Labyrinthe Artikel
Sommerspaß - Maislabyrinthe
Von Andreas Neubert
Bereits seit einigen Jahren gehören sie zum Sommerspaß-Angebot, die Maislabyrinthe. Verwirrende Irrwege in das Maisfeld geschlagen, mit Sackgassen oder sich wiederholenden Rundwegen machen sie Groß und Klein viel Freude beim Finden des richtigen Auswegs. Besonders Landwirte bieten diese nicht-alltägliche Abwechslung für Familien und andere.
Eigentlich sind sie ja keine Labyrinthe, sondern Irrgärten, denn das Labyrinth weist lediglich einen einzigen Weg auf, der in die Mitte führt. Nun – ob Labyrinth oder Irrgarten, diese verschlungenen Wege machen Spaß und das ist die Hauptsache. Oftmals legt der Bauer das Maisfeld für seinen Irrgarten eigens an, denn es soll extra dicht werden. Das heißt, dass das Feld mit doppelter Dichte besät wird. Nach einer Anwachsphase werden in das junge Feld nach einem zuvor angelegten Plan die zahlreichen verwirrenden Wege gefräst. Neben dem Mais eignen sich dafür auch Sonnenblumen.
Oft sind mit solchen landwirtschaftlichen Sommerspäßen noch anderen Absichten verbunden. Der Landwirt klärt seine Besucher zugleich auf über den Mais- oder über anderen landwirtschaftlichen Anbau. Er bietet seine Erzeugnisse über den Direktverkauf an und erstellt über den Irrgarten eine Kundenbindung. Landwirtschaft braucht heute eben andere Marketingmethoden als vor 30, 40 oder 50 Jahren. Dagegen ist gar nicht zu sagen – im Gegenteil: eine pfiffige Idee, die auch zeigt, dass sich die Aufgaben eines Landwirts gewandelt haben.