2. Februar 2011
Sie wurde in der Vergangenheit schon mehr als einmal besungen und selbst ein Gebäckstück trägt ihren Namen – die Rede ist von der Donau, dem zweitgrößten Fluss Europas. Diese Popularität kommt natürlich nicht von ungefähr, sehr lange spielte die Donau eine wichtige Rolle für die Handelswirtschaft und selbst heute wird sie noch zum Transport von Gütern benutzt. Trotz dieser intensiven Nutzung hat sich der Strom seine Schönheit bewahrt, der Hauptgrund, warum die Donau heute vor allem Urlauber und Ausflügler in ihren Bann zieht.
Insgesamt 2840 Kilometer zieht sich die Donau durch Europa. Ihren Ursprung findet sie in Deutschland, genauer gesagt im Schwarzwald. Von dort bahnt sie sich ihren Weg Richtung Süden und durchfließt dabei zehn verschiedene Länder: Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und die Ukraine.
Die Donau hat vor allem für Österreich eine große Bedeutung. Zu Zeiten der berühmten und geliebten Kaiserin Sissi, Elisabeth von Bayern, waren Österreich und Ungarn noch unter einem Königshaus als Reich vereint. Man sprach und spricht daher auch von der Donaumonarchie. Zudem ist die Donau der einzige Fluss in Österreich, der für die Schifffahrt genutzt werden kann.
Bevor der mächtige Strom in Rumänien ins Schwarze Meer fließt, passiert er nicht nur eine Menge verschiedener Ländern, sondern auch zahlreiche unterschiedliche Kulturen und kleinere Volksgruppen. In Angesicht der Globalisation mag diese Verbindung vernachlässigbar sein, zu früheren Zeiten fungierte die Donau jedoch als eine Art heißer Draht zwischen allen, die in unmittelbarer Nähe zum Fluss lebten. Wer nahe der Donau wohnte, wusste Neuigkeiten schon früh zu berichten und profitierte vom lebhaften Handelsstrom.
Auf der Donau wurden zahlreiche Güter verschifft, darunter auch höchst wertvolle Fracht. Die Händler mussten auf ihrem Weg gen Süden zahlreiche gefährliche Schluchten und Täler passieren, ständig in Angst vor Überfällen. Um die Donau und ihre Benutzer abzusichern, wurden entlang der Wasserstraße zahlreiche Burgen errichtet. Sie hielten nicht nur Räuber und andere Verbrecher ab, sondern gewährten auch den Reisenden Zuflucht, wenn ein Unglück nicht abgewendet werden konnte.
Auch heute ist die Donau nicht ungefährlich, zahlreiche Stromschnellen fordern viel Geschick von den Schiffern. Vor Räubern braucht man jedoch keine Angst mehr zu haben, wenn man auf einem der zahlreichen Radwege am Fluss entlang radelt und die blühende Landschaft genießt, die auf dem fruchtbaren Boden um die Donau herum entstanden ist.
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