30. Juli 2007
Nach aktuellen Studien wächst jedes siebte Kind in Deutschland bei nur einem Elternteil auf.
Durch die geänderten Normen und Werte unserer schnelllebigen Zeit kommt es immer häufiger zu Ehescheidungen oder Partnerschaftstrennungen vor der Geburt. Auch andere Faktoren wie Unfälle eines Elternteils oder ungewollte Schwangerschaften tragen zu dieser Ziffer mit bei. Was bleibt, sind zum einen die Kinder, denen entweder der Vater oder die Mutter fehlt und zum anderen ein Elternteil, welches sich allein um den Nachwuchs kümmern muss. Der Alltag gestaltet sich mühsamer und oftmals muss auch der Beruf eingeschränkt oder vollkommen aufgegeben werden. Das Zusammenspiel von Familie, Existenzsicherung und Haushalt wird zu einer Dauerbelastung, die unter Umständen zu emotionalen Problemen führt und ohne die Unterstützung von Freunden und Familie oftmals nicht allein bewältigt werden kann.
Auch der Staat unterstützt Alleinerziehende mit einer Mehrbedarfszulage. Wie hoch dies in den jeweiligen Einzelfällen ist und welche Angaben vonnöten sind, können die zuständigen Ämter beantworten.
Wie in jeder Situation gibt es allerdings auch Vorteile, die manche durchaus in den Vordergrund stellen: die alleinige Entscheidung über bestimmte Dinge kann ebenso befreiend wirken wie die Abwesenheit von Streit mit dem Partner. Andere wiederum stehen urplötzlich vor einem Problem, welches sie allein nicht zu bewältigen wissen. Hier gibt es unzählige Foren, Gruppen und Einrichtungen, die sich mit dem Thema Alleinerziehung beschäftigen. In dieses Themenfeld fallen sowohl Beratungen auf unterschiedlichen Ebenen wie beispielsweise die Rechtsberatung oder auch die sozialarbeiterische Beratung, Psychotherapie, Kindertherapie der sogar betreute Wohngruppen für diejenigen, die ein solches Auffangbecken brauchen. Bei den Mitarbeitern speziell auf Alleinerziehende ausgerichteter Institutionen handelt es sich sowohl um Therapeuten und Sozialarbeitern als auch um Juristen. Abgesehen von der sozialen Hilfe in der Lebenssituation kann die juristische Beratung auch helfen, bisher ungekannte Möglichkeiten zu entdecken, um an finanzielle Mittel zu gelangen. Erste Recherchen nach ortsnahen Einrichtungen bringen rasche Ergebnisse und Adressen, an die man sich wenden kann.
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