Geographische Aspekte, höchste Gipfel und Tourismus bekannter Bergketten (Gebirgszüge)

Als Gebirgszüge werden zusammenhängende Bergketten oder eine Abfolge von hohen Berggipfeln bezeichnet. Sie liegen in größeren Gebirgen. Weltweit gibt es einige bekannte Bergketten bzw. Gebirgszüge, die zahlreiche Touristen anlocken. Informieren Sie sich über geographische Aspekte, die höchsten Gipfel und Tourismusangebote bekannter Bergketten.

Infos zu den Alpen und Anden, dem Himalaya, den Rocky Mountains und Co

Bergketten - Generelle Merkmale

Spricht man von Gebirgszügen, sind damit zusammenhängende Bergketten oder mehrere aufeinander folgende Berggipfel in Gebirgen gemeint. Die Bezeichnung kommt aber auch für lange Faltengebirge mit Parallelketten zur Anwendung. Die Begriffe Gebirgszüge oder Bergketten werden in Hochgebirgen gebraucht, während in Mittelgebirgen von Höhenzügen bzw. Höhenrücken die Rede ist.

Entstehung

Zur Bildung von parallelen Bergketten und gezackten, langen Bergkämmen kommt es aufgrund von gebirgsbildenden Kräften. Neben der Richtung der Schubkraft und den sich daraus bildenden Gebirgsfalten spielen bei der linienförmigen Struktur meist auch geologische Störungslinien der oberen Erdkruste eine Rolle. Diese verlaufen zwischen den einzelnen Bergketten.

Das zum Teil zerriebene Gestein erodiert in den Störungszonen leichter, was zur Bildung von größeren Flusstälern führt. Durch diese Längstäler wird der Trend zur Entstehung von parallelen Bergketten noch verstärkt.

Gesteinsarten und Bergformen

Innerhalb der Bergketten kann es zur Entstehung von unterschiedlichen Gesteinsarten kommen. In den zentralen Alpen sind besonders

  • metamorphe Schiefer
  • Gneise sowie
  • granitische Gesteine

vorherrschend; südlich und nördlich überwiegen Kalkalpen. Durch diese Variation kommt es zu unterschiedlichen Ausprägungen von Erosionen - diese wiederum sorgen für verschiedene Bergformen. Bedeutende Faktoren sind

  • geologische Störungslinien
  • Gewässertypen
  • Exposition und Hangneigung
  • Gesteinsschichtung
  • Klima und
  • Höhenlage.

Schroffe Wände und große Schuttkegel finden sich dabei etwa bei den Dolomiten, während Schiefer zu sanften Kuppen und Bergformen führt.

Es gibt viele verschiedene Gesteinsarten
Es gibt viele verschiedene Gesteinsarten

Arten von Bergketten

Bergketten findet man in den verschiedensten Gebirgen rund um den Erdball. Dazu gehören zum Beispiel

Weitere Hochgebirge mit Bergketten sind die Karpaten, der Kaukasus und die Alpen.

Zunächst einmal werfen wir einen groben Blick auf Europa...

Die atemberaubendsten Berge und Gebirge in Europa

Von den Pyrenäen über die Alpen bis zum Uralgebirge: Der europäische Kontinent beheimatet zahlreiche imposante Gebirgsketten, Berge und auch Vulkane. Einige besonders Atem beraubende Exemplare möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Ural

Schon die östliche Grenze zwischen Europa und Asien wird durch ein riesiges Gebirge gesetzt: Den Ural, welcher sich mehr als 2000 Kilometer in Nord-Süd-Ausdehnung durch Russland schlängelt. Welche Berge und Erhebungen von Ural und Kaukasus dabei tatsächlich noch zu Europa gezählt werden und welche nicht, darüber sind sich selbst Geographen uneinig.

Alpen

In der Mitte Europas und quer durch mehrere Länder zieht sich ein weiteres Gebirgsmassiv: Die Alpen. Je nach Region und Land werden sie beispielsweise als

bezeichnet. Darüber hinaus gibt es viele weitere Bezeichnungen. Die Alpen gelten als höchstes Gebirge Mitteleuropas; hier befinden sich einige der schönsten Gipfel des Kontinents.

Der mit genau 2.962 Metern höchste Berg Deutschland ist die Zugspitze, dicht gefolgt von der Alpspitze mit rund 2.600 Metern. Letztere bietet dank der neuen Besucherplattform "Alpspix" fantastische Panoramablicke in Schwindel erregender Höhe.

So richtig hoch hinaus geht's in den Französischen sowie Schweizer Alpen: Der Mont Blanc, zu deutsch etwa "Weißer Berg", ist mit 4.810 Metern der höchste Berg Mitteleuropas. Und auch die Schweiz ist bekannt für zahlreiche Viertausender, von denen das Matterhorn mit 4.478 Metern nicht der höchste, wohl aber einer der beliebtesten Gipfel ist.

Sierra Nevada

Doch wer Atem beraubende Berge erklimmen möchte, der muss nicht unbedingt in die Alpen reisen: Ein ganzes Stück weiter südlich befindet sich die spanische Sierra Nevada, zu deutsch "Schnee bedeckte Wüste".

Dieses Gebirge macht seinem Namen alle Ehre - und bietet mit seinem Gipfel, dem Muhacén, auf rund 3.482 Metern eisige Temperaturen, während das umliegende Land noch sommerlich warm ist.

Pyrenäen

Ein weiteres lohnenswertes Ziel sind die mitunter weit zerklüfteten, abenteuerlich anmutenden Pyrenäen. Hier finden Bergfans mehr als 200 Gipfel von über 3.000 Metern Höhe. Der bekannteste und zugleich höchste unter ihnen ist der Pico de Aneta im spanischen Aragonien.

Im Folgenden gehen wir genauer auf die bekanntesten Gebirgszüge ein.

Anden

Bei den südamerikanischen Anden (Cordillera de los Andes) handelt es sich um die längste Gebirgskette der Welt. Von ihnen wird der südliche Teil der Amerikanischen Kordilleren gebildet.

Die Anden erstrecken sich auf einer Länge von rund 7.500 Kilometern - ein echter Superlativ, der auch von den Rocky Mountains oder dem Himalaya-Gebirge nicht übertroffen wird. Durch ihre enorme Ausdehnung durchqueren die Anden zahlreiche Länder des südamerikanischen Kontinents.

Geographische Aspekte

Die Anden erstrecken sich über die südamerikanische Westküste von Venezuela im Norden über die Staaten

Dabei erreicht die gewaltige Gebirgskette eine Ausdehnung von rund 7.500 Kilometern, die von den Tropen bis in die Außertropen reicht. Damit sind die Anden länger als die 4.800 Kilometer langen Rocky Mountains und das Himalaya-Karakorum-Hindukusch-Gebirgssystem, das insgesamt 4.440 Kilometer lang ist. Ihre maximale Breite erreichen die Anden zwischen Bolivien und Chile mit 600 Kilometern.

Unterteilt werden die Anden in mehrere Abschnitte. Dazu gehören

  • die nördlichen Ausläufer wie das Küstengebirge Cordillera Costanera in Ecuador und die Cordillera de Merida in Venezuela
  • die westlichen Kordilleren
  • die östlichen Kordilleren
  • die Zentralkordilleren sowie
  • die südlichen Ausläufer wie das Küstengebirge Cordillera de la Costa in Chile.

Den südlichsten Ausläufer des Gebirges bildet Cordillera Darwin auf Feuerland.

Kakteen am Salzsee von Uyuni in den bolivianischen Anden
Kakteen am Salzsee von Uyuni in den bolivianischen Anden

Höchste Berge der Anden

In den Anden liegen mehrere Berge, die eine Höhe von mehr als 6.000 Meter erreichen. Als höchster Berg gilt der an der argentinisch-chilenischen Grenze befindliche Aconcagua, der 6.962 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Insgesamt bilden die Anden das siebthöchste Gebirge der Erde.

Weitere Berge in den Anden, die über 6.000 Meter Höhe erreichen, sind der Nevado Huascaran und der Nevado Yerupaja mit 6.768 bzw. 6.634 Metern in Peru. Zwei weitere 6.000-er befinden sich in Bolivien.

Dabei handelt es sich um den Sajama mit 6.542 Metern und den Nevado Illimani mit 6.483 Metern Höhe. In Ecuador liegt zudem der 6.310 Meter hohe Chimborazo, der der höchste Berg des Landes ist.

Ein weiteres Merkmal der Anden sind die noch aktiven Vulkane des Gebirges. Dazu zählen vor allem der 5.897 Meter hohe Cotopaxi, der in Ecuador liegt, der Nevade del Huila in Kolumbien (5.364 Meter) und der Tungurahua, der sich ebenfalls in Ecuador befindet (5.010 Meter).

Weit über die bewohnbaren Hochebenen hinaus ragen somit die Gipfel und Vulkane der südamerikanischen Anden. Der Aufstieg in diese luftigen Höhen ist indes erfahrenen Bergsteigern vorenthalten - mit ein wenig Glück finden sich hier sogar historische Kultstätten des Inka-Volkes.

Klimazonen, Flora und Fauna

  • Tropischer bis subtropischer Urwald in der Tierra Calinta
  • Kaffee- und Tabakplantagen in den mittleren Höhenlagen und
  • die kühle Tierra Friera mit ihren typischen Nebelwäldern:

Die Anden bieten eine außerordentliche Vielfalt, sowohl landschaftlich als auch in Bezug auf ihre Klimazonen. In ihrer enormen Breiten- und Längenausdehnung finden hier zahlreiche Menschen, Tiere und Pflanzen einen einzigartigen Lebensraum. Bekannt sind die Anden auch für ihre Bewohner, die hier in erstaunlichen Höhenlagen eine ganz eigene Kultur mit unverwechselbarer Kleidung, Musik und auch Sprache etabliert haben.

Auf bis zu 3.500 Metern Höhe bauen sie erfolgreich Kartoffeln und Getreide an, halten Rinder oder die berühmten Alpakas. Diese Tiere sind für ihr besonders weiches Fell bekannt, welches auch frostigen Temperaturen trotzen kann.

Neben den verschiedenen Lama- und Alpakaarten sind hier auch

  • der gleichnamige Andenkondor
  • niedliche Chinchillas und Degus
  • das imposante Gürteltier oder sogar
  • Raubkatzen wie der Puma

zu Hause.

Tourismus in den Anden

Touristisch sind die faszinierenden Anden noch nicht allzu stark erschlossen. Es gibt aber durchaus einige beliebte Tourismusziele und Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt besonders die alte Inkastadt Machu Picchu in den peruanischen Anden, die durchschnittlich von 2.000 Gästen pro Tag besucht wird.

Weitere interessante Reiseziele sind

  • der Titicaca-See, auch "Auge der Anden" genannt, im peruanisch-bolivianischen Grenzgebiet
  • die kolumbianische Hauptstadt Bogota mit ihren barocken Kirchen und Palästen
  • die bolivianische Silberstadt Potosi
  • die Atacama-Wüste in Chile
  • der Lago de Llanquihue am Vulkan Osorno sowie
  • die Nationalparks Cotopaxi und Sangay in Ecuador.

Als günstigste Zeit für eine Reise in die Anden gelten die Monate Mai bis September, da zu dieser Zeit meist angenehme Bedingungen herrschen.

Rocky Mountains

Übersetzt bedeutet der Begriff Rocky Mountains "Felsengebirge". Bei den Rocky Mountains, auch liebevoll "Rockies" genannt, handelt es sich um ein ausgedehntes Faltengebirge, das sich im westlichen Nordamerika befindet und die mächtigste Bergkette Nordamerikas bildet.

Geographische Aspekte

Geographisch befinden sich die Rocky Mountains in den US-Bundesstaaten

  • New Mexiko
  • Colorado
  • Wyoming
  • Idaho und
  • Montana

sowie in Westkanada. Darüber hinaus werden neben den eigentlichen Rocky Mountains mehrere Gebirgsketten in Kanada und Alaska wie die Columbia Mountains und die Alaska-Ketten dem Gebirge hinzugerechnet.

Zum Teil zählt man auch die mexikanischen Gebirgszüge Sierra Madre Oriental und Sierra Madre Occidental zu dem Rocky Mountains. Dagegen werden die Sierra Nevada, die Kaskadenkette und die Coast Mountains klar abgegrenzt.

Die Rocky Mountains durchqueren einige bedeutende Flüsse. Dazu gehören unter anderem

  • der Yukon
  • der Rio Grande
  • der Colorado River
  • der Missouri River
  • der Columbia River und
  • der Yellowstone River.

Landschaft und Fauna

Mit Ausnahme des berühmten Yellowstone Nationalparks ist es in diesem Gebirge meist feucht und wolkig: Regen ist kein seltener Gast in den Rocky Mountains. Häufige Niederschlage sorgen dafür, dass insbesondere die unteren Ebenen leuchtend grün und gut bewachsen sind. Kleine Bäume und Sträucher, aber auch Seen prägen hier das Landschaftsbild.

Einige Tausend Meter weiter oben beginnt der typische Bewuchs mit

Ab etwa 4.00 Metern Höhe nimmt die Vegetation deutlich ab - hier herrschen ähnliche Verhältnisse wie in Alpen und Tundra. Im Sommer sind die karg bewachsenen Gipfel wie der Mount Elbert beliebte Ziele von Bergsteigern - selbstverständlich nur nach entsprechender Vorbereitung auf die dünne Höhenluft.

Höchste Berge der Rocky Mountains

Als höchster Berg der Rocky Mountains gilt der Mount McKinley. Dieser erreicht eine Höhe von 6.194 Metern. Namensgeber für den Berg war der amerikanische Präsident William McKinley (1843-1901). Ebenfalls zu den höchsten Bergen des Gebirges zählen der kanadische Mount Logan, der eine Höhe von 5.959 Metern erreicht, sowie der Mount Elbert im Bundesstaat Colorado mit einer Höhe von 4.401 Metern.

Tourismus

Neben dem Bergbau stellt der Tourismus die wichtigste wirtschaftliche Einnahmequelle in den Rocky Mountains dar. So ist das spärlich besiedelte Gebiet ein beliebtes Reiseziel, das jedes Jahr von Millionen Menschen besucht wird. Als besondere Attraktionen gelten die zahlreichen Nationalparks wie

  • der Rocky-Mountain-Nationalpark
  • der Yellowstone-Nationalpark oder
  • der Grand-Teton-Nationalpark.

Sie laden zu Streifzügen durch die Natur, zum Wandern oder Campen. Einer der bekanntesten Orte ist hier der Yellowstone Park mit seinen berühmten Wildtieren vom Wolf bis zum Grizzlybär. Und auch Angler und Bootsfahrer kommen hier während der Sommersaison voll auf ihre Kosten.

Weitere Sehenswürdigkeiten bieten die Royal Gorge Bridge und der 4.301 Meter hohe Pikes Peak. In den Wintermonaten ist der Skisport in den Rocky Mountains von großer Bedeutung.

So findet man dort attraktive Skigebiete wie zum Beispiel in

  • Vail
  • Aspen
  • Park City
  • Breckenridge
  • Copper Mountain
  • Keystone und
  • Sun Valley in den USA

sowie Whistler Mountain und Lake Louise in Kanada. Als Region für besonders hohe Ansprüche hat sich Aspen einen Namen gemacht: Hier sind, so sagt man, zwecks besseren Komforts selbst die Bürgersteige beheizt.

Himalaya

Beim Himalaya handelt es sich um das größte Gebirge der Welt. Auch der höchste Berg der Welt befindet sich dort. Die Bezeichnung Himalaya entstammt dem Sanskrit und bedeutet übersetzt "Heimat des Schnees".

Geographische Aspekte

Himalaya Gebirge, dahinter orange-roter Himmel im Sonnenuntergang
Himalaya Gebirge, dahinter orange-roter Himmel im Sonnenuntergang

Der Himalaya liegt in Asien und erstreckt sich vom Tibetischen Hochland bis zum indischen Subkontinent. Das riesige Gebirge erreicht eine Ausdehnung von 3.000 Kilometern, die von Pakistan nach Birma verlaufen. Die maximale Breite des Gebirgszuges liegt bei 350 Kilometern.

Seinen Anfang nimmt der Himalaya beim Khyber-Pass in Zentralasien, wo er von der pakistanisch-afghanischen Grenze und dem Karakorum an der indischen Grenze sowie an Bhutan, Nepal und Tibet entlang verläuft. Von dort aus führt der Gebirgszug weiter zum Patkai-Gebirge zwischen dem indischen Bundesstaat Assam und Birma sowie zum Hengduan-Gebirge, welches die Südflanke der Ostabdachung des Tibetischen Hochlandes bildet. Durch den Himalaya wird Südasien vom restlichen Kontinent getrennt.

Achttausender-Berge

Der Himalaya ist nicht nur das größte Gebirge der Erde, sondern beherbergt auch die größten Berge unseres Planeten. So befinden sich dort zehn der insgesamt vierzehn Berge, die mehr als 8.000 Meter hoch sind. Höchster Berg der Erde ist der Mount Everest. So erreicht er eine Höhe von 8.848 Metern über dem Meeresspiegel.

Weitere Achttausender im Himalaya sind

Tourismus im Himalaya

Trotz seiner schwindelerregenden Höhen lockt der Himalaya jedes Jahr zahlreiche Touristen an. So tummeln sich allein im Gebiet des Mount Everest jährlich bis zu 40.000 Trekking-Touristen, die den höchsten Berg der Welt bewundern wollen.

Allerdings hat der Tourismus auch seine Schattenseiten, denn der viele Müll, der dabei entsteht, bleibt häufig in der Landschaft des Gebirges zurück. So gilt der Mount Everest mittlerweile nicht nur als größter Berg, sondern auch als größte Müllkippe der Welt.

Great Dividing Range

Die Great Dividing Range ist auch unter den Bezeichnungen Eastern Highlands, Großes Australisches Scheidegebirge oder Australisches Bergland bekannt. Sie bildet den größten Gebirgszug des australischen Kontinents und grenzt die Ostküste vom Inland ab. Darüber hinaus übt der Gebirgszug beträchtlichen Einfluss auf das australische Klima aus.

Geographische Aspekte

Die Great Dividing Range verläuft vom Nordosten von Queensland über die Ostküste durch den Bundesstaat New South Wales bis nach Victoria im Südosten des Landes. Von dort aus geht es nach Westen zu den Ausläufern des Grampian Mountains in der australischen Zentralebene. Doch reicht die Great Dividing Range sogar noch weiter bis zur Insel Tasmanien.

Zur Great Dividing Range zählen sämtliche Hochgebirgsbereiche Australiens. Die höchsten Abschnitte befinden sich im Süden von New South Wales sowie im Osten von Victoria. Sie werden auch als Australische Alpen bezeichnet.

Einen beträchtlichen Teil der Great Dividing Range bilden Nationalparks und Naturschutzgebiete. Dazu gehören unter anderem

  • der Alpine-Nationalpark
  • der Brisbane-Ranges-Nationalpark
  • der Blue-Mountains-Nationalpark und
  • der Sundown-Nationalpark.

Höchste Berge

Im Gebiet der Great Dividing Range befindet sich mit dem Mount Kosciuszko auch der höchste Berg des australischen Festlands. Er erreicht eine Höhe von 2.228 Metern und liegt in den Snowy Mountains in New South Wales.

Als höchster australischer Berg gilt auch der 2.745 Meter hohe Mawson Peak, der sich auf der Insel Heard befindet. Diese zählt allerdings nicht zum australischen Kontinent.

Als Namensgeber für den Mount Kosciuszko diente der polnische Nationalheld Tadeusz Kosciuszko (1746-1817). Eingerahmt wird der Berg von dem Kosciuszko-Nationalpark.

Nicht weit entfernt liegt auch der zweithöchste Berg des australischen Kontinents: der Mount Townsend. Er ist mit 2.209 Metern nur etwas kleiner als der Mount Kosciuszko.

Tourismus

Ein beliebtes Tourismusziel innerhalb der Great Dividing Range bilden die Australischen Alpen, zu denen wiederum die Snowy Mountains gehören. Diese gelten als Tourismuszentrum Australiens für den Wintersport. So findet man dort attraktive Wintersportorte wie

  • Thredbo
  • Mount Hotham und
  • Falls Creek.

In diesen Breitengraden findet die Wintersportsaison in den Monaten Juni bis Oktober statt. Ein weiteres beliebtes Tourismus-Ziel ist der Alpine-Nationalpark, der sich gut zum Wandern, Radfahren und Fischen eignet.

Atlas

Beim Atlas-Gebirge handelt es sich um ein Hochgebirge im Nordwesten von Afrika. Seinen Namen erhielt es aus der griechischen Mythologie. So stand dort der Titan Atlas, der der Legende nach zu Stein erstarrt war und das Himmelsgewölbe auf seinen Schultern tragen musste.

Geographische Aspekte

Das Atlas-Gebirge besteht aus mehreren versetzten Gebirgszügen, die sich aus Becken und Hochebenen zusammensetzen. So erstreckt sich das Gebirge von der marokkanischen Atlantikküste über Algerien bis nach Nordtunesien und erreicht dabei eine Ausdehnung von mehr als 2.000 Kilometern.

Zu den Gebirgsketten, in die sich das Atlas-Gebirge gliedert, gehören

  • der 1.000 Kilometer lange Tellatlas, der auch Kleiner Atlas genannt wird, und direkt am algerischen Mittelmeer liegt,
  • das rund 350 Kilometer lange Rif an der marokkanischen Mittelmeerküste,
  • der bis 3.340 Meter hohe Mittlere Atlas sowie
  • der Hohe Atlas inmitten Marokkos, der eine maximale Höhe von 4.165 Metern erreicht.

Weitere Gebirgsketten des Atlas-Gebirges sind

  • der Saharaatlas in Nordalgerien
  • der Antiatlas in Südwestmarokko sowie
  • der vulkanische Djebel Siroua, der sich ebenfalls in der Südhälfte von Marokko befindet.

In Tunesien liegen lediglich Ausläufer des Saharaatlas und des Tellatlas.

Höchste Berge des Atlas

Die höchsten Stellen des Atlas-Gebirges werden im Hochatlas erreicht. Höchste Erhebung dieses Gebirgszuges bildet der Toubkal, der mit 4.165 Metern der höchste Berg von Marokko ist und im Nationalpark Toubkal liegt. Da in den Wintermonaten regelmäßig Schnee auf dem Toubkal fällt, lässt sich dort sogar Wintersport betreiben.

Auch bei Bergsteigern ist der Berg, der im Sommer leicht zu bezwingen ist, sehr beliebt. Weiter östlich vom Toubkal befindet sich mit dem Jbel M'Goun der zweithöchste Berg Marokkos.

Tourismus

Auch im Atlas-Gebirge hat sich der Tourismus mittlerweile fest etabliert. Zu den abwechslungsreichen Angeboten zählen vor allem

Ein besonders begehrtes Reiseziel ist die Bergoase Tafraoute inmitten der felsigen und kargen Landschaft des Antiatlas. Zu ihren Attraktionen gehören ihre roten Häuser und die roten Granitfelsen. Von Tafraoute aus lassen sich Wandertouren zur Schlucht von Ait Mansour oder ins Ammeln-Tal unte

rnehmen.

Karpaten

Als Karpaten bezeichnet man ein Hochgebirge, das in Mitteleuropa, Südosteuropa und Osteuropa liegt. Sie bilden die Fortsetzung der Alpen. Woher der Name Karpaten, der vorrömischen Ursprungs ist, stammt, ließ sich bisher nicht

klären.

Geographische Aspekte

Die Bezeichnung Karpaten wird zumeist auf den 50 – 350 Kilometer breiten Gebirgsbogen beschränkt, der beim slowakischen Bratislava von der Donau bis zum Eisernen Tor in Westrumänien verläuft. Mitunter zählen jedoch auch die Gebirge und Hochländer an der Innenseite des Gebirgsbogens zu den Karpaten.

Die Gesamtlänge der Karpaten liegt bei rund 1.300 Kilometern. Der Gebirgszug wird in einzelne Abschnitte untergliedert. Dazu gehören unter anderem die Kleinen Karpaten nordöstlich vom Wiener Becken, die in die Beskiden übergehen.

Diese verlaufen zwischen Polen und der Slowakei und erreichen eine Höhe von mehr als 2.600 Metern in der Hohen Tatra. Südlich von der Hohen Tatra befindet sich die Niedere Tatra mit einer Höhe von 2.045 Metern.

An der Biegung des Karpatenbogens nach Südosten hin liegen die Waldkarpaten, die größtenteils zur Ukraine gehören. In Rumänien werden die Waldkarpaten von den Ostkarpaten fortgesetzt. Den Anschluss an die Ostkarpaten bilden wiederum die Südkarpaten.

Ebenfalls zu den Karpaten gezählt werden das Retezatgebirge und das Banater Gebirge an der Grenze zu Serbien. In den Ost- und Südkarpaten befindet sich zudem das Plateau von Transsilvanien, das auch unter dem Namen Siebenbürgen bekannt ist.

Zu den verschiedenen Staaten, die Anteil an den Karpaten haben, gehören

Bekannte Städte in den Karpaten sind

  • die slowakische Hauptstadt Bratislava
  • Ostrava (Tschechien)
  • Kosice (Slowakei)
  • Zakopane (Polen)
  • Ploiesti (Rumänien)
  • Czernowitz (Ukraine) und
  • Vrsac (Serbien).
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    Höchste Berge der Karpaten

    Die Karpaten haben zumeist den Charakter eines Mittelgebirges. Eine Ausnahme bildet allerdings die Hohe Tatra, deren Maximalhöhe bei 2.654 Metern liegt. So gilt die Hohe Tatra als kleinstes Hochgebirge von Europa. Höchster Berg des Gebirges ist der Gerlachovsky stit, auch Gerlachsspitze oder Gerlsdorfer Spitze genannt.

    Er markiert mit 2.654 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Stelle der Karpaten. Gleichzeitig ist er der höchste mitteleuropäische Berg östlich von den Alpen.

    Als zweithöchster Berg der Karpaten gilt der Moldoveanu im Fagaras-Gebirge in den Südkarpaten, der mit 2.544 Metern über Meereshöhe auch der höchste Berg Rumäniens ist. Weitere hohe Berge befinden sich mit

    • dem 2.535 Meter hohen Negoiu
    • dem 2.527 Meter hohen Vistea Mare und
    • dem Lespezi (2.522 Meter)

    ebenfalls im Fagaras-Gebirge.>

Tourismus

Verglichen mit den Alpen, steckt der Tourismus in den Karpaten noch eher in den Kinderschuhen. Dennoch sind einige Gebiete touristisch geprägt. Dazu gehört vor allem die Hohe Tatra.

So stellt sie sowohl in Polen als auch in der Slowakei ein bedeutendes Tourismusziel dar. Während in der kalten Jahreszeit Wintersportfreunde dort auf ihre Kosten kommen, finden in den Sommermonaten Wanderer ausgezeichnete Bedingungen vor.

Wichtige Tourismuszentren in der Hohen Tatra sind das polnische Zakopane und Tatranska Lomnica in der Slowakei. Darüber hinaus befinden sich in den Karpaten mehrere Nation

alparks.

Kaukasus

Unter dem Kaukasus versteht man ein Hochgebirge in Eurasien, das eine Länge von rund 1.100 Kilometern erreicht. Es liegt zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspisch

en Meer.

Geographische Aspekte

Der Kaukasus erstreckt sich vom Schwarzen Meer im Westen bis zum Kaspischen Meer im Osten. Zu den vier Staaten, die Anteil an dem Hochgebirge haben, gehören

  • Russland
  • Georgien
  • Aserbaidschan und
  • Armenien.

Im Nordteil des Kaukasus befinden sich die russischen Teilrepubliken Tschetschenien, Dagestan, Nordossetien, Adygea, Karbadino-Balkarien, Inguschien sowie Karatschajewo-Tscherkessien. Des Weiteren ist die Russische Föderation mit der Oblast Stawropol und dem Kraj Krasnodar an dem Gebirge beteiligt.

Zum georgischen Teil im Westen des Kaukasus gehören die autonomen Republiken Ascharien und Abchasien sowie das autonome Gebiet Südossetien. Im südlichen Teil des eurasischen Gebirges liegen Armenien und Aserbaidschan.

Unterteilt wird der Kaukasus in

  • den Nordkaukasus
  • den Großen Kaukasus
  • den Kleinen Kaukasus
  • die Transkaukasische Senke sowie
  • das Talysh-Gebirge.

Der Kleine Kaukasus gilt allerdings nicht als eigenständiges Gebirge, sondern bildet einen Bestandteil der nordanatolischen-nordiranischen Kettengebirge.

Der Große Kaukasus erreicht eine Länge von mehr als 1.100 Kilometern sowie eine Breite von 160 Kilometern. Auf seiner Nordseite ist die Kette der Schwarzen Berge zu finden, während weiter südlich der Weidekamm und der Felsenkamm liegen. Südlich der Bergketten teilt man den Kaukasus in vier Teilbereiche ein.

Dabei handelt es sich um

  • den westlichen Schwarzmeerkaukasus, der auch als Pontischer Kaukasus bezeichnet wird
  • den Hochgebirgskaukasus, in dem sich die größten Berge des Gebirges befinden, sowie
  • das Suramigebirge und
  • den Kaspischen Kaukasus.

Die Unterteilung der Hauptkette erfolgt durch die Georgische Heerstraße. Wichtige Flüsse, die ihren Ursprung im Kaukasus haben, sind unter anderem

  • der Kuban
  • der Terek
  • der Alasani
  • der Aras
  • der Enguri
  • der Kuma und
  • der Rioni.

Zu den bedeutendsten Seen der Region zählt der Sewansee. So ist er der größte Süßwassersee des Kaukasus.

Wichtige Städte im Kaukasus-Gebiet sind die georgische Hauptstadt Tiflis, die aserbaidschanische Hauptstadt Baku, die armenische Hauptstadt Eriwan sowie Wladikawkas, Grosny, Sochumi und Sotschi. Der Kaukasus wird zu den Faltengebirgen gezählt und besteht aus Graniten und Gneisen. Sein Gebiet ist reich an Erdgas und Erdöl, was zu großem wirtschaftlichem Interesse für die Region führt, aber auch Konfliktpotential birgt.

Höchste Berge des Kaukasus

Höchste Erhebung des Kaukasus ist der Elbrus. Er ist gleichzeitig auch der höchste Berg von Russland. Der Elbrus verfügt über zwei Gipfel.

Während der Westgipfel 5.642 Meter hoch ist, erreicht der Ostgipfel eine Höhe von 5.621 Metern. Weitere hohe Berge des Kaukasus sind der Dychtau mit 5.302 Metern und der Schchara, der mit 5.201 Metern der höchste Berg Georgiens ist.>