hoher Armut, sondern auch hier zu Lande immer wieder.
Kinderarbeit bringt man in Deutschland schnell mit der Dritten Welt in Verbindung und man zeigt sich empört darüber, dass Kinder arbeiten müssen um nicht zu verhungern und zum Teil ist der Lohn den die Kinder nach Hause bringen auch noch das einzige Einkommen so mancher Familie. Unser Mitleid ist den geschundenen Kindern in den Armenvierteln dieser Welt sicher. Was aber häufig übersehen wird, Kinderarbeit gibt es nicht nur in Ländern der Dritten Welt, sondern auch immer häufiger direkt vor unserer Haustür. Was für viele von uns nicht vorstellbar ist, immer mehr Kinder müssen das Familieneinkommen mit Arbeit aufstocken und daran ändert auch unser Sozialsystem nichts.
Eine gewerbliche Beschäftigung von Kindern ist in Deutschland grundsätzlich laut Gesetz verboten. Ab Vollendung des 15. Lebensjahres hingegen ist eine Beschäftigung möglich. Ab dem 13. Lebensjahr kann bereits mit Genehmigung des Erziehungsberechtigten eine Tätigkeit aufgenommen werden, jedoch täglich höchstens zwei Stunden und dann auch nur leichte Tätigkeiten die auf keinen Fall den Schulbesuch beeinflussen dürfen und auch körperlich muss die Tätigkeit kindgerecht sein, sodass keine gesundheitlichen Folgen zu befürchten sind. Das Gesetz an sich scheint klar, doch nicht jeder hält sich daran und nicht jeder Jugendliche in Deutschland sucht eine Tätigkeit um sich Sonderwünsche zu erfüllen, denn immer häufiger sind Familien auf das Zusatzeinkommen ihrer Kinder angewiesen um die familiären Ausgaben zu decken.
Fälle in denen 13 Jahre alte Schüler Gerüste auf- und abbauen und dies für einen sehr geringen Stundenlohn oder Fälle in denen Jugendliche über eine längere Zeit für 1,50 Euro die Stunde in einem Betrieb arbeiten getarnt als Langzeitpraktikum mit Aussicht auf Lehrstelle (die dann nicht vergeben wird), Jugendliche die in der Gastronomie oder im Familienbetrieb mehrere Stunden am Tag für wenig Geld schuften, sind in Deutschland gar nicht so selten wie man denkt. Nur Einzelfälle kommen ab und an ans Tageslicht und dies oft nur, weil Kontrollen von Zollamt und anderen Behörden durchgeführt werden.
Mann kann davon ausgehen, dass 40 Prozent aller 12 bis 16 jährigen Schüler einen Nebenjob haben, wobei der größte Teil sicherlich angemessene Tätigkeiten verrichtet. Allerdings sollte man nicht die Fälle übersehen in denen Kinder und Jugendliche ausgebeutet werden und schwere Tätigkeiten für wenig Geld verrichten oder von den Eltern gedrängt werden die Haushaltskasse aufzubessern. Erschreckend ist hier auch die Statistik über die Prostitution Minderjähriger, denn nach Schätzungen sind in Deutschland 10.000 bis 20.000 Kinder und Jugendliche betroffen, die zum Teil freiwillig handeln und zum Teil auch gezwungen werden. Grundsätzlich sollte man deshalb bei Kindern und Jugendlichen die arbeiten auch in Deutschland einen zweiten Blick riskieren, denn nicht immer wird sich an das Gesetz gehalten.
Guter Text seeeeeeeeeeeeehr informativ
laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig
Es iist echt schade das nichts geändert wird den schließlich ist es ja verboten!
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