Erlebt eine werdende Mutter in der Zeit der Schwangerschaft immer wieder großen Stress, so wirkt dieser auch auf das Ungeborene. Die Macht der Epigenetik sorgt aber zudem dafür, dass die Veränderungen auch nach der Geburt und bis zum Erwachsenenalter andauern.
Genforscher haben besonders bei Frauen, die Gewalt durch den Partner erleben mussten, eine nachweisbare Veränderung belegt. Die Kinder von 25 schwangeren Gewaltopfern wurden als Teenager untersucht und es zeigte sich, dass ihr Rezeptor für Stresshormone verändert war. Dies kann nicht allein auf die Erziehung zurückgeführt werden. Parallele Tierversuche haben zusätzlich gezeigt, dass der Stress vor der Geburt auch die Jungtiere verändert.
Der veränderte Rezeptor heißt „Glucocorticoid-Rezeptor“. Er ist eine wichtige Schaltzentrale für Stress. Funktioniert er nicht innerhalb der Norm, kommt es zu deutlich gesteigerter Aggression, allgemeiner Unausgeglichenheit und Reizbarkeit.
Diese epigenetische Veränderung entsteht wahrscheinlich, weil das Ungeborene bereits registriert, dass es immer wieder in einer bedrohlichen Situation ist. Die Evolution sorgt dann dafür, dass die geeignete Reaktion möglich ist: verstärktes Abwehrverhalten.
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10.05.13 | |
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26.04.13 | |
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02.01.13 | |
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30.12.12 | |
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04.12.12 | |
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