26. Oktober 2010
Die USA verfügt dank ihrer außergewöhnlichen Größe über viele verschiedene Landschaften und Klimazonen. Zahlreiche Nationalparks laden den Besucher ein, diese Vielfalt des Landes kennenzulernen. Nicht nur ausländische Touristen werden durch die beeindruckenden Anlagen angezogen, auch viele US-Bürger fiebern einem Ausflug in den Nationalpark begeistert entgegen. Eine der bekanntesten von ihnen dürfte wohl der Yellowstone Nationalpark sein. Hier findet man einen außergewöhnlichen Reichtum an Flora und Fauna vor.
Fast dreiviertel der gesamten Fläche des Parks sind bewaldet. Es wachsen hauptsächlich Nadelbäume wie zum Beispiel Fichten und auch Kiefern. Im Yellowstone Nationalpark gibt es fast 200 verschiedene Arten von Flechten. Im Frühling und Sommer wachsen auf den Wiesen des Parkareals zahlreiche Wildblumen, darunter auch verschiedene Kräuter. Lupinen kennt man auch in Deutschland, sie werden zwar offiziell als Unkraut angesehen, in ihrer Farbenpracht sind sie jedoch kaum zu übertreffen. Selbst den berühmten Enzian, denn man eigentlich nur aus den Alpen kennt, kann man im Yellowstone Nationalpark vorfinden.
Besonders wertvoll ist der Park jedoch für die zahlreichen bedrohten Tierarten, die dort ein Zuhause gefunden haben. Während sie in der freien Natur häufig von Farmern gejagt und fast ausgerottet wurden, können sich die Arten im Schutze des Nationalparks wieder ungestört erholen. Man findet zum Beispiel Bisons, Grizzlybären, Pumas und sogar Luchse.
Als Besucher braucht man sich vor den Raubtieren eigentlich nicht zu fürchten, sie gehen den Wanderern zum größten Teil aus dem Weg. Nicht unterschätzen sollte man die Tiere jedoch, wenn sie gerade Jungtiere bei sich haben oder in die Enge gedrängt wurden. Kommt man einem Raubtier aus Versehen zu nahe, so sollte man sich möglichst langsam entfernen und das Tier nicht mit schnellen, unbedachten Begegnungen reizen. Das gilt jedoch nicht nur für Bär und Co., sondern auch für die vermeintlich harmlosen Tiere wie zum Beispiel die Bisons. Nur weil sie nicht jagen, bedeutet das nicht, dass sie einen Menschen nicht überwältigen können. Selbst eine Kuh ohne Hörner kann schon schweren Schaden anrichten, wenn sie nur mit großer Geschwindigkeit auf einen Wanderer zuläuft.
Wer sich für Vögel interessiert, sollte im Yellowstone Nationalpark stets sein Fernglas dabei haben. Es gibt hier über 300 verschiedene Vogelarten, darunter zum Beispiel Zimtenten, Habichte und Kanadakraniche.
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