Geschenke zu machen ist eine der wundervollsten Momente im Leben des Beschenkten und desjenigen, der das Geschenk vergibt. Bei Kindern macht es besonders viel Spaß Geschenke zu machen, kann aber leider schnell zu einem ernstzunehmenden Problem führen.

Gerade wenn es sich bei den zu beschenkenden Kindern nicht um die eigenen handelt, kann es schnell passieren, dass man den Überblick verliert und vor allem schnell unterschätzt, dass die Vorbildrolle Probleme hervorruft. Gerade bei Kindern zwischen sieben bis dreizehn Jahren ist es wichtig, dass man den Überblick darüber behält, was die Eltern über die Art und die Anzahl von Geschenken denken und vor allem, ob die Kinder vom Elternhaus her erklärt bekommen, dass es eine Besonderheit ist Geschenke zu bekommen und dass man Geschenke und grundsätzlich Spielzeug und alles, was sich Kinder wünschen, in der Wertigkeit einzuordnen verstehen lernt.
Wenn Sie Kindern Geschenke machen, egal ob es Ihre eigenen sind, die Kinder von einem befreundeten Pärchen, Kinder aus der Nachbarschaft oder von Ihren Geschwistern: Es ist wichtig, dass Kinder nicht in das Gefühl geraten, dass es selbstverständlich ist, einerseits Geschenke zu bekommen und andererseits den Wert von Geschenken verstehen lernen.
Nicht selten kommt bei Kindern schnell das Gefühl der Maßlosigkeit auf, wenn sie oft und vor allem mit wertvollen Geschenken bedacht werden. Der Schenkende wird ab dem x. Geschenk als reicher Onkel oder reiche Tante verstanden und die Wünsche an Eltern und auch im Beisein des Schenkenden werden immer häufiger und größer. Dann liegt es an den Eltern, Bestleistung zu bringen und den Kindern auf ihre Art begreiflich zu machen, dass bestimmte Wünsche nicht einfach so zwischendurch zu erfüllen sind und dass die Kinder nicht davon ausgehen können, dass es vom reichen Onkel oder der reichen Tante immer so großzügige Geschenke geben wird. Sie als Schenkender selbst können die Problematik klein halten oder, falls diese schon zu weit fortgeschritten ist, dahingehend entzerren, indem Sie größere Geschenke mit den Eltern absprechen und sich grundsätzlich Gedanken machen, bevor Sie etwas schenken.
Werden Sie sich zudem der Verantwortungsfunktion gegenüber den Kindern bewusst und hören Sie vor allem eines Tages nicht einfach auf mit dem Schenken, wenn das sonst Ihre Leidenschaft den Kindern gegenüber war. Wenn Sie weniger schenken wollen, dann reduzieren Sie diesen Wesenszug den Kindern gegenüber mit der Zeit und hören Sie nicht einfach sofort damit auf. Es ist wichtig, dass die Kinder nicht das Gefühl bekommen, dass Sie sie nicht mehr mögen und deswegen die Geschenke kleiner ausfallen oder gar nicht mehr gemacht werden.
Geschenke an Kinder sind eine wundervolle Art, seine Liebe und Freude zu zeigen und zu teilen. Es bleibt aber daran bei immer wiederkehrenden Geschenksituationen das Gefühl dafür zu entwickeln und beizubehalten, wie die Kinder das Ganze wahrnehmen und ob Ihnen das recht ist beziehungsweise ob die Eltern der Kinder dadurch in Probleme geraten, weil die Kinder die Grenzen und Wertigkeiten für sich nicht abstecken können. Seien und bleiben Sie mit den Kindern im Gespräch und sehen Sie Ihre einzige Handlung nicht in der Übergabe der Geschenke, sondern beschäftigen Sie sich auch darüber hinaus mit den Kindern. So können auch Sie erklärend einlenken, wenn das Kind das nächste Mal einen zu großen Wunsch äußert und mithelfen zu regulieren, so dass das Kind Sie und seine Eltern besser verstehen kann und nicht das Gefühl bekommt, dass man ihm das Geschenk nicht machen will.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
16.04.13 | |
![]() | KINDER |
27.11.12 | |
![]() | KINDER |
26.11.12 | |
![]() | KINDER |
15.02.12 | |
![]() | KINDER |
06.01.12 | |
![]() | KINDER |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Kinder Forum


Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann teilen und bewerten Sie ihn bitte: