18. Juli 2008
Unter Neapel haben jetzt Geoforscher zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt wieder einen Magmasee entdeckt, der in acht Kilometern Tiefe liegt. Der letzte Ausbruch des Vesuvs war im Jahr 1944 und die Forscher rechnen damit noch in den nächsten Jahrzehnten. Als Vorwarnsystem hat man den Vesuv mit allen möglichen Instrumenten ausgestattet, wie beispielsweise mit Seismografen, Thermometern, Gasmessern, Radar- und Satellitenstationen und anderen Messinstrumenten. Noch ist der Vesuv äußerlich ruhig, doch auch eventuelle Erdbeben brauchen nicht zum Ausbruch führen. Zur Zeit ist der Hauptkrater mit einem Gesteinspropfen geschlossen, im Gegensatz zum sizilianischen Ätna, der kontrolliert aktiv immer wieder Lava ausstößt.
In Neapel und in der nächsten Nähe des Vesuvs leben derzeit fast drei Millionen Menschen und ist eine der dichtbesiedelsten Regionen in Europa. In absoluter Nähe, d.h. im Umkreis von 10 Kilometern leben von den drei Millionen etwa eine Million und man befürchtet ein Chaos, wenn es einmal zum Ausbruch kommen sollte. Anwohner wurden von der Regierung aufgefordert diese Gegend zu verlassen, man unterstützt diesen Umzug mit 25.000 Euro und 30.000 Bewohner sind danach umgezogen.
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