Korallenbleiche in Australien: Klimawandel beschädigt das Great Barrier Reef

Korallen leidern unter Hitzerekorden der vergangenen Jahre

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  • von Paradisi-Redaktion
Taucher mit Taucherausrüstung unter Wasser bei Korallen

Am Great Barrier Reef zeigt sich dieser Tage ein erschreckendes Bild: Die vielen Korallen des Riffs wurden durch die Rekordhitze im Jahr 2016 stark in Mitleidenschaft gezogen. Die starke Sonneneinstrahlung hat die Nesseltiere ausbleichen lassen, was bei weitem nicht einfach nur unschön für das menschliche Auge ist, sondern ein schwerer Schlag für das Ökosystem vor Ort bedeutet. Zu warmes Umgebungswasser versetzt die Tiere in einen Überlebenskampf, bei dem sie sich zunächst dadurch zu retten versuchen, dass sie ihre Farbe schrittweise verlieren. Genügt das nicht, sterben sie ab.

Mehrere Faktoren bedrohen die Korallen

Das Great Barrier Reef ist ein Naturgebiet, das sich aus über 3.800 kleine Riffen zusammensetzt. 29 Prozent davon haben mindestens zwei Drittel der dort lebenden Korallen verloren und bis jetzt nicht wieder aufgebaut. Da die Tiere wichtig für das Gleichgewicht des Ökosystems sind, kommt damit das gesamte Great Barrier Reef aus der natürlichen Balance. Somit ist dieses UNESCO-Weltnaturerbe in akuter Not. Die gleichzeitig starke Verschmutzung der Weltmeere belastet die Tier- und Pflanzenwelt zusätzlich. Ein dritter Faktor: Durch die Veränderung des Gleichgewichtes gibt es immer mehr Seesterne in der Region und sie sind Fressfeinde der Korallen.

Nur Stopp des Klimawandels kann Korallenbleiche aufhalten

Aktuelle Untersuchungen des Ökosystems in Australien haben gezeigt, dass es recht unwahrscheinlich ist, dass die Tiere sich komplett erholen. Allerdings wäre es ein Fehler, nicht wenigstens einen Rettungsversuch zu unternehmen. Trotz des Massensterbens von bis zu 75 Prozent je Region kann man davon ausgehen, dass noch circa eine Milliarde der Nesseltiere am Leben sind. Kümmert man sich intensiv darum, dass diese Korallen überleben und sich normal vermehren, könnte das Naturwunder zumindest teilweise gerettet werden.

Bitter ist für die Forscher, dass es 2017 direkt die nächste Korallenbleiche gab, sodass gegenwärtig das Sterben weitergeht. Ein Stopp des Klimawandels wäre für die Tiere der beste Weg.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: diving © Irmina Mamot - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - News vom

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