12. August 2010
Alleinerzieher sind auf dem Vormarsch. Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind es bundesweit mittlerweile rund 19 Prozent aller noch nicht volljährigen Kinder, die nur mit einem Elternteil zusammenleben. In neun von zehn Fällen sind diese allein erziehenden Personen weiblich. "Alleinerziehende gehören heute zum normalen Bild unserer Gesellschaft", so Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamts.
59 Prozent der Einzelkämpfer sind dabei geschieden, etwa 35 Prozent ledig und etwa 6 Prozent haben ihren Partner durch einen Todesfall verloren. Das Geld ist häufig knapp, wenn nur eine erwachsene Person im Haushalt die Brötchen verdient. So müssen 62 Prozent aller Frauen, die alleinerziehend sind, im Monat mit zwischen 1100 bis 2600 Euro über die Runden kommen. Nur 7 Prozent verdienen mehr als diese Obergrenze. "Gerade Alleinerziehende brauchen eine ausreichende und qualitativ gute Kinderbetreuung mit flexiblen Betreuungszeiten", betonte Familienministerin Kristina Schröder und versprach den Ausbau von Krippenplätzen.
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