5. Oktober 2010
Eltern werden während der gesamten Entwicklung ihrer Kinder immer wieder mit dem schwierigen Thema des Loslassens konfrontiert. Es fängt damit an die Kleinen im Kindergarten in andere Hände zu geben, dann kommt die Einschulung und schon bald sind die Kinder erwachsen und gehen ihren eigenen Weg ins Studium oder in die Arbeitswelt, was den Eltern heutzutage immer schwerer fällt.
An amerikanischen Unis hat man deshalb zeremonielle Abschiedsfeiern eingeführt, damit den Eltern dieser Schritt leichter fällt. Amerikanische Mütter und Väter gehen bei ihren Sprösslingen sogar teilweise so weit, dass sie ihre Kinder im ersten Semester an der Uni begleiten oder sogar in die Nähe des Wohnheims ziehen. Damit sie die Kinder leichter ihren eigenen Weg gehen lassen können, veranstalten die Unis große Zeremonien. Im Morehouse College in Atlanta zum Beispiel betreten die Erstis am Ende alle gemeinsam das Universitätsgebäude, die Eltern bleiben vor dem sich schließenden Tor stehen und fahren anschließend nach Hause. In Princeton richtet man sich in einer Ansprache direkt an die Eltern und weist sie darauf hin, dass die Veranstaltungen ausschließlich für die Studenten zugelassen sind.
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