8. März 2010
Familienberatung will Kindern, Jugendlichen, Eltern und anderen sorgeberechtigten Menschen in Krisensituationen helfen oder unterstützend beraten.
In ersten Gesprächen wird sich die Familienberatung erst einmal ein Bild über die Gesamtsituation verschaffen. Ziel einer jeden Familienberatung ist es die Familien wieder in die Eigenverantwortung zu bringen, die Erziehungskraft zu stärken und die soziale und wirtschaftliche Situation entschieden zu verbessern. Sie ist helfend, vermittelnd, beratend und unterstützend tätig. Nachdem die akute und aktuelle Situation erfasst ist, wird die Familienberatung mit der Familie zusammen nach Lösungsmöglichkeiten suchen. Dabei müssen sich die Familienmitglieder aktiv einbringen und mitarbeiten, um mögliche Lösungen umzusetzen. Der Aufgabenschwerpunkt liegt in der Problembewältigung, dabei arbeiten die Familienberatungsstellen auch übergreifend und mit anderen Fachkräften und Einrichtungen zusammen.
Die Inanspruchnahme einer Familienberatung ist immer kostenlos und auch freiwillig. Nimmt eine Familie die Beratung in Anspruch, begibt sie sich in einen Beratungsprozess, der mehrere Stufen hat und einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt. Die Betroffenen haben einen objektiven Beobachter, der die Krise beurteilen kann und mit den Familienangehörigen Wege aus dem Konflikt sucht. Dabei wird die aktuelle Problematik angeschaut und erfasst. Dann soll eine Entwicklung möglicher Ziele erarbeitet werden, dabei können weitere Betreuungs- und Beratungsangebote gemacht werden. Es gibt eine krisenbezogene Beratung, die in akuten Notsituationen helfen will, eine problembezogene Beratung welche die Betroffenen umfassend informieren will, um das spezielle Problem abzuklären und eine präventive Beratung, die vorbeugend der Aufklärung dient und Maßnahmen ergreifen will, um unerwünschte Entwicklungen aufzuhalten. Die freiwillige Inanspruchnahme schafft ein Vertrauensverhältnis und motiviert die Betroffenen zur Mitarbeit. Dabei sollten Familienberatungen nie mit erhobenem Zeigefinger arbeiten, vielmehr sind sie verständnisvoll, einfühlsam und wohlwollend tätig.
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