21. Juni 2010
Rothörnchen sind Einzelgänger. In den Wäldern Kanadas leben und jagen sie für sich alleine, außer zur Zeit der Fortpflanzung. In einer Langzeitstudie haben Forscher 7.000 Rothörnchen über einen Zeitraum von 20 Jahren beobachtet und herausgefunden, dass die ungeselligen Individualisten doch eine Art fürsorgliches Sozialverhalten an den Tag legen können, wenn es um die Adoption verwaister Jungtiere ihrer Gattung geht.
Jedoch muss ein gewisser Verwandtschaftsgrad zum Adoptivhörnchen in Spe bestehen, nur dann erklären sich die Rothörnchen in seltenen Fällen dazu bereit, für diese zu sorgen. Wissenschaftler vermuten, dass die Tiere auf diese Weise den Fortbestand ihrer Sippe sichern wollen. Erkennungsmerkmal der Familienmitglieder sind individuelle Laute. Spüren die Tiere keine anderen Verwandten in ihrem Revier auf, nehmen sie sich der Jungtiere in seltenen Fällen an.
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