Die größten Seen der Welt - Lage, Besonderheiten und Bedeutung als Lebensraum

Genfer See - Naturkulisse, See mit Bergen im Hintergrund

Wissenswertes zu den zehn größten Seen der Erde

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei einem See handelt es sich um ein Stillgewässer. Zu den größten Seen der Welt zählen u.a. das Kaspische Meer, der Obere See und der Victoriasee. Diese Seen weisen einige Besonderheiten auf und tragen eine entscheidende Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Informieren Sie sich über die wichtigsten Aspekte der größten Seen der Welt.

Zu etwa 70 Prozent wird die Erde von Wasser bedeckt. Einen großen Bestandteil dieser Wasserfläche machen die Seen aus. Ihre Größe und Struktur ist jedoch sehr unterschiedlich. So gibt es sowohl sehr kleine Seen als auch sehr große Gewässer.

Was ist ein See?

Seen zählen zu den Binnengewässern. Das bedeutet, dass sie stets im Landesinneren zu finden sind. Das Wasser eines Sees sammelt sich in einer Bodenvertiefung an Land an. Direkte Verbindungen zu den Ozeanen gibt es auf einer Höhe von Null Metern bei Seen nicht. Auch Zuflüsse oder Abflüsse durch Meeresströmungen sind nicht vorhanden.

Grundsätzlich fällt die Abfluss- und Zuflussmenge eines Sees gegenüber seiner gesamten Wassermenge eher niedrig aus. Im Unterschied zu fließenden Gewässer bestehen bei Seen keinerlei Gefälle.

Verglichen mit einem Tümpel, Weiher oder Teich fällt die Tiefe eines Binnensees normalerweise deutlich höher aus. Auf diese Weise entsteht eine Temperaturschichtung, die über einen längeren Zeitraum stabil ist.

Bei dem Wasser eines Sees handelt es sich in den meisten Fällen um Süßwasser. Es gibt allerdings auch Ausnahmen wie das Kaspische Meer, das Tote Meer oder den Aralsee, die den großen Salzseen zugerechnet werden.

Manche Seen enthalten auch Soda wie zum Beispiel der Nakurusee.

Entstehung

Ein See kann entweder auf natürliche Weise entstehen oder künstlich von Menschen angelegt werden. Zu den künstlichen Seen zählen vor allem:

  • Stauseen
  • Baggerseen

Mitunter bilden sich Seen auch durch das Eindeichen von Meeresbuchten. Dazu gehört beispielsweise das IJsselmeer in den Niederlanden. Künstliche Stauseen sind für den Menschen überaus wichtig, da sich aus ihnen Trinkwasser gewinnen und Energie erzeugen lässt.

Die größten Seen der Welt

Es gibt einige Seen, die eine besonders große Fläche umfassen. Dazu gehören:

  • das Kaspische Meer
  • der Obere See
  • der Victoriasee
  • der Huronsee
  • der Michigansee
  • der Tanganjikasee
  • der Baikalsee
  • der Große Bärensee
  • der Malawisee
  • der Große Sklavensee

Im Folgenden stellen wir die weltweit größten Seen einmal genauer vor.

Kaspisches Meer

Mit einer Fläche von schätzungsweise 386.400 Quadratkilometern ist das Kaspische Meer der größte See der Erde. Trotz der Bezeichnung Meer handelt es sich bei dem Gewässer um einen See, der keinen natürlichen Zugang zu den Ozeanen besitzt.

Zurückzuführen ist die Bezeichnung "Kaspisches Meer" auf den Salzgehalt und die Größe des Gewässers. Das Kaspische Meer hat eine Tiefe von 184 Metern und weist ein Volumen von 78.700 Kubikkilometern auf. Über die Wolga sowie den Wolga-Don-Kanal und den Don können Schiffe das Asowsche Meer und das Schwarze Meer erreichen.

Geographische Aspekte

Geographisch befindet sich das Kaspische Meer im äußersten Osten von Europa und im Westen Asiens. Auf der Westseite grenzt das Gewässer an Aserbaidschan, auf der Ostseite an Turkmenistan, im Norden an Kasachstan und Russland sowie auf der Südseite an den Iran.

Angrenzende Gebiete sind

  • im Norden die große Kaspische Senke, die Kasachensteppe
  • das Kaukasus-Gebirge auf der Westseite
  • das Elburs-Gebirge auf der Südseite und
  • im Osten das Tiefland von Turan.

Die größte Küstenlänge weist Kasachstan mit 1.894 Kilometern auf, gefolgt von Turkmenistan mit 1.768 Kilometern, Russland (960 Kilometer), Aserbaidschan (800 Kilometer) und Iran mit 750 Kilometern.

Wichtigste Zuflüsse des Kaspischen Meeres bilden:

  • die Wolga
  • der Ural
  • der Terek
  • der Samur
  • der Aras
  • der Atrak
  • die Emba
  • die Kura
  • die Kuma
  • der Weiße Fluss (Sefid Rud)

Bedeutende Häfen und Städte sind:

  • das russische Astrachan
  • das aserbaidschanische Baku
  • das russische Kaspijsk
  • das iranische Astara
  • das kasachische Fort Schewtschenko
  • das turkmenische Türkmenbasy

Geographisch gilt das Kaspische Meer auch als Grenze zwischen Europa und Asien, wodurch es Eurasien in zwei Kontinente teilt. Die Fläche des Binnengewässers ist so groß, dass sie ungefähr der Fläche von Deutschland und Belgien entspricht.

Die Ausdehnung zwischen Nord und Süd beträgt 1.200 Kilometer, während die Ausdehnung von West nach Ost bei 435 Kilometern liegt. Die tiefste Stelle des Kaspischen Meeres erreicht auf der Südseite 995 Meter, die flachste Stelle auf der Nordseite weist dagegen lediglich 6 Meter auf.

Inseln des Kaspischen Meeres

Das Kaspische Meer verfügt über eine Vielzahl an Inseln, von denen die meisten nur klein und daher nicht besiedelt sind. Die Inseln, die sich in der Nähe von Aserbaidschan befinden, verfügen jedoch über reichhaltige Ölvorkommen. Dazu gehören vor allem:

  • die Bulla-Insel
  • die Pirallahi-Insel

Die einzige Insel im Kaspischen Meer, die zum Iran gehört, ist Aschuradeh am Ostende der Miankaleh-Halbinsel.

Vor der Küste von Dagestan gibt es die Robbeninsel sowie die Insel Tschetschen. Im Nordosten des Kaspischen Meeres sind die Tjuleni-Inseln zu finden. Weitere Inseln gibt es vor der Wolgadeltaküste. Sie zählen zur Oblast Astrachan.

Tiere und Pflanzen im Kaspischen Meer

Im Kaspischen Meer befinden sich ca. 150 Fischarten, bei denen es sich in erster Linie um Süßwasserfische handelt. Von besonderer Bedeutung sind vor allem die unterschiedlichen Störarten.

Nahaufnahme roter und schwarzer Kaviar auf Löffeln, weißer Hintergrund
Nahaufnahme roter und schwarzer Kaviar auf Löffeln, weißer Hintergrund

Diese sorgen mit ihren Eiern für den Kaviar, eine begehrte Delikatesse. Eine weitere Tierart des Gewässers ist die Kaspische Robbe.

Zur Pflanzenwelt im Kaspischen Meer gehören 755 Arten sowie Halbarten. Zu den Pflanzen zählen besonders Algen:

  • Meeresalgen
  • Diatome
  • Grünalgen
  • Salzwassaralgen
  • Salzsüßwasseralgen
  • Süßwasseralgen.

Sie dienen zahlreichen Tieren als Narungsquelle. Auch werden darauf Fiischeier gelegt.

Bedeutung

Für die umgebenen Länder ist das Kaspische Meer von großer Bedeutung. Vor allem Aserbaidschan profitiert von den erheblichen Erdgas- und Erdölreserven des Gewässers.

Schätzungen zufolge sollen sich 15 bis 50 Milliarden Barrel Erdöl im Gebiet des Kaspischen Meeres befinden. In der turkmenischen Kara-Bogas-Bucht ist zudem der Abbau von Salz möglich.

Da sich der internationale Status des Kaspischen Meeres bis in die heutige Zeit nicht eindeutig klären ließ, riefen die angrenzenden Staaten Russland, Kasachstan, Iran, Turkmenistan und Aserbaidschan 1992 eine Kooperationsgemeinschaft ins Leben.

Deren Ziel ist es, ein Abkommen zu treffen, welches sowohl die Nutzung als auch den Schutz des Gewässers ermöglicht. Bis heute kam es jedoch zu keiner verbindlichen Einigung, was auch auf die eventuelle Nutzung der beträchtlichen Erdölvorkommen zurückzuführen ist.

Seestern und Muschel am Strand, im Hintergrund großer See
Seestern und Muschel am Strand, im Hintergrund großer See

Oberer See

Der Obere See, auch Lake Superior genannt, ist das zweitgrößte Binnengewässer der Welt. Er zählt zu den fünf großen Seen Nordamerikas und bildet von der Fläche her den größten Süßwassersee unseres Planeten.

Geographische Aspekte

Der Obere See befindet sich im Grenzgebiet zwischen den USA und Kanada. So verläuft die Staatsgrenze beider Länder mitten durch ihn hindurch. Die Gesamtfläche des Binnengewässers umfasst 82.103 Quadratkilometer, was ungefähr der Größe von Österreich entspricht.

Die größte Tiefe des Oberen Sees liegt bei 406 Metern. Zwischen dem nördlichsten und dem südlichsten Punkt des Sees besteht eine Entfernung von ca. 290 Kilometern. Zwischen West und Ost herrscht eine Differenz von 599,6 Kilometern.

In seinem nördlichen Teil grenzt der Obere See an den US-Bundesstaat Minnesota sowie die kanadische Provinz Ontario. Im Südteil verläuft die Grenze an den amerikanischen Bundesstaaten Michigan und Wisconsin. Die größte Insel des Gewässers wird von der Isle Royale gebildet. Von Bedeutung ist zudem die Keenshaw-Halbinsel, die in den Oberen See hineinragt.

Wichtigster Hafen am Oberen See ist Duluth in Minnesota. Dieser gilt als umsatzstärkster Binnenhafen der USA.

Zuflüsse

Insgesamt kann der Obere See mehr als 200 Zuflüsse verzeichnen. Von besonderer Bedeutung sind:

  • der Pigeon River
  • der Nipigon River
  • der White River
  • der Pic River
  • der Saint Louis River
  • der Kaministiquia River
  • der Michipocten River

Über den Saint Marys River kommt es zum Abfluss des Oberen Sees in den Huronsee. Dadurch bildet er einen Bestandteil des Wasserweges aller fünf großen Seen.

Weil die Stromschnellen auf dem Saint Marys River beträchtlich sind, werden zu seiner Durchquerung Schleusen benötigt. Dabei handelt es sich um die Soo Locks in der Nähe von Sault Ste. Marie. Diese ermöglichen das Überwinden des Höhenunterschiedes von acht Metern in Richtung Huronsee.

Name und Geschichte

Die Chippewa-Indianer bezeichneten den Oberen See als Anishinabe, was "Großes Wasser" bedeutet. Französische Entdecker gaben ihm im 17. Jahrhundert den Namen "Le Lac Superieur", da der Obere See über dem Huronsee liegt.

Schon die Indianer nutzten den Oberen See als Verkehrsweg. So führen der Kaministiqua River und der Pigeon River am Nordwest-Ufer in Richtung Kanada.

Als erste Weiße entdeckten französische Pelzhändler den Oberen See, der ihnen von den Indianern gezeigt wurde. So errichteten die Franzosen am Pigeon River einen Handelsstützpunkt.

1783 kam es zur Gründung der North West Company. Im 19. Jahrhundert wurden rund um den See Bergbausiedlungen angelegt, um Eisenerz abzubauen. Dessen Transport erfolgt mit Schiffen über den Oberen See. Noch in der heutigen Zeit gilt das Gewässer als wichtiger Transportweg für Eisenerz und Steinkohle.

Tourismus am Oberen See

Neben dem Abbau von Erzen ist auch der Tourismus am Oberen See von Wichtigkeit. So bietet das milde Klima ideale Voraussetzungen für einen Urlaub in den Sommer- und Wintermonaten. Besonders beliebte Aktivitäten sind:

Angler mit Angel bis zu den Oberschenkeln in See
Angler mit Angel bis zu den Oberschenkeln in See

Im Winter lassen sich Schneemobilfahren und Ski-Langlauf betreiben. Außerdem bildet der Obere See eine beliebte Tauchregion. Auf der kanadischen Seite des Gewässers wurden mittlerweile größere Teile des Gebietes unter Naturschutz gestellt.

Victoriasee

Beim Victoriasee handelt es sich einerseits um den drittgrößten See der Welt und andererseits um den größten See des afrikanischen Kontinents. Darüber hinaus bildet er das zweitgrößte Süßwassergewässer der Erde.

In seiner Nähe sind ungefähr 30 Millionen Menschen beheimatet. Die Oberfläche des Victoriasees umfasst 68.800 Quadratkilometer.

Geographische Aspekte

Geographisch ist der Victoriasee in der ostafrikanischen Hochebene zu finden. Seine Fläche wird zwischen den Staaten

  • Tansania
  • Uganda und
  • Kenia

aufgeteilt, wobei Tansania den Löwenanteil hat. Die Küstenlänge bringt es auf insgesamt 3.450 Kilometer. Davon gehören 1.750 Kilometer zu Tansania und 1150 Kilometer zu Uganda. Die restlichen 550 Kilometer entfallen auf Kenia.

Im Westen des Victoriasees befindet sich mit dem Kagera-Nil ein Zufluss, während im Norden mit dem Victoria-Nil ein Abfluss besteht.

Die größte Insel des Victoriasees befindet sich mit Ukerewe am südlichen Seeufer. Weitere Inseln sind:

  • Pyramid Island
  • Migingo
  • Ukara

Ein typisches Merkmal des Ufers stellen die ausgedehnten Papyrussümpfe dar. Im Jahr 1954 kam es durch das Anlegen des Owen-Falls-Damms bei Jinja zu einer künstlichen Vergrößerung des Victoriasees. Dadurch wurde der natürliche See vom Stauseewasser überschwemmt.

Geschichte

Die Entdeckung des Victoriasees durch westliche Forscher fand im Jahr 1858 durch den Briten John Hanning Speke (1827-1864) statt. Seinen Namen erhielt das Gewässer nach der britischen Königin Victoria. 1875 gelang es dem Afrikaforscher Henry Morton Stanley (1841-1904) erstmals, den See per Schiff vollständig zu umrunden.

Tierwelt im Victoriasee

Der Victoriasee verfügt über eine große Vielzahl an Fischen. So tummeln sich in dem Gewässer über 550 unterschiedliche Fischarten wie die Buntbarsche. Ebenso zählen

  • Karpfenfisch
  • Salmler
  • Wels
  • Nilhecht
  • Zahnkarpfen
  • Europäischer Aal
  • Forellenbarsch und
  • Schwarzbarsch

dazu. Ein weiterer Bewohner des Victoriasees ist das Flusspferd.

Junger Mann mit Mütze und Tarnkleidung sitzt im Fischerboot und präsentiert einen gefangenen Hecht
Junger Mann mit Mütze und Tarnkleidung sitzt im Fischerboot und präsentiert einen gefangenen Hecht

Huronsee

Der Huronsee zählt zu den fünf großen Seen von Nordamerika. Er wird auch als Lake Huron oder Lac Huron bezeichnet. Er markiert die Grenze zwischen den USA und Kanada.

Geographische Aspekte

Mitten durch den Huronsee verläuft die Staatsgrenze zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Kanada. An ihn grenzen das amerikanische Michigan sowie die kanadische Provinz Ontario.

Mit einer Fläche von 59.586 Quadratkilometern ist der Huronsee das viertgrößte Binnengewässer der Welt. Die maximale Wassertiefe liegt bei 229 Metern. Der Huronsee befindet sich auf einer Höhe von 176 Metern.

Es besteht eine Verbindung zu dem benachbarten Michigansee, die durch die Mackinacstraße erfolgt. Aus diesem Grund lassen sich Huronsee und Michigansee auch als ein einziges Gewässer betrachten. Die größte Insel des Huronsees stellt Manitoulin dar, die zugleich auch die größte Binnenseeinsel der Erde ist.

Tierwelt

Dominiert wurde die ursprüngliche Tierwelt im Huronsee vom Amerikanischen Seesaibling. Er galt in den 50er Jahren aufgrund von Überfischung als fast ausgerottet.

Hinzu kamen

  • Regenbogen-Stinte
  • Flussheringe sowie
  • Meerneunaugen
  • Pazifische Lachse
  • Schwarzmund-Grundel
  • Stachelwasserfloh
  • Zebra- und Quagga-Dreikantmuschel
Bedeutung

Der Huronsee, der nach dem Indianerstamm der Huronen benannt wurde, gilt als wichtigstes Bindeglied der Großen Seen. Während er einerseits mit dem Michigansee verbunden ist, verfügt er über mehrere Zuflüsse aus dem Oberen See wie den Saint Marys River. Weitere Zuflüsse sind:

  • der Spanish River
  • der Au Sable River
  • der Saginaw River

Am Ufer des Huronsees befinden sich zudem einige Städte. Dabei handelt es sich um:

  • Port Huron
  • Saginaw
  • Sarnia
  • Alpena
  • Bay City

Leben im Toten Meer

Das Tote Meer liegt im israelischen Westjordanland: Ein 800 Quadratkilometer großer Salzsee, der ohne einen Abfluss in einer Senke liegt. Dieser Salzsee liegt etwa 400 Meter unter dem Meeresspiegel und wird vom Jordan gespeist. Aufgrund seines hohen Salzgehalts gilt das Tote Meer als sehr lebensfeindlich.

Jetzt aber haben Forscher aus Deutschland und Israel in diesem Meer Süßwasserquellen entdeckt, wo neuartige Mikroorganismen - verschiedene Bakterien-Arten - leben. Aber die Zahl dieser Zellen (1.000 bis 10.000 Zellen in einem Milliliter Meerwassr) ist im Vergleich zu den Weltmeeren äußerst gering. Im kommenden Monat wollen Forscher die biologische Aktivität von diesen Mikroorganismen näher untersuchen.

Antarktis - Forscher holen neue Probe aus Urzeitsee

Der Wostoksee ist der größte von mehr als 150 bisher bekannten Seen, die sich unter dem Eisschild der Antarktis befinden. Rund 120.000 Jahre lag er abgeschirmt von der restlichen Welt.

Im Februar 2012 hatten russische Forscher den See angebohrt. Aufgrund des antarktischen Winters konnten sie die Probe erst im Oktober bergen. Zwar fanden sie extrem geringe Mengen an Bakterien, doch die sind wahrscheinlich durch die Bohrung nach unten gelangt.

Nun haben russische Wissenschaftler erneut eine Wasserprobe aus dem Urzeitsee genommen. Eine Analyse hat jedoch noch nicht stattgefunden. Die Forscher suchen vor allem nach Mikroorganismen, die in der frostigen, stickstoff- und sauerstoffreichen Umgebung überlebt haben könnten - trotz des immensen Drucks und des geringen Nährstoffangebotes.

Algenteppich auf Eriesee - Zu viel Dünger gepaart mit ungünstigen Wetterbedingungen sind die Ursache

2011 hatte sich auf dem Eriesee in Nordamerika ein großer Algenteppich ausgebreitet. Jetzt haben Forscher die Ursachen dafür herausgefunden. Schuld daran sind der viele Dünger und gleichzeitige schlechte Wetterbedingungen. Dadurch konnte es geschehen, dass fast ein Fünftel des Sees mit Algen überzogen wurde.

Für die Zukunft befürchtet man solche Auswirkungen häufiger, vor allem auch, weil Biokraftstoffe wie Mais sehr häufig angebaut wird und dieser sehr viel Dünger benötigt. Dazu ändern sich die klimatischen Voraussetzungen, wie starker Frühlingsregen und extreme Hitzeperioden im Sommer.

Die Algen nahmen eine Fläche von 5000 Quadratkilometer ein. Was Beobachter so erstaunte, war die enorme Größe, denn diese war dreimal so groß als je zuvor. Die Algen gehören zur Gattung Microcystis, die zu den Cyanobakterien zählen. Microcystis kommt auch in Deutschland vor. Ihre Giftstoffe sind für Menschen und Tiere gefährlich, angefangen bei Hautreizungen, über Allergien bis hin zur Leberschädigung.

Die Giftkonzentration übertraf den Badegewässer-Richtwert der Weltgesundheitsorganisation WHO an einigen Stellen um das 224fache. Es besteht die Gefahr, dass der ganze See umkippt. Die Forscher kamen der Ursache auf die Spur, indem sie Wasserproben und Satellitenbilder mit Computersimulationen kombinierten.

Forscher lösen Rätsel um plötzliches Verschwinden von Gletscherseen in Grönland

Wenn sich zu viel Schmelzwasser gebildet hat, fließt es bis zu einer Gletschermühle ab und verschwindet

Grafik hellblaue Schneekristalle auf weißem Hintergrund
sfondo invernale © Anna Khomulo - www.fotolia.de

In Grönland können riesige Gletscherseen binnen eines Tages oder sogar weniger Stunden vollständig verschwinden. Das Wasser läuft einfach ab. Nun haben US-amerikanische Wissenschaftler nach den Ursachen für dieses Phänomen gesucht.

Dafür untersuchten sie über einen Zeitraum von drei Jahren mit Mess-Stationen die Eisbewegungen am North Lake im Westen Grönlands. Dabei bemerkten sie, dass das Eis immer wenige Stunden, bevor sich der See entleert, um rund 20 Zentimeter angehoben wird.

Gletschermühlen und Schmelzwasser

Verantwortlich für den Vorgang sind sogenannte Gletschermühlen. Dies sind spiralwandige Hohlformen im Eis, die von an der Gletscheroberfläche oder in Spalten abfließendem Schmelzwasser geschaffen wurden. Sie können einen Durchmesser von bis zu 20 Metern erreichen und entstehen meist in flachen Bereichen des Gletschers mit horizontalen Gletscherspalten.

Gletschermühlen können bis zum Grund des Gletschers reichen und hunderte Meter tief sein. Die Bezeichnung Mühle stammt von dem mahlenden, meist rotierenden Abfluss des Schmelzwassers.

Eis in Bewegung

Immer wenn sich zu viel Schmelzwasser gebildet hat, fließt es bis zu einer solchen Gletschermühle ab. Dieses Wasser gelangt schließlich unter den Eispanzer und bildet einen Gleitfilm zwischen dem Eis und dem Felsenuntergrund.

Das Eis gerät in Bewegung, dabei bilden sich Spannungen. Dies führt dazu, dass das Eis direkt unter dem See aufreißt. Das Wasser fließt ab und der See verschwindet.

Michigansee

Genau wie der Obere See und der Huronsee gehört auch der Michigansee der Gruppe der fünf nordamerikanischen großen Seen an. Mit einer Fläche von 58.016 Quadratkilometern ist er außerdem das fünftgrößte Binnengewässer auf der Erde. Die maximale Wassertiefe des Michigansees liegt bei 281 Metern.

Geographische Aspekte

Der Michigansee befindet sich als einziger der fünf großen Seen vollständig auf dem Staatsgebiet der USA. Zu seinen Anrainer-Bundesstaaten zählen:

  • Michigan
  • Wisconsin
  • Illinois
  • Indiana

Das Gewässer ist 190 Kilometer breit und 494 Kilometer lang. Die gesamte Uferlänge umfasst 2.633 Kilometer.

Über die Mackinacstraße, auch Straits of Mackinac genannt, besteht eine Verbindung zum benachbarten Huronsee. Aus hydrologischer Sicht stellen Michigansee und Huronsee jedoch ein einziges Binnengewässer dar.

Bedeutende Zuflüsse des Sees sind:

  • der Milwaukee River
  • der Fox River
  • der Menominee River

Außerdem gibt es einige Inseln im Michigansee. Dabei handelt es sich um:

  • South Manitou Island
  • North Manitou Island
  • Washington Island
  • Beaver Island
Bedeutung

Auf der Südseite des Michigansees besteht eine erhebliche Industrialisierung. Darüber hinaus grenzen einige bedeutende Städte an das Gewässer. Dies sind:

  • Chicago im US-Bundesstaat Illinois
  • Michigan City in Indiana
  • Muskegon in Michigan
  • Milwaukee in Wisconsin

Von Bedeutung sind auch die unterschiedlichen Nationalparks am Michigansee. Dazu gehören unter anderem:

  • der Indiana Dunes State Park
  • der Indian Lake State Park
  • der Warren Dunes State Park
  • der Sleeping Bear Dunes National Lakeshore
  • der Chicago Park District Beaches
  • der Holland State Park
  • der Leelanau State Park
  • der Newport State Park
  • der Peninsula State Park
  • der Terry Andrae State Park
  • der Van Buren State Park
  • der Wilderness State Park

Eine wichtige Rolle spielt der Michigansee auch für die amerikanische Schifffahrt, die dort auf eine lange Tradition zurückblicken kann. In der heutigen Zeit befahren in erster Linie Frachtschiffe und Fähren das Gewässer.

Tanganjikasee

Als Tanganjikasee wird der zweitgrößte See Afrikas bezeichnet. Darüber hinaus ist das Gewässer der sechstgrößte See der Welt.

Der See umfasst eine Fläche von 32.893 Quadratkilometern und enthält das größte Süßwasservorkommen des afrikanischen Kontinents. Die Maximaltiefe im nördlichen Bereich des Sees beträgt 1.470 Meter.

Geographische Aspekte

Zu finden ist der Tanganjikasee im Westbereich des Ostafrikanischen Grabens, dessen Wände seine Grenzen bilden. Teil davon ist auch die Zentralafrikanische Schwelle an der westlichen Seite.

Der Tanganjikasee verläuft durch mehrere afrikanische Staaten. Dies sind:

  • Tansania
  • die Demokratische Republik Kongo
  • Burundi
  • Sambia

Den größten Anteil an dem Gewässer haben die Demokratische Republik Kongo und Tansania mit 45 bzw. 41 Prozent. Das Einzugsgebiet des Tanganjikasees erreicht 231.000 Quadratkilometer.

Wichtigste Zuflüsse des Binnengewässers sind:

  • der Ruzizi
  • der Malagarasi
  • der Kalambo

Einen wichtigen Abfluss bildet der Lukuga.

Tierwelt des Tanganjikasees

Der Tanganjikasee wird zu den artenreichsten Binnengewässern der Erde gezählt. So sind in ihm ungefähr 300 unterschiedliche Fischsorten zu finden, zu denen vor allem die Buntbarsche gehören. Des Weiteren gibt es im Tanganjikasee:

  • Flederbartwelse
  • Stachelwelse
  • Riesenbarsche
  • Karpfenfische
  • Nilhechte
  • Flösselhechte
  • Stachelaale

Auch wirbellose Tiere wie Süßwasserquallen, Muscheln, Schwämme und Schnecken sind vorhanden. An einigen Seeregionen befinden sich zudem Nilkrokodile.

Bedeutung

Für die heimische Bevölkerung bildet der Tanganjikasee eine wichtige Nahrungsquelle. So werden rund eine Million Menschen von der hiesigen Fischerei ernährt. Des Weiteren erfolgt der Export von Buntbarschen ins Ausland, die als Zierfische dienen.

Befahren wird der Tanganjikasee von einem einzigen größeren Passagierschiff, einem Dampfer, der noch dem deutschen Kaiserreich entstammt. Dessen Gütertransporte sind für die ansässige Bevölkerung überaus wichtig.

Die einzigen Häfen am See sind:

  • das tansanische Kigima
  • Mpulungu in Sambia
  • Bujumbura in Burundi

Aus diesem Grund werden die Güter häufig auf See verladen.

Geschichte

Von den Europäern entdeckt wurde der Tanganjikasee im Jahr 1858 durch die britischen Forscher John Hanning Speke (1827-1864) und Richard Francis Burton (1821-1890). Burton glaubte seinerzeit, mit dem See die Quelle des Nils gefunden zu haben.

Auch der berühmte schottische Afrikaforscher David Livingstone (1813-1873) erkundete die Ufer des Tanganjikasees. Im 1. Weltkrieg kam es bis 1915 zu Kämpfen auf dem See zwischen deutschen Kolonialtruppen und den Briten.

Baikalsee

Der Baikalsee erreicht ein Alter von ungefähr 25 Millionen Jahren, womit er den ältesten Süßwassersee der Erde darstellt. Mit einer Tiefe von 1.642 Metern ist er zugleich auch der weltweit tiefste Süßwassersee. Seit 1996 gehört die Region des Baikalsees zum Weltnaturerbe der UNESCO.

Geographische Aspekte

Geographisch befindet sich der Baikalsee, der übersetzt "reicher See" bedeutet, im sibirischen Russland, genauer gesagt in den südsibirischen Gebirgen zwischen Irkutsk und Burjatien.

Während sich die Oblast Irkutsk am West- und Nordufer befindet, grenzt die Republik Burjatien an das Ost- und Südufer. Die Hochgebirge, die den Baikalsee umgeben, sind:

  • das Baikalgebirge
  • das Ulan-Burgassy-Gebirge
  • der Ostsajan
  • das Chamar-Daban-Gebirge
  • das Bargusingebirge
  • das Stanowoihochland

Die Fläche des Baikalsees beträgt 31.722 Quadratkilometer. Die Länge des Seeufers erreicht insgesamt ca. 2125 Kilometer. Die maximale Länge des Sees liegt bei 673 Kilometern, während seine Maximalbreite 82 Kilometer erreicht.

Wichtigste Zuflüsse des Baikalsees sind:

  • die Obere Angara
  • der Bargusin
  • die Selenga
  • die Turka
  • die Tyja
  • die Kitschera
  • die Sneschnaja

Als Abfluss dient die Angara. Größte Stadt in der Nähe des Baikalsees ist Irkutsk, die Hauptstadt der gleichnamigen Oblast.

Inseln im Baikalsee

Zum Baikalsee gehören 22 größere Inseln. Außerdem verfügt er über mehrere Eilande an seinen Ufern sowie zahlreiche Felsen, die aus dem Wasser emporragen.

Die größte Insel trägt den Namen Olchon und befindet sich am westlichen Ufer. Sie erreicht eine Länge von 72 Kilometern und umfasst eine Fläche von 730 Quadratkilometern. Die Berge auf Olchon haben eine Höhe von bis zu 1.276 Metern.

Am Ostufer liegt mit Swjatoi Nos die größte Halbinsel des Baikalsees. Weitere Inseln sind die Uschkanji-Inseln im Zentrum des Gewässers.

Bedeutung

Erkennen der Klimaveränderungen durch Wassertemperatur des sibirischen Baikalsees

Der größte Süßwassersee ist der Baikalsee in Sibirien mit einer Fläche von 31.492 Quadratkilometern und hat eine Tiefe von 1.642 Metern. Sein Alter wird auf 25 Millionen Jahre geschätzt, so dass er auch der älteste Süßwassersee auf der Erde ist. Der See liegt in den Südsibirischen Gebirgen in einer Höhe von 455,5 Metern über dem Meeresspiegel.

Wissenschaftler haben aufgrund von Aufzeichnungen eines russischen Kollegen, Mikhail Kozhov, der schon im Jahr 1940 regelmäßig die Wassertemperatur gemessen und notiert hatte, was seine Kinder und auch die Enkelin Lyubov Izmest'eva weiterführten, einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und der Wassertemperatur des Sees festgestellt.

So wirken sich beispielsweise Hoch- und Tiefdruckgebiete über dem Pazifik auch auf die Wassertemperatur aus und es gibt zudem einen Zusammenhang zu dem monatlich auftretenden zehntausende Kilometer entfernten El-Nino-Phänomens. Aber obwohl sich der See in den letzten Jahrzehnten leicht erwärmt hat, hat dies keinerlei Auswirkung auf den bekannten russischen Winter.

Die Region des Baikalsees ist noch immer verhältnismäßig dünn besiedelt. So gibt es in der Nähe des Seeufers nur wenige Straßen.

Wichtige Flugplätze sind in Irkutsk sowie in Ulan-Ude vorhanden. Friert der Baikalsee in den Wintermonaten zu, was von November bis Mai geschieht, lässt er sich auch als Straße benutzen.

Da die Landschaft in der Umgebung des Baikalsees durch die Industrialisierung stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, kam es in den letzten Jahren zur Errichtung mehrerer Naturschutzzonen und Nationalparks. So ist zum Beispiel auf der Westseite des Sees das Baikal-Lena-Naturreservat zu finden. Darüber hinaus umgibt den Baikalsee eine Küstenschutzzone.

In dem Dorf Listwjanka sind zudem touristische Angebote vorhanden. So findet man in dem Ort Hotels und Gaststätten sowie gut erschlossene Verkehrswege. Außerdem gibt es am Nordostufer einen Fernwanderweg.

Tierwelt des Baikalsees

Die Tierwelt des Baikalsees gilt als einzigartig. So gedeihen dort der Golomjanki, eine Süßwasserfischart, sowie der Omul, der zu den Lachsfischen zählt.

Außerdem lebt die Baikalrobbe in dem See. Sie ist die einzige Robbenart, die ausschließlich in Süßwasser vorkommt. Im den Park umgebenden Nationalpark finden sich

  • Wölfe
  • Hirsche
  • Bären und
  • Luchse.
Hirsch mit großem Geweih auf grüner Bergwiese
Hirsch mit großem Geweih auf grüner Bergwiese

Großer Bärensee

Mit einer Fläche von 31.153 Quadratkilometern zählt der Große Bärensee nicht nur zu den größten Binnengewässern Nordamerikas, sondern der ganzen Welt. Abgesehen von den fünf großen Seen, ist der Große Bärensee der größte See von Nordamerika.

Die englische Bezeichnung für das Gewässer lautet Great Bear Lake. Die Oberfläche des Wassers befindet sich auf 156 Metern.

Geographische Aspekte

Zu finden ist der Große Bärensee im kanadischen Nordwest-Territorium. Er umfasst beide Seiten des Polarkreises und erreicht ein Gesamtvolumen von 2.236 Quadratkilometern.

An seiner tiefsten Stelle in der Ostregion erreicht der See 446 Meter. Die Durchschnittstiefe beträgt 72 Meter.

Da der Große Bärensee stark verzweigt ist, unterteilt man ihn in mehrere Arme. Im Nordteil befindet sich der Smith-Arm, dessen Zufluss der Whitefish-River ist. Weiter im Osten liegt der Dease-Arm.

Als Hauptteil des Gewässers gilt der McTavish-Arm. Dieser verläuft zwischen den Halbinseln Sahoyue und Ehdacho sowie Port Radium. Die südlichen Arme werden vom Keith-Arm sowie vom McVicar-Arm gebildet.

Wichtige Zuflüsse des Großen Bärensees sind:

  • der Whitefish-River
  • der Dease River
  • der Johnny Hoe River
  • der Haldane River
  • der Bloody River
  • der Camsell River
  • der Big Spruce River

Der Abfluss wird vom Großen Bärenfluss gebildet.

Besonderheiten

Als einzige größere Ortschaft befindet sich Deline am Westteil des Großen Bärensees. Weiter östlich liegt Port Radium, das im 20. Jahrhundert als Umschlaghafen für Silber- und Uranminen diente.

Teile des Urans fanden während des 2. Weltkrieges auch für das Atombombenprojekt der USA Verwendung. Als der Bergbaubetrieb im Jahr 1982 eingestellt wurde, bedeutete dies jedoch die Aufgabe der Siedlung.

Malawisee

Der Malawisee liegt in Afrika und ist auch unter den Bezeichnungen Nyasasee, Niassa oder Nyasa bekannt. Das Binnengewässer zählt zu den zehn größten Seen der Welt und ist der drittgrößte See des afrikanischen Kontinents.

Geographische Aspekte

Der Standort des Malawisees befindet sich in Ostafrika, genauer gesagt im ostafrikanischen Grabenbruch. Zu seinen Anrainerstaaten zählen:

  • Malawi
  • Mosambik
  • Tansania

Der See hat eine Fläche von 29.600 Quadratkilometern. Er weist eine Länge von 560 Kilometern sowie eine Breite von 80 Kilometern auf. Die tiefste Stelle des Gewässers liegt bei 704 Metern.

Am Nordende des Seegebiets auf tansanischer Seite befinden sich die Livingstone-Berge. Deren Steilwände erreichen eine Höhe von beinahe 2.500 Metern. An dieser Stelle kommt es häufiger zu starken Fallwinden und erheblichem Wellengang.

Der Zufluss zum Malawisee wird durch den Ruhuhu gebildet. Als Abfluss fungiert der Shire. Die wichtigsten Häfen des Malawisees sind:

  • Monkey Bay
  • Nkhata Bay
  • Nkhotakota
  • Chipoka
Tierwelt des Malawisees

Der Malawisee verfügt über eine faszinierende Tierwelt. Zu dieser gehören in erster Linie die zahllosen Flussadler.

Zu beachten sind auch die Flusspferde, die durchaus für Menschen gefährlich werden können. So fallen ihnen jährlich mehr Personen zum Opfer als den ebenfalls dort ansässigen Krokodilen.

Ein Seeadler fliegt knapp über der Wasseroberfläche eines Sees
Ein Seeadler fliegt knapp über der Wasseroberfläche eines Sees

Auf den kleinen unbewohnten Inseln gibt es zudem gefährliche Tiere wie Warane und Seepythons. An bewohnten Stellen gilt der Malawisee jedoch als relativ ungefährlich.

Zum Artenreichtum des Malawisees zählen auch Wasserbewohner wie die rund 450 Fischarten, zu denen diverse Buntbarschgattungen gehören. Darüber hinaus leben in dem ostafrikanischen Gewässer mehrere:

  • Welsarten
  • Nilhechte
  • Stachelaale
  • Salmler
  • Karpfenfische

Als Schutz für die Fischwelt dient der Malawi-Nationalpark, den es seit 1980 auf der Südseite des Sees gibt. Seit 1984 gehört er auch dem UNESCO-Weltnaturerbe an.

Tourismus

Besucher des Malawisees kommen vor allem im Distrikt Mangochi in Malawi auf ihre Kosten. So finden Besucher dort verschiedene Hotels und Touristencamps vor. Ähnlich gut ist das Angebot in dem Badeort Senge. Als beliebte Ziele für Rucksacktouristen gelten Cape MacLear und Nkhata Bay in Malawi.

Geschichte

Entdecker des Malawisees war der britische Afrikaforscher David Livingstone (1813-1873) im Jahr 1859. In der Kolonialzeit wurde der Bau einer Bahnlinie geplant, die eine Verbindung zwischen dem Malawisee und dem Indischen Ozean herstellen sollte. Dieser Plan wurde jedoch bis in die heutige Zeit nicht in die Tat umgesetzt.

Großer Sklavensee

Als großer Sklavensee oder Great Slave Lake wird ein Binnengewässer im Nordwest-Territorium Kanadas bezeichnet. Mit einer Fläche von 27.048 Quadratkilometern gehört der Große Sklavensee zu den zehn größten Seen auf der Erde.

Die Maximaltiefe des Gewässers erreicht 614 Meter. Damit handelt es sich beim Great Slave Lake um den tiefsten See von Nordamerika.

Geographische Aspekte

Geographisch ist der Große Sklavensee im mittleren Norden von Kanada zu finden. Dort liegt er in einem dünn besiedelten Gebiet auf einer Höhe von 156 Metern oberhalb des Meeresspiegels. Die Zuflüsse des Binnengewässers sind:

  • der Hay River
  • der Slave River
  • der Taltson River
  • der Lockhart River
  • der Yellowknife River
  • der Little Buffalo River
  • der Buffalo River

Für den Abfluss des Großen Sklavensees sorgt der Mackenzie River, der zu den größten Flüssen von Nordamerika zählt. Die Länge des Sees liegt bei 480 Kilometern, während seine Breite 109 Kilometer beträgt. Das Einzugsgebiet umfasst eine Fläche von 980.000 Quadratkilometern.

Orte am Großen Sklavensee

Wichtigster Ort am Großen Sklavensee ist die Stadt Yellowknife. Weitere Gemeinden sind:

  • Hay River
  • Fort Resolution
  • Behchoko

Vor allem Hay River und Yellowknife stellen beliebte Ziele für Touristen dar. Zu den typischen Merkmalen der Region gehört ihre meist unberührte Landschaft. Darüber hinaus ist der Große Sklavensee reich an Fischen.

Namensgebung

Der Name Großer Sklavensee lässt sich nicht auf die Sklaverei zurückführen. Vielmehr benannte man den Great Slave Lake nach dem Indianerstamm der Slavey, die in der Region beheimatet waren. So beruht die deutsche Übersetzung schlicht und einfach auf einem Missverständnis.

Grundinformationen und Hinweise zu Seen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Genfer See © franke182 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sea shell and starfish on the beach © Eric Gevaert - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Red and black caviar on two spoons. © Ekaterina Fribus - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Fly fishing © Pavol Kmeto - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Fisherman © Dudarev Mikhail - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kapitaler Hirsch in der Brunftzeit © Bergfee - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Seeadler © wildlifephoto-demmel - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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