Tägliche Hausarbeit im Seniorenalter hält länger fit

Alte Menschen, die sich viel um Haus und Garten kümmern, fühlen sich laut Studie fitter

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  • von Paradisi-Redaktion
Linker Arm mit gelbem Putzhandschuh mit Wischmob und blauem Putzeimer auf weiß-marmoriertem Fliesenboden

Am Leibniz-Institut haben sich Forscher der Frage gewidmet, wie sich die täglich anfallenden Arbeiten des Haushalts im Seniorenalter auf die Fitness der Menschen auswirken. Dafür wurden 36.000 Frauen und Männer jenseits der 65 Jahre befragt. Sie stammten entweder aus den USA oder Europa und machten detaillierte Angaben zu ihren täglichen Aktivitäten.

Frauen arbeiten im Haushalt, Männer in Keller und Garten

Interessant war zunächst einmal, dass trotz der Emanzipation die täglichen sind. Da alle Befragten bereits im Rentenalter waren, konnte auch nicht die Berufstätigkeit als verzehrender Faktor ins Feld geführt werden. Fakt war einfach: Frauen bringen täglich im Schnitt 220 Minuten mit Hausarbeit zu und Männer dagegen nur 90 Minuten. Gemeint waren damit Arbeiten wie das allgemeine Putzen sowie Kochen, Wäsche waschen und einkaufen.

Die Männer hatten dafür die Nase vorn, wenn es um das Reparieren von Dingen ging, um das Pflegen von Haustieren und Arbeiten im Garten. Dafür investierten Männer täglich rund 70 Minuten und Frauen nur 40 Minuten. Dennoch waren im Schnitt die Damen damit täglich aktiver.

Aktivität in Haus und Garten hält Senioren fit

Die Befragung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigte, dass ein Mensch sich umso fitter fühlte, je aktiver er war. Subjektiv fühlt man sich gesünder, wenn man täglich etwas im Haushalt leisten konnte. Dabei dürfte es sich um ein Zusammenspiel handeln: Reale körperliche Betätigung hält physisch fit und das Wissen, eigenständig etwas geleistet zu haben, baut innerlich auf.

Am besten fühlten sich aber interessanterweise die Männer, die sechs Stunden am Tag mit häuslicher Arbeit beschäftigt waren. Bei Frauen hingegen lag das gefühlte Optimum mit einer bis maximal drei Stunden deutlich darunter.

Woher dieser Unterschied kommt, ist nicht ganz klar. Eventuell spielt es eine Rolle, dass die eher männliche Aktivität der Gartenarbeit unter freiem Himmel stattfindet und sie daher zusätzlich von frischer Luft profitieren. Indoor-Arbeiten wie Putzen sind hingegen eher monoton und werden schneller ermüdend.

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  • Bildnachweis: housekeeping: cleaning the floor © TMAX - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom

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