10. August 2011
Mit einer Attraktion der besonderen Art wartet der Nationalpark in der Eifel auf. In ihm gibt es Wander- und Informationswege, die barrierefrei angelegt sind. Der Service beinhaltet nicht nur spezielle Markierungen, Hinweisschilder und Infotafeln in Blindenschrift, sondern auch Auskünfte in Gebärdensprache sowie besondere Kutschen für Rollstuhlfahrer.
Auch das Café "Zum alten Rathaus" von Jürgen und Marion Müller in Gemünd ist behindertengerecht eingerichtet. Es gehört damit zu den zwölf zertifizierten barrierefreien Betrieben. Eine Rampe für Rollstuhlfahrer, ein Behinderten-WC sowie eine Speisekarte in extrem großer Schrift sind nur einige Service-Leistungen, die die Inhaber des "alten Rathauses" anbieten.
Michael Lammert von der Parkverwaltung begeisterte sich von Anfang an für die Idee, den Nationalpark Eifel allen zugänglich zu machen. Ob eine Familie mit Kindern, Senioren, Rollstuhlfahrer oder Blinde und Gehörlose, jedem soll der Besuch in dem Nationalpark möglich sein, findet Lammert. Dies sei ihm immer wichtig gewesen.
Das Kernstück der Anlage ist der knapp fünf Kilometer lange Wanderweg im Waldareal Kermeter am Rursee. Er ist speziell für Blinde und Sehbehinderte eingerichtet und hat bereits international große Beachtung gefunden. Der Nationalpark sei Vorreiter in Sachen Barrierefreiheit im Tourismus, erklärt die Sprecherin vom Tourismusverband Nordrhein-Westfalen Julie Sengelhoff.
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