FKK-Anlagen - Merkmale, Verhaltensregeln und lohnenswerte Ziele

Nackte Frau, teils mit weißem Handtuch bedeckt

Nackt in der Ferienanlage

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Urlaub ist zum Entspannen da. Wer sich dabei besonders frei fühlen möchte, verbringt diesen am liebsten nackt. Die Urlaubsmöglichkeiten in Sachen Freikörperkultur sind mittlerweile vielfältig; und so gibt es besonders europaweit zahlreiche FKK-Anlagen, die ihren Besuchern zahlreiche Möglichkeiten bieten, besondere Ferien zu verbringen. Informieren Sie sich über Merkmale und Verhaltensregeln in FKK-Anlagen, und lesen Sie über lohnenswerte Ziele.

FKK-Anlagen - Generelle Merkmale

FKK steht für Freikörperkultur. Sie beschreibt das Nacktsein in einer Gemeinschaft im Bereich des Alltags, Sports und der Freizeit; dabei sind alle Geschlechter mit einbezogen. Ein sexueller Bezug besteht jedoch nicht.

Stattdessen sind

  • die Freude am Nacktsein
  • die Möglichkeit, Freiheit zu realisieren sowie
  • das Erlebnis der Natur

Ausleben lässt sich die Freikörperkultur beispielsweise in Form von

  • Nacktbaden
  • nacktem Sonnenbaden
  • Radfahren
  • Kanufahren
  • Nacktsport wie etwa Nacktwandern oder
  • nacktem Freizeitleben.

Mittlerweile findet sich sogar ein breites Angebot an Nacktreisen. Dabei sind diverse FKK-Anlagen zu finden, so etwa als

Innerhalb dieser Anlagen ist Nacktheit nicht nur gewünscht, sondern zumindest in bestimmten Bereichen Pflicht. Es gibt unterschiedliche Freizeitangebote. Dabei zählen auch ganze FKK-Strände zu den möglichen Ausflugszielen.

Verbreitet sind solche Anlgen sowohl in Deutschland als beispielsweise auch in weiteren eurpäischen Ländern wie Frankreich, sowie Australien und Nordamerika. Im deutschsprachigen Raum finden sich die meisten Anhänger, ebenso in Skandinavien.

Die FKK-Anlagen können neben Campingmöglichkeiten auch Chalets und Appartements zur Verfügung stellen. Je nach Größe finden sich hier beispielsweise auch

  • Supermärkte
  • Restaurants
  • Kinderclubs
  • Unterhaltungsprogramme
  • Sportplätze und
  • Pools bzw. Schwimmbäder.

Was die Nacktheitspflicht angeht, so besteht diese beispielsweise grundsätzlich in Schwimmbereichen, jedoch nicht in Restaurants oder etwa auf dem Fußballfeld. Hier agieren Anlagen häufig toleranter als spezielle FKK-Vereine. FKK-Ferienanlagen gibt es europaweit vor allem im Mittelmeerraum; nenneswert ist die französische Atlantikküste, Frankreich ansich sowie Kroatien.

Rückansicht: drei blonde nackte Frauen liegen am Strand mit Sand am Hintern
Rückansicht: drei blonde nackte Frauen liegen am Strand mit Sand am Hintern

Verhaltensregeln in einer FKK-Anlage

FKK-Anlagen bieten einen idealen Ort für Freunde der Freikörperkultur: Hier können sie sich ungestört zurück ziehen, in Ruhe ihren Hobbys nachgehen und vielleicht sogar neue Kontakte knüpfen – ganz ohne Kleiderzwang und Markenwahn. Doch damit sich jeder wohlfühlt, ist es wichtig, einige Verhaltensregeln zu beachten.

Wer zum ersten Mal am FKK-Strand sein Laken aufschlägt, der wird sich vielleicht noch ein wenig unwohl fühlen. Das Gleiche gilt für FKK-Anlagen.

Doch dank ungeschriebenem (manchmal auch eindeutig ausgewiesenem) Verhaltendskodex können sich auch Neulinge schnell in die Freikörperkultur einfinden die, der Name verrät es bereits, ihren Anhängern tatsächlich ein besonderes Gefühl der Freiheit vermitteln kann.

Schließlich kommt es hier nicht auf gute Kleidung oder Markenware an – Menschen können sich hier ganz unabhängig von Herkunft und Alltag fühlen. Viele Naturisten schätzen außerdem das Gefühl frischer Luft am Körper: Während andere schwitzen, darf in FKK-Anlagen der Sommer ganz ohne Kleidung genossen werden.

Kleiderlosigkeit erlaubt

Wichtigste Verhaltensregel lautet dabei: Während an gewöhnlichen Stränden und in Ferienanlagen Oben-Ohne und Co. oftmals unerwünscht sind, ist die Kleiderlosigkeit an FKK-Stränden ausdrücklich erlaubt. Um auf Nummer sicher zu gehen und niemanden zu verärgern, weisen spezielle FKK-Schilder, in Clubanlagen auch spezielle Hinweise schon bei der Buchung auf die Freikörperkultur hin.

Gaffen und Fotografieren verboten

Nicht erlaubt oder zumindest unerwünscht ist hingegen Gaffen und Beobachten: Damit sich alle wohl fühlen, sollte die Privatsphäre gewahrt werden. Freundliches Ansprechen ist selbstverständlich erlaubt – doch die FKK-Anlage ist keine Flirtzone, sondern ein ganz gewöhnlicher Ort zum Ausruhen und Erholen für Menschen, die am besten ohne Kleidung ausspannen können. Selbstredend ist auch (ungefragtes) Fotografieren mehr als unerwünscht – und kann mancherorts sogar geahndet werden.

Wohlfühlen

Die letzte, aber wichtige ungeschriebe Verhaltensregel schließlich lautet: BesucherInnen sollten sich wohl fühlen; Scham ist hier fehl am Platz. Die entspannte, freundliche Stimmung in FKK-Anlagen kann dazu beitragen, dass sich auch Neulinge schnell eingewöhnen - und sich bald schon wohler fühlen als in Bikini und Badehose am öffentlichen Badestrand.

Nacktes Paar sitzt am Strand im Wasser und blickt raus auf das Meer
Nacktes Paar sitzt am Strand im Wasser und blickt raus auf das Meer

Lohnenswerte FKK-Anlagen

Besonders europaweit gibt es einige FKK-Anlagen, die jährlich zahlreiche Besucher zählen. Auch in Deutschland findet man empfehlenswerte Angebote.

FKK-Aufenthalte in Deutschlands Norden

Wo lässt es sich am Schönsten FKK-Baden? Keine Frage, natürlich an Strand und Meer. So bietet der Norden Deutschlands eine ganze Reihe traumhafter Hotspots für alle Anhänger der Freikörperkultur – wir zeigen Ihnen einige der besten FKK-Strände.

FKK an Nord- und Ostsee

Eine ganz besonders lange Tradition hat das Nacktbaden in Deutschlands Nordosten. Hier finden Naturisten und FKK-Anhänger eine große Auswahl an Stränden und Anlagen, die sich ganz der Freikörperkultur verschrieben haben.

Während andere Badeorte mit nur einem kleinen Abschnitt für FKKler aufwarten, kann man sich hier also ganz in Ruhe sein Lieblingsplätzchen aussuchen. Ein besonders vielfältiges Angebot hält die größte deutsche Ostseeinsel Rügen bereit: Ganze zwölf Strände sind hier für FKKler reserviert. Immer inklusive sind hier feinster weißer Sand und eine traumhafte Kulisse, die von ruhigen Kieferwäldchen bis zur imposanten Bäderarchitektur reicht.

Und auch auf Fischland-Darß sowie auf Usedom finden sich besonders großzügige FKK-Bereiche am Strand. Mindestens ebenso beliebt bei FKK-Fans ist auch die Nordseeinsel Sylt: In traumhafter Naturlandschaft und mit bestem gastronomischen Angebot finden sich hier verschiedene Strandabschnitte, die ganz für Anhänger der Freikörperkultur reserviert sind.

Und auch auf den Nachbarinseln Fehmarn und Usedom gibt es ausgewiesene FKK-Strände für alle, die Sand und Meer ganz ohne Kleidung genießen möchten.

FKK im Nordischen Binnenland

Neben den FKK-Stränden an Nord- und Ostsee, die auch Inseln wie Norderney, Helgoland oder Föhr und Badeorte wie St. Peter Ording oder Büsum umfassen, hat sich auch das Nordische Binnenland zum Mekka für Nacktbader entwickelt: Zwischen Volksdorf und Ahrensburg bei Hamburg bis nach Kiel finden sich verschiedene Badeseen und Weiher, die ganz oder teilweise für FKKler reserviert sind.

Die schönsten FKK-Strände der Ostsee

Der Ferkelstrand in Aschau ist nicht nur für seine Sexpartys bekannt. Neben einer schönen Wasserlage bietet dieser FKK-Strand versteckte Ecken in den Dünen. Einen kilometerlangen Sandstrand und sogar einen FKK-Campingplatz hat der Rosenfelder Strand bei Grube. Mit Zelt ist hier ein mehrtägiger Aufenthalt möglich.

Priwall bei Travemünde ist ein gemischter Strand, bei dem größtenteils FKK-Anhänger anwesend sind, aber auch gekleidete Besucher toleriert werden. Auch in Bezug auf das Alter trifft man hier Jung und Alt.

In der Nähe des alten KdF-Bau befindet sich Prora (Rügen). Auch hierbei handelt es sich nicht um einen ausschließlichen FKK-Strand, doch ist die Mehrheit der Badegäste unbekleidet. Zudem bietet der KdF-Bau ausreichend kostenlose Parkplätze. Weitere, wenn auch nicht ausschließliche FKK-Strände sind: Peenemünde auf Usedom, Noer bei Kiel und Fehmarn Westermarkelsdorf.

Die schönsten Nacktbadestrände in Deutschland

Auch für die FKKler hält Deutschland viele schöne Strände zum Sonnenbaden bereit

Rückansicht: drei blonde nackte Frauen liegen am Strand mit Sand am Hintern
Sommerfeeling © SAWImedia S.Willnow - www.fotolia.de

Wer dieses Jahr nicht in den Urlaub fährt, der wird auch hierzulande mal wieder mit einem sonnenreichen und warmen Sommer verwöhnt. Okay, Palmen, Meer und Sandstrand hat man vielleicht nicht gerade vor der Haustür, aber dennoch lässt es sich auch in Deutschland wunderbar baden.

Entspannung auch ganz ohne Palmen - und Kleider

Wer im Herbst zudem noch mit seiner nahtlosen Bräune die Blicke auf sich ziehen möchte und sich nicht scheut dafür alle Kleider abzulegen, der sollte sich mal nach Deutschlands FKK-Stränden umschauen. Denn auch für Anhänger der Freikörperkultur hält Deutschland einige schöne Badestrände parat.

Die meisten FKKler lassen sich auf Sylt die Sonne auf den Körper scheinen, so zum Beispiel am Badeabschnitt Buhne 16 in Kampen, der ausschließlich für den FKK-Badespaß reserviert ist. Aber auch in Baden-Württemberg auf der Kollerinsel im Altrhein kann man das nackte Sonnenbaden am weißen Sandstrand genießen. Das klare Wasser und die natürliche Umgebung erwecken da schon fast den Eindruck man liege irgendwo hunderte von Kilometern entfernt am Meer unter Palmen.

Beliebte FKK-Anlagen in Frankreich

Frankreich gilt als wahres Paradies für FKK-Fans: Fast nirgendwo sonst gibt es so viele verschiedene Anlagen, die sich ganz auf Freunde der Freikörperkultur spezialisiert haben. Neben den hier vorgestellten FKK-Anlagen gibt es deshalb eine ganze Reihe weiterer lohnenswerter Adressen für Ferienclubs, Zeltplätze und Strände – für Ruhesuchende und Aktive, für Familien oder Singles.

Naturiste La Grande Cosse

Urlaub inmitten der Natur verspricht ein Aufenthalt im Camping Naturiste La Grande Cosse. Die Anlage mit Zelt- und Stellplätzen sowie eigenem Zugang zu einem FKK-Strand mit feinkörnigem Sand erfreut sich so großer Beliebtheit, dass rechtzeitiges Reservieren mehr als empfehlenswert ist.

  • Eine traumhafte Hügellandschaft in unmittelbarer Nähe zum Meer
  • sanfte Wiesen und
  • idyllische Seen

bieten das richtige Ambiente für einen entspannten FKK-Aufenthalt. Wer mehr möchte als Sonnenbaden, der findet hier in der unmittelbaren Umgebung genügen Platz zum Wandern oder Radfahren. Stammurlauber schätzen die hervorragenden Anlagen mit Pool und guter französischer Küche.

Cap D'Agde

Ganz anders hingegen die Anlage Cap D'Agde, welche als größte ihrer Art in ganz Frankreich gilt: Hier ist genau der richtige Ort für FKKler, die Spannung und Action suchen.

Gegen einen Tageseintritt kommen Fans der Freikörperkultur hier voll auf ihre Kosten: Ein großzügiger FKK-Strand zählt ebenso zur Anlage wie ein vielfältiges Shopping - und Gastronomieangebot. Selbst der Einkaufsbummel kann hier also ganz ohne Kleidung absolviert werden. Bis in die späten Abendstunden bietet das Cap D'Agde verschiedene Clubs und Discos; wer möchte, kann in Ferienclubs oder Hotels übernachten.

Euronat

Mit 335 Hektar noch deutlich weitläufiger und ideal für Naturliebhaber ist das Euronat. Die traumhafte Lage zwischen Wald und Atlantikküste bietet genau die richtige Atmosphäre für naturverbundene FKKler, die neben Bädern im Meer auch die vielfältigen Sport- und Freizeitmöglichkeiten zu schätzen wissen. Neben Zelt- und Stellplätzen bietet die Anlage außerdem urige Bungalows, die mit allem Nötigen ausgestattet sind – ideal auch für Familien.

Angebote in Leucate

Wer auch im FKK-Urlaub auf Komfort nicht verzichten möchte, der findet in Leucate verschiedene Anlagen für jeden Geschmack. Gemütliche Apartments und Reihenhäuschen in idyllischen Gartenanlagen bieten genau den richtigen Rahmen für einen entspannten Urlaub im Naturisten-Bereich des Ortes, der neben einem Sandstrand sogar einen Yachthafen für FKKler bietet (im "Village Aphrodite").

Weitere lohnenswerte Ziele

Neben den erwähnten FKK-Anlagen gibt es natürlich noch einige weitere in ganz Europa. Empfehlenswert sind in diesem Zusammenhang des Weiteren

  • der Rosenfelder Strand an der Ostseeküste
  • die FKK-Farm "Quinta da Horta" in Portugal
  • die FKK-Anlage "La Jenny" in Frankreich
  • die FKK-Anlage "Strand Resort Club Orient" auf St. Martin (franz. Antillen)
  • das FKK-Dorf Charco del Palo auf Lanzarote
  • der Fuerteventura Sun Club
  • das FKK Almanat Resort in Spanien
  • Bagheera auf Korsika
  • der Campingplatz Bunculuka auf Krk, Kroatien
  • Kažela in Istrien, Kroatien
  • das Naturist Kamp Ulika in Istrien, Kroatien
  • das FKK-Bed&Breakfast "Hylteberga Gard" in Schweden
  • die Ferienanlage "Paradise Lakes" in Florida, USA

FKK-Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer

Großes Kreuzfahrtschiff fährt bei Dämmerung in einen Hafen ein
Kreuzfahrtschiff © Marco2811 - www.fotolia.de

Das Kreuzfahrtschiff "Flamenco" ist zu seiner Jungfernfahrt von Barcelona mit 450 Anhängern der Freikörperkultur in See gestochen.

Nudisten aus 17 Nationen nehmen an dieser Fahrt teil. Für einige Landgänge werden aber doch Kleidungsstücke benötigt, denn in Ländern wie Italien und Kroatien ist FKK nicht gestattet.

USA: Bürger von Kleinstadt dürfen wieder nackt spazieren

Die US-Kleinstadt Brattleboro im US-Bundesstaat Vermont hat vergangene Woche für Schlagzeilen gesorgt. Die Stadt hat sich gegen den Stadtrat durchgesetzt und mit einem 3:2-Entscheid durchgerungen, dass die Menschen wieder nackt durch die Innenstadt spazieren dürfen. Zuvor wurde dies vom Stadtrat verboten.

Die Stadt Brattleboro, die insgesamt von etwa 12.000 Menschen bewohnt wird, gilt als nicht so prüde wie der Rest des Landes. Nackt baden zu gehen ist kein Problem. Darüber hinaus gibt es ein Breast Fest, bei dem Frauen oben ohne durch die Straßen laufen. Seit kurzem existiert das nackte Herumlaufen in der Innenstadt und wurde anschließend nach einigen Beschwerden verboten.

Spanien: FKK-Anhänger veranstalten 5000-Meter-Lauf

FKK-Anhänger treffen sich seit 1999 jedes Jahr an einem spanischen Strand und bestreiten nackt einen 5000-Meter-Lauf. Die Idee stammt von Patxi Ros, der selber regelmäßig an den Läufen teilnimmt.

Nach seinen Angaben sei dies das erste FKK-Sportevent auf der Welt. Einmal im Jahr laufen sowohl Männer und Frauen, als auch Kinder mit. Laut dem Veranstalter kann jeder mitmachen, er muss nur nackt sein. Lediglich Laufschuhe und eine Kopfbedeckung als Sonnenschutz sind erlaubt. Auf die Oberschenkel werden die Startnummern gemalt.

Männer und Frauen werden bei dem Lauf unterschiedlich bewertet und die Distanz für die Kinder ist kürzer.

Nacktbaden in Cannes verboten

Cannes im Süden von Frankreich war bislang für seine lockere Umgangsart mit nackten Badenden und Sonnenhungrigen bekannt. Nun allerdings drohen Urlaubern und Einheimischen Strafgelder oder gar Gefängnis, wenn sie sich so zeigen wie die Natur sie geschaffen hat.

Nacktbaden in Cannes ist nun verboten und alles nur weil der Yachtclub-Präsident sich mehrfach beschwert hat. Kinder wäre der Anblick von soviel nackter Haut wohl unangenehm, zumal es unanständig sei, den nackten Hintern zu präsentieren.

Wer gegen das Verbot verstößt sieht sich einer Strafe von elf Euro gegenüber. Wiederholungstäter müssen sogar mit einer Gefängnisstrafe rechnen.

Angesichts dessen sollten nun Cannes-Urlauber lieber eine Badehose oder einen Bikini mehr einpacken, wenn sie am Palm-Beach-Strand Sonnenbaden wollen.

Alternativen zum FKK-Strand

Abwechslung zum nackten Sonnen und Baden gibt es zu Genüge, wie beispielsweise in Japan. Thermenbegeisterte bietet der Vergnügungspark Spaworld entkleidete, aber Geschlechter getrennte Wellness, welche nach Länder-Themengebiete unterteilt ist (unter Anderem Finnland, Griechenland, Frankreich und das alte Rom).

Eingerichtet mit einem Themalwasserbecken, Sauna und Dampfbad bieten auch viele Türkische Bäder in Ungarn unterschiedlichen Genuss: Jung und Alt kommen bei traditioneller Körperpflege oder Ravepartys auf ihre Kosten. Outdoorpools in schöner Landschaft gibt es in Blue Lagoon in Island. Das luxuriöse Spa hat außerdem hauseigene Pflegeprodukte. Fitness an der frischen Luft und dabei nackt sein ermöglicht der Welt-Nackt-Fahrrad-Tag.

FKK-Brunch in Australien eröffnet

Für FKK-Fans ist der Sommer nicht die einzige Saison, dem Hobby nachzugehen. Auch Wanderungen im Harz oder Golfen in Frankreich ist schon nackt möglich. Natalie Bak aus Australien hat den Naked Brunch eröffnet. Vor dem Mahl muss man die Klamotten abgeben. Auf die Idee kam sie während eines Nackt-Picknicks.

Dieses Konzept soll jetzt auch nach Europa. Immer mehr Freizeittrends sind im FKK-Bereich angesiedelt. Auf Usedom kann man auch nackt Fallschirmspringen und aus den USA und Großbritannien kommt bald das neue Nackt-Yoga. Das kann man auch in der kalten Jahreszeit zuhause ausprobieren.

Freikörperkultur in der Türkei: Zweites FKK-Hotel in Planung

Freikörperkultur ist in der Türkei normalerweise nicht erlaubt. So wird das Sonnen am Strand nur in Bademode genehmigt. Doch für viele Touristen gehört beispielsweise "oben ohne" zum Sommerurlaub dazu. Im Jahr 2002 wurde erstmals eine Ferienanlage erbaut, in der man sich auch nackt aufhalten darf. Und in diesem Jahr folgt bereits das zweite Hotel.

Dieses trägt den Namen "Adaburnu-Gölmar" und befindet sich im Südwesten des Landes. Am 1. Mai findet die Eröffnung statt; allerdings ist nur ausländischen Touristen der Zugang zu dieser FKK-Anlage gewährt. Die Urlauber haben dann auch einen eigenen Strand, den sie mit Booten erreichen können.

Beliebtheit von Freikörperkultur in Deutschland nimmt ab

War es in den 80er Jahren noch ein regelrechter Trend sich vollkommen von seinen Kleidern zu lösen und sich so zu zeigen, wie Gott einen schuf, nämlich nackt, nimmt die Beliebtheit von Freikörperkultur bei den deutschen Bürgern immer mehr ab. Lediglich in den östlichen Regionen Deutschlands finden sich noch einige FKK-Anhänger.

Eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 1.982 Personen zeigte, dass nur noch 13,9% der Deutschen dem Freikörperkult fröhnen. Vor allem im Westen ist man eher prüde, hier ziehen es nur 12,1% der Befragten vor sich beim Baden oder Sportreiben komplett zu entblättern, im Osten hingegen finden sich immerhin 21,6% unter den Umfragenteilnehmern, die auf FKK stehen.

Die meisten FKK-Begeisterten haben die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (30,1%) und Brandenburg (29,4%) zu bieten. Baden-Württemberg mit 19,2% hat gegenüber der anderen neuen Bundesländer noch relativ viele FKKler und das Schlusslicht bildet Niedersachsen mit gerade mal 5%.

Deutsche FKK-Vereine leiden stark unter Mitgliederschwund

Die deutschen FKK-Vereine haben ein Nachwuchsproblem. Immer weniger Menschen melden sich bei einem der deutschlandweit rund 150 Vereinigungen an, um der Freikörperkultur zu frönen. Es sei von einem Verlust von rund drei Prozent pro Jahr auszugehen, erklärte der Präsident des Verbands für Freikörperkultur, Kurt Fischer gegenüber der FAZ.

Derzeit seien rund 40.000 Männer und Frauen Mitglied in einem FKK-Verein. Das sind rund 60.000 Engagierte weniger als zu Rekordzeiten der Bewegung. Nacktheit sei immer mehr schambesetzt, so Fischer. Auch definiere man sich in diesen individuellen Zeiten mehr denn je über Kleidung und Accessoires. Wer so denke werde bestimmt nicht zum FKK gehen. Zudem haben die FKK-Clubs gegenüber anderen Vereinen einen entscheidenden Nachteil.

Während viele beispielsweise Sportvereine ihren Mitgliederschwund durch sinkende Geburtenzahlen ausgleichen, indem gezielt Migranten angeworben werde, beziehungsweise Angebote auch auf Menschen mit anderen kulturellen Hintergründen zugeschnitten werden, haben FKK-Vereine diese Möglichkeit nicht. Öffentliche Nacktheit sei in vielen Kulturen nicht vorgesehen, so Fischer.

Grundinformationen und Hinweise zu FKK-Anlagen

  • FKK-Anlagen - Merkmale, Verhaltensregeln und lohnenswerte Ziele

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: body © Coka - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Couple nus sur la plage © sylv1rob1 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Sommerfeeling © SAWImedia S.Willnow - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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