25. November 2010
Wilde Tiere im Zoo zu sehen, ist manchmal kein schöner Anblick. Man braucht kein Experte zu sein, um zu wissen, dass die meisten Anlagen in keinster Weise dem natürlichen Lebensraum der Tiere entsprechen. Trotzdem braucht man keine weite Flugreise auf sich zu nehmen, um hautnah zu erfahren, wie Elefanten, Geparden und Giraffen sich in ihren heimischen Gefilden bewegen. Safari-Parks sind eine optimale Lösung, um den Tieren eine angemessene Unterkunft zu schaffen und es den Besuchern zu ermöglichen, ganz tief in deren Welt vorzudringen.
Der Safaripark in Stukenbrock beherbergt zahlreiche wilde Tiere, die zum größten Teil friedlich zusammenleben. Alle Bewohner des Parks haben ausreichend Platz, um sich artgerecht entfalten zu können und finden in Stukenbrock ein Territorium vor, das ihrem natürlichen Lebensraum so nahe wie möglich kommt. Die weißen Löwen beispielsweise würden in der freien Wildbahn niemals überleben können. Durch ihre eigentümliche Färbung sind sie derart schlecht getarnt, dass sie keine Chance auf ausreichend Beute haben. Im Safaripark werden diese wunderschönen Tiere jedoch durch Menschenhand betreut, so dass ihre Art trotz biologischer Mängel fortbestehen bleiben kann.
Während die Raubtiere größtenteils ihr eigenes Gehege bewohnen, leben die meisten Weidetiere in Stukenbrock in friedlicher Eintracht beisammen. Gnus, Kamele, Zebras und Co. teilen sich eine Weide und kommen sich gegenseitig kaum in die Quere. Dieses friedliche Zusammenleben zeigt, dass es im Safaripark keine Raumnot gibt, die verschiedenen Herden haben allesamt genügend Rückzugsmöglichkeiten, so dass sie wie in der freien Wildbahn problemlos nebeneinander existieren können.
Bei all den schönen und exotischen Tieren reift natürlich in jedem Tierliebhaber der Wunsch, eines der Tiere zumindest einmal streicheln zu dürfen. Eine solch enge Begegnung wäre jedoch für die Bewohner des Safariparks mit zu viel Stress verbunden und für die Besucher in vielen Fällen sogar höchst gefährlich. Zum Streicheln und Anfassen gibt es daher den Streichelzoo, in dem zahlreiche zutrauliche afrikanische Ziegen wohnen. Das Gehege ist so aufgebaut, dass die Ziegen einen Rückzugsort haben, wenn sie genug von dem nicht anhaltenden Besucherstrom haben. So wird sichergestellt, dass sich die Tiere freiwillig streicheln lassen und so eine harmonische Begegnung zwischen Mensch und Tier stattfinden kann. Besonders Kinder sind von einem Ausflug in den Streichelzoo immer begeistert.
Der Safaripark ist zwischen April und Oktober für Besucher geöffnet. Die Wintermonate sind für die exotischen Bewohner teilweise mit viel Stress verbunden, da sie das deutsche Klima nicht gewöhnt sind. Aus diesem Grund findet im Herbst und Winter kein Besucherverkehr statt.
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