10. Februar 2010
Es gibt unterschiedliche Beweggründe warum ein Paar ein Kind adoptieren möchte. Entweder weil sie keine eigenen Kinder bekommen können oder weil sie einem Kind helfen wollen und ihm ein liebevolles Zuhause bieten möchten.
Dafür gibt es in Deutschland das so genannte Adoptionsverfahren und dieses durchläuft in der Regel unterschiedliche Phasen. Einmal gibt es die Adoptionspflegezeit. Dann muss von der Mutter, dem Vater, dem Kind oder einem gesetzlichen Vertreter die notarielle Einwilligungserklärung vorliegen. Dann kommt es zu einem notariellen Annahmevertrag der Adoptiveltern und das zuständige Jugendamt muss eine gutachterliche Stellungsnahme abgeben. Schließlich kommt es zu einem Adoptionsbeschluss durch das zuständige Vormundschaftsgericht.
Werdende Adoptiveltern brauchen viel Ausdauer und Geduld und müssen sich erst einmal um viele Formalitäten kümmern. Zuerst findet ein Gespräch bei dem zuständigen Jugendamt statt und da müssen die Eltern sehr viele Unterlagen mitbringen, wie zum Beispiel ein polizeiliches Führungszeugnis, einen ausgefüllten Antrag, ein Bewerbungsschreiben, Heiratsurkunde, Geburtsurkunden, Staatsangehörigkeitsnachweise, Verdienst- und Vermögensbescheinigungen oder auch Schuldennachweise, Lebensläufe und ärztliche Atteste. Nach diesem ersten Gespräch gibt es meist noch weitere, in denen die Adoptiveltern auch darüber aufgeklärt werden, dass kein Rechtsanspruch auf die Vermittlung eines Kindes besteht. Das Bewerberpaar erhält noch Fragebögen, die es zu Hause ausfüllen muss. Dies sind persönliche Fragen, zum Beispiel warum ein Kind adoptiert werden soll, Erziehungsfragen und wie man sich das Leben mit dem Kind und die damit einhergehende Veränderung vorstellt. Dann wird das Bewerberpaar auf seine Adoptionstauglichkeit überprüft mit dem so genannten Eignungsverfahren. Hier soll auch geprüft werden, ob sich die Eltern bewusst sind, dass ein Kind zu erziehen auch eine Herausforderung darstellt und nicht nur illusorischen Wunschvorstellungen entspricht. In dieser Zeit finden in der Regel noch mehrere Gespräche mit dem Jugendamt statt. Nach der Eignung und dem so genannten Sozialbericht kommt eine lange Zeit des ungewissen Wartens auf die Bewerber zu. Man sagt, dass eine Adoption im Durchschnitt zwischen einem und sieben Jahren dauern kann. In dieser Zeit besteht weiterhin Kontakt zum Jugendamt. Bei einer Adoption müssen sehr viele Vorschriften beachtet werden und bei dem Bewerberehepaar werden viele Vorraussetzungen geprüft. Für die zukünftigen Adoptiveltern ist es meist ein langer und beschwerlicher Weg des Wartens und des Bangens.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
11.01.12 | |
![]() | ADOPTION |
06.01.12 | |
![]() | ADOPTION |
20.12.11 | |
![]() | ADOPTION |
05.11.11 | |
![]() | ADOPTION |
26.10.11 | |
![]() | ADOPTION |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Adoption Forum


Alles was man wissen muss: Endlich ein zuverlässiger Ratgeber für In- und Auslandsadoptionen, der den Erkenntnis...