11. November 2010
Begehbare Labyrinthe und Irrgärten haben eine sehr lange Tradition. Während sie vor vielen Hundert Jahren noch hauptsächlich eine spirituelle Funktion hatten, so dienen sie heute eher der Erheiterung ihrer Besucher. Kleiner Labyrinthe findet man in fast jeder Stadt, doch für die wirklichen Highlights muss man unter Umständen ein paar Kilometer Anreiseweg hinnehmen. Hier sind die schönsten begehbaren Labyrinthe Österreichs.
Im schönen Wien befindet sich das prunkvolle Schloss Schönbrunn, das neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten auch ein Labyrinth zu bieten hat. Errichtet wurde der Irrgarten um etwa 1720. Danach entschloss man sich dazu, es Schritt für Schritt wieder abzubauen. Wo einst die berühmte Kaiserin Sissi wandelte, befand sich für lange Zeit nur noch schnöder Rasen. Im Jahr 1999 begann man jedoch damit, den Irrgarten wieder neu aufzubauen und zwar nach den originalen Bauplänen. So hat man heute die Möglichkeit, sich in die prunkvolle Zeit des 18. Jahrhunderts zurückzuversetzen.
Allerdings hat das Labyrinth im Gegensatz zu damals nicht nur seine eigenen Irrwege zur Belustigung zu bieten, sondern auch zahlreiche Stationen, die Spiel und Spaß für alle Altersstufen garantieren. In der Mitte des Labyrinths befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man seine eigenen Wege nachvollziehen oder aber auf diejenigen hinunter schauen kann, die es noch nicht ganz geschafft haben.
Wer nach dem Herumirren immer noch nicht genug hat, der kann sich auf dem angrenzenden Spielplatz noch einmal richtig austoben. Dieser ist übrigens nicht nur für Kinder geeignet.
Auch im niederösterreichischen Aggstein kann man auf historischen Spuren wandeln. Allerdings erwartet den Besucher hier nicht etwa kaiserliches Flair, sondern ein Burggespenst, das seit jeher die Ruinen seines eins wehrhaften Schlosses bewacht. Am Fuße der Ruine Aggstein befindet sich ein riesiges Maisfeldlabyrinth, das dem Irrgarten in Schönbrunn in nichts nachsteht. Auch hier gibt es innerhalb des Labyrinths zahlreiche Rätselaufgaben, mit denen sich der Gast von Waldi, dem Ruinengeist befreien muss.
Wer möchte, kann sich zuerst die Burgruine ansehen und dabei schon einmal von oben einen Blick auf den Irrgarten werfen. Wer weiß, vielleicht ist ja jemand unter den Besuchern, der sich den Weg zum Ausgang des Labyrinths im Kopf merken kann?
Wer sich der Herausforderung stellen möchte, sollte sich beeilen, denn im Herbst wird der Mais geerntet und der Schlossgeist kehrt bis zum nächsten Sommer in seine Gemäuer zurück.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
15.06.11 | |
![]() | LABYRINTHE |
14.02.11 | |
![]() | LABYRINTHE |
09.12.10 | |
![]() | LABYRINTHE |
23.08.10 | |
![]() | LABYRINTHE |
26.03.10 | |
![]() | LABYRINTHE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Labyrinthe Forum

