26. Februar 2010
Bei vielen Paaren bleibt der Kinderwunsch unerfüllt. Dann kommt die meist niederschmetternde Diagnose Unfruchtbarkeit auch Sterilität oder Infertilität genannt. Dabei kann sowohl die Frau, als auch der Mann unfruchtbar sein. Trotzdem bleibt der Kinderwunsch bestehen und die Paare suchen nach anderen Möglichkeiten.
Die Schwangerschaftserwartung wird auch vom Lebensalter der Frau bestimmt. Mit zunehmendem Alter sinkt die Schwangerschaftserwartung. Eine Unfruchtbarkeit wird vermutet, wenn nach einem Jahr ohne Verhütungsmaßnahmen keine Schwangerschaft eintritt. Paare, die ungewollt kinderlos bleiben, haben meist einen beschwerlichen Weg vor sich bis zur Diagnose und der Suche nach Alternativen. Für Unfruchtbarkeit gibt es viele verschiedene Ursachen und Faktoren, die eine Rolle spielen. Bis es zur Diagnose kommt durchlaufen die Betroffenen eine Unzahl an Untersuchungen. Ist die Diagnose gestellt und der Kinderwunsch bleibt bestehen, gibt es je nach Fall trotzdem gute Aussichten. Spezielle Praxen und Zentren haben sich auf die Diagnose und Therapie spezialisiert und bieten verschiedene Behandlungsmethoden an.
Den Ärzten stehen eine ganze Reihe von möglichen Behandlungsmethoden zur Verfügung, diese reichen von Hormonbehandlungen über chirurgische Eingriffe bis hin zur künstlichen Befruchtung. Für die Betroffenen ist es meist eine Zeit von großer psychischer Belastung zwischen Bangen und Hoffen. Oft ist es auch ein extremer Eingriff in das Sexualleben des Paares, wenn zum Beispiel der Zyklus überwacht wird und der Geschlechtsverkehr zeitlich geplant werden soll. Da muten sich Paare einiges zu und brauchen Geduld und Ausdauer. Sollen Spendersamen verwendet werden, kann dies unter Umständen die Paarbeziehung und auch die Beziehung zum Kind belasten. Eine ausführliche Beratung ist deshalb so wichtig, damit die Paare genau wissen, was auf sie zukommt und auch um die geeignete Therapie zu finden. Gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die Voruntersuchungen und auch für eventuelle Hormonpräparate. Eine künstliche Befruchtung kostet Zeit und Geld und ist für die Betroffenen eine körperliche und psychische Strapaze. Es gibt keine Garantie auf einen Erfolg und die Paare erleben oft eine emotionale Achterbahnfahrt. Deshalb ist es vor der Behandlung wichtig, dass Paare wissen, wie viel sie sich zumuten können und wollen. Natürlich kommt auch eine Adoption in Frage. Dann ist auch ein langer bürokratischer Weg zu gehen.
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