US-Studie: Kinder brauchen gemeinsame Mahlzeiten mit ihren Eltern

Gemeinsame Mahlzeiten schützen Kinder vor Essstörungen

Von Frank Hertel
9. September 2011

Uwe Büsching ist ein Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Er weist auf eine Studie hin, die US-amerikanische Forscher der Universität Illinois an den Daten von 180.000 Kindern und Jugendlichen durchgeführt haben.

Negative Folgen von zu wenig gemeinsamen Mahlzeiten

Den Wissenschaftlern war aufgefallen, dass Teenager, die mindestens drei Mal pro Woche geminsam mit den Eltern eine Mahlzeit zu sich nahmen, zu 12 Prozent weniger übergewichtig waren, als Kinder und Teenager, die immer allein aßen. Kinder, die fünf mal pro Woche mit den Eltern aßen, zeigten zu 35 Prozent weniger Essstörungen als Kinder, die immer allein aßen. Unter Essstörungen versteht man:

Büsching erklärt, dass Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern essen, solche Essstörungen leichter erkennen können. Auch pubertierende Teenies wünschen sich mit den Eltern zu essen, auch wenn es oft nicht den Anschein habe, so Büsching.

Die Eltern sollten bei solchen gemeinsamen Mahlzeiten nicht nur über Probleme reden und versuchen das Gespräch nicht völlig zu kontrollieren. Außerdem sollte man sich Zeit lassen, so der Kinderarzt.