12. Mai 2011
Von Marco Stephan
Die Beziehungen zu den eigenen Kindern und Eltern ist die engste und häufig auch schönste, die man im gesamten Leben haben wird. Und das Gute daran ist, dass das tiefe Band der Zusammengehörigkeit nicht erst lange gesucht werden muss. Im Gegensatz zu einer romantischen Beziehung, die erst gefunden und behutsam aufgebaut werden muss, ist das Verhältnis zu den engsten Verwandten schlicht existent und eines der wenigen Dinge auf der Welt, die für immer halten. Mit den Eltern oder eigenen Kindern macht man nicht einfach Schluss wie mit einen untreuen Liebhaber. Familienbande sind unzertrennbar - und manchmal liegt gerade darin das Problem.

Wenn es zu Freundschaften oder Liebesbeziehungen kommt, ist der Umgang mit Konflikten in der Regel bewusster, denn allen Beteiligten ist klar, dass sie das Verhältnis jederzeit aufkündigen können. Diese Tatsache macht das Lösen von Problemen leichter, weil man unter Umständen den anderen nicht verlieren will.
Innerhalb von Familien werden Probleme nicht selten so lange nicht angesprochen, bis sie nicht mehr zu ignorieren sind. Das Verhältnis zu den Eltern und zu den Kindern wird schlicht als gegeben akzeptiert. Eine Tatsache, für die man augenscheinlich nicht viel tun muss. Um ein harmonisches Familienleben führen zu können, ist es jedoch unerlässlich, Konflikte und Probleme mit der gleichen Diplomatie wie Dringlichkeit anzugehen, wie Sie es auch bei Streit außerhalb des familiären Kreis tun würden. Die folgenden Tipps können dabei helfen, schnell Probleme aus der Welt zu schaffen.
Da Kinder nicht einfach so aus dem Leben ihrer Eltern verschwinden können, werden Reibungspunkte teils schlicht ignoriert oder übergangen. Dies führt jedoch dazu, dass eine innere Distanz zwischen Kindern und Eltern aufgebaut wird, die nicht immer sofort erkennbar sein muss. Kritisch ist dabei vor allen Dingen, dass sich über die Jahre und weit über die Zeit der Kindheit hinaus immer mehr Probleme anhäufen können, über die man sich nie so richtig ausgesprochen hat. Schaffen Sie daher Streit sofort aus der Welt.
Ein klärendes Gespräch allein schafft das Problem noch nicht aus der Welt. Finden Sie einen Weg, dass den Streitpunkt behoben wird, indem beide Parteien einen Schritt aufeinander zugehen müssen. Andernfalls ist der Konfliktherd nur temporär behoben und es kann zu Frustration kommen, die sich unterschwellig in anderen Streitsituationen bemerkbar macht.
Im gleichen Haus zu leben und die gleiche Sprache zu sprechen, bedeutet noch lange nicht, dass Sie sich auch gegenseitig verstehen. Nicht jeder von uns ist in der Lage, seine Gefühlswelt gekonnt in Worte zu packen. Als Erwachsener sollten Sie deshalb daran arbeiten, Ihre kommunikativen Fertigkeiten zu verfeinern, um in Streitsituationen nicht den eigenen Emotionen zum Opfer zu fallen. Bringen Sie auch Ihren Kindern bei, wie man bei Streitigkeiten auf den anderen zugehen kann und so schnell eine Lösung des Problems erhält.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
03.04.12 | |
![]() | FAMILIENLEBEN |
04.03.12 | |
![]() | FAMILIENLEBEN |
27.08.11 | |
![]() | FAMILIENLEBEN |
16.07.11 | |
![]() | FAMILIENLEBEN |
02.03.11 | |
![]() | FAMILIENLEBEN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Familienleben Forum

