15. Februar 2010
Bei einer Adoption handelt es sich um eine besondere Elternschaft. Eltern und Kind haben schon vor dem gemeinsamen Leben ein eigenes Leben geführt mit ganz unterschiedlichem Hintergrund.
Elementare erste Entwicklungsschritte konnten sie nicht miteinander erleben und auch die prägende Zeit der Schwangerschaft konnten sie nicht miteinander teilen. Das Kind bringt schon eine Prägung mit und oft vor einem sehr schwierigen sozialen Hintergrund. Dies ist für beide, für Eltern und Kind eine große Herausforderung. Schon seit jeher wurden von Menschen Kinder in ihre Familien aufgenommen, die nicht ihre leiblichen Kinder waren. Dabei ist das Adoptionsmodell in den meisten Fällen erfolgreich. Aber es verlangt eine hohe Sensibilität, Einfühlungsvermögen und Verständnis von den Eltern. Heutzutage geschieht eine Adoption die man auch Annahme als Kind nennt, immer im Hinblick auf das Kindeswohl. Dabei soll das Kind Schutz, Geborgenheit und Liebe erfahren. Durch die Adoption begründet sich ein Eltern-Kind Verhältnis. Nach dem Kennen lernen und Sich annähern kann mit der Zeit eine genauso enge Beziehung entstehen wie in einer biologischen Familie. Die Eltern-Kindbeziehung kann stabil, tragfähig, sicher und belastbar werden. Erziehung ist immer eine Herausforderung und die Liebe der Eltern sollte immer bedingungslos sein. Dann können Eltern und Kind zusammenwachsen und Gefühle füreinander entwickeln wie sie auch in einer biologischen Familie bestehen. So wird bei vielen Adoptiveltern eine Ähnlichkeit des Kindes in Bezug auf die eigene Wesensart, den Charakter oder im Verhalten beschrieben.
Bei einer Adoption oder Annahme des Kindes soll ein natürliches Eltern-Kind-Verhältnis nachgebildet werden. Eine solche Beziehung muss natürlich wachsen und kann sich erst mit der Zeit entwickeln. Viele Adoptivkinder beschreiben, dass sie ein besseres Verhältnis zu ihren Eltern haben als so manche biologischen Kinder. Eine Adoption ist eine Ausnahmesituation und Ausnahmesituationen können Menschen zusammen schweißen. Adoptiveltern sind in der Regel pädagogisch interessiert und auch sehr bemüht in der Erziehung der Kinder. Ihre Toleranzgrenze ist hoch und sie bringen dem Kind meist ein großes Verständnis und Einfühlungsvermögen entgegen. Denn eine Adoption ist ein bewusster Schritt in die Elternschaft und legt deshalb gute Grundbedingungen. Für viele Adoptivkinder ist die ihnen entgegengebrachte Zuwendung keine Selbstverständlichkeit und so lernen sich Kinder und Eltern auch sehr schätzen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
11.01.12 | |
![]() | ADOPTION |
06.01.12 | |
![]() | ADOPTION |
20.12.11 | |
![]() | ADOPTION |
05.11.11 | |
![]() | ADOPTION |
26.10.11 | |
![]() | ADOPTION |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Adoption Forum


Dieses Buch ist der erste umfassende Ratgeber für alle Fragen vor, während und nach einer Auslandsadoption. Der ...